Im OpenDS-Fahrsimulator die eigenen Grenzen austesten

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Mit OpenDS präsentiert das DFKI auf der CeBIT 2013 einen Fahrsimulator, mit dem Messebesucher auf dem Fahrersitz eines Smart eine Fahrt über den Campus der Universität des Saarlandes erleben. Während der Fahrt in einer erstaunlich realistischen Umgebung können die Testfahrer überprüfen, wie es um ihre Fahrsicherheit bestellt ist.


Telefonieren, Musik aus der Cloud hören, den Hinweisen des Navigationssystems folgen, SMS checken und nebenbei per Knopfdruck noch Klimaanlage und Sitzheizung bedienen. Ohne Frage erfüllt die technologische Ausstattung eines PKW nicht nur der Premiumklasse mittlerweile die Voraussetzungen für eine mobile Arbeitsumgebung in komfortabler Atmosphäre. Doch wie viel davon ist tatsächlich nutzbar, ohne den Fahrer oder die Fahrerin zu stark vom Verkehr abzulenken? Wie wirkt sich das breite Angebot an Funktionalitäten auf die Konzentration des Fahrenden aus und welche Bedienmodalitäten können das Risiko verringern?

Als Basis für die virtuelle Umgebung dienen hochauflösende Punktwolken, wie sie immer häufiger auch in der Vermessungstechnik und der Unfallforschung zum Einsatz kommen. Bei diesem Verfahren wird mit Hilfe eines 3D-Laserscanners die Umgebung aus verschiedenen Positionen per Laserstrahl abgetastet und die Einzelaufnahmen zu einer riesigen Punktwolke mit mehreren hundert Millionen Punkten zusammengesetzt.

Die Visualisierung dieser enormen Datenmenge und die Simulation einer realistische Fahrphysik werden ermöglicht durch die flexible und erweiterbare Fahrsimulationssoftware OpenDS, die für die industrielle Forschung und Entwicklung sowie wissenschaftliche Experimente im Bereich Automotive, Mobilität und Verkehr entwickelt wurde. Neben Verkehrs- und Ampelsimulation bietet diese plattformunabhängige Java-Implementierung die Möglichkeit, verschiedene Wetterbedingungen darzustellen, den Spritverbrauch bei bestimmten Fahrweisen an Hand des zu Grunde liegenden Verbrauchsmodells zu berechnen und die Umgebungsobjekte zur Laufzeit zu beeinflussen. Die Software wird unter Open-Source-Lizenz zur Verfügung gestellt und beinhaltet eine Reihe von Standards wie Fahraufgaben oder Tests, die bisher nur auf dem Papier verfügbar waren. So trägt die intelligente Software dazu bei, dass neue Assistenzsysteme sicher erprobt werden können.

Der realistische Eindruck des Fahrens – essentiell für valide Studien, aber auch für die Nutzerakzeptanz– wird dadurch komplettiert, dass der Fahrer die Simulation aus dem Inneren eines PKW steuern kann, der unmittelbar vor einer gewölbten Leinwand steht. Eine nahtlose Zylinderprojektion ermöglicht nicht nur die Darstellung der Wegstrecke im Blickfeld vor dem Fahrer, sondern auch die Sicht auf die simulierte Umgebung durch die Seitenfenster.

Das DFKI präsentiert OpenDS gemeinsam mit seinem Spin-Off-Unternehmen white_c, das Erweiterungen und Support für die Software anbietet.

Weitere Informationen
www.opends.eu
www.white-c.com

Kontakt
Dr. Christian Müller
Forschungsbereich Intelligente Benutzerschnittstellen
E-Mail: Christian.Mueller@dfki.de
Tel. +49 681 85775 5269

Stand-Koordinaten
CeBIT 2013, Halle 9, Stand F50

Pressekontakt auf der CeBIT 2013
Heike Leonhard, DFKI
Tel. +49 174 3076888
Email: Heike.Leonhard@dfki.de