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In Film- und Fernsehproduktion spielt die kostensparende Wiederverwendung von Bildmaterial eine wichtige Rolle. Die Katalogisierung und Indexierung von Film- und Videoaufzeichnungen, als eine Voraussetzung dafür, ist jedoch ein extrem zeit- und kostenintensiver Prozeß. Er muß manuell durchgeführt werden und erfordert die Expertise von spezialisierten Archivaren. Noch gibt es keine Systeme, die bewegte Bilder erfassen und interpretieren können, ebensowenig wie Systeme, die gesprochene Sprache uneingeschränkt erkennnen und verstehen. Über eine Form der Information kann man bereits jetzt mit bestehenden Technologien Zugang zu den Inhalten eines Films erlangen, nämlich über Untertitel. Diese entstehen entweder bei Übersetzungen von fremdsprachigen Filmen (OmU) oder aber sie werden (in derselben Sprache) als Verstehenshilfe für Hörbehinderte angeboten. Diese Verbindung von Text und Bildsequenzen bietet den Schlüssel für einen neuartigen Ansatz zur Indexierung von Bildmaterial, der in Pop-Eye entwickelt wird. Diese Methode kombiniert die Erkennung von Untertiteln mit Techniken der maschinellen Sprachverarbeitung und partieller Übersetzung. Als Ergebnis entsteht ein System, das vollständige Skripte automatisch aus den Untertiteln von Film- und Videosequenzen extrahieren und dann multilinguale Indizes der Bildsequenzen erstellen kann, die auch einen Zugriff in verschiedenen Sprachen erlauben.
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