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   Die weltweite Vernetzung, sprich Infobahn, erschließt einerseits einen unerschöpflichen Informationspool, erfordert aber andererseits geeignete Mittel, die dem Benutzer einen zielgerichteten und übersichtlichen Zugang erlauben, der sich dazu noch durch einfache Bedienbarkeit auszeichnen soll. Bisher mußte der Benutzer selbst durch das WWW surfen. In der Praxis bedeutete das oft, ein und dieselbe Anfrage an verschiedene Suchmaschinen zu stellen und sich dann anschließend von einer Seite zur anderen zu hangeln, um die einzelnen relevanten Informationseinheiten aufzustöbern. Diese mühsame Art der Informationssuche wird durch den an der DFKI GmbH entwickelten Informationsagenten enorm erleichtert. Der Benutzer gibt dem Agenten grob vor, welche Information zu beschaffen ist, woraufhin dieser die notwendigen Aktionen bestimmt, ausführt und schließlich die Resultate dem Benutzer in einer auf ihn abgestimmten Form präsentiert.

Die Umsetzung dieser ambitionierten Vision erfordert anwendungsorientierte Grundlagenforschung in folgenden Teilgebieten der Intelligenten Benutzerschnittstellen: Schnittstellenagenten und Planungssysteme. Der intelligente Informationsagent übernimmt sowohl die Rolle eines adaptiven Kommunikationsassistenten als auch die Rolle eines kooperativen Planungsassistenten. Unsere Projekte stellen eine konzertierte Aktion zur Lösung fundamentaler KI-Probleme dar mit dem Ziel, größtmöglichen Nutzen aus fortschrittlichen Infobahn-Anwendungen ziehen zu können.




SmartWeb

Das Projekt SmartWeb stellt eine wichtige Realisierungsstufe bei der Bereitstellung breitbandiger und mobiler Multimediadienste dar. Hauptziel von SmartWeb ist ein multimodaler, intuitiver Zugang zu offenen Domänen durch ubiquitären, mobilen Zugriff auf das Semantische Web. Das aus Industrie, KMUs, Forschungseinrichtungen und Universitäten bestehende SmartWeb-Konsortium wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert (Laufzeit: 2004-2008). In SmartWeb kooperieren Forschergruppen aus den Bereichen der Intelligenten Benutzerschnittstellen, des SemanticWeb, der Informationsextraktion und der Kommunikationstechnologie unter der Leitung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI).


SmartKom

Im Leitprojekt SmartKom wurden Konzepte für die Entwicklung völlig neuartiger Formen der Mensch-Technik-Interaktion erprobt. Ziel war es, bestehende Hemmschwellen von Computerlaien bei der Nutzung der Informationstechnologie abzubauen. Die Leitvorstellung von SmartKom bestand darin, die Vorteile sprachlich dialogischer Kommunikation mit den Vorteilen graphischer Bedienoberflächen und gestisch mimischen Ausdrucksformen zu einem höherwertigen, oft multimodal genannten Bedienparadigma zu verschmelzen. Das langfristig angelegte Verbundvorhaben, in dem Unternehmen der Informationstechnologie, Universitäten und Forschungszentren kooperierten, wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert (Laufzeit: 1999 - 2003).


Verbmobil

Multilinguale Verarbeitung von Spontansprache

Verbmobil war ein langfristig angelegtes, interdisziplinäres Verbundvorhaben im Bereich der Sprachtechnologie. Das Verbmobil-System erkennt Spontansprache sprecherunabhängig, analysiert die Eingabe, übersetzt sie in eine Fremdsprache, erzeugt einen Satz und spricht ihn aus. Für ausgewählte Themenbereiche (z.B. Terminverhandlung, Reiseplanung, Hotelreservierung) kann Verbmobil Übersetzungshilfe in Gesprächssituationen mit ausländischen Partnern leisten. Das Verbundvorhaben, in dem Unternehmen der Informationstechnologie, Universitäten und Forschungszentren kooperierten, wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in zwei Phasen gefördert (Laufzeit Phase 1: 1993-1996; Phase 2: 1997 - 2000).