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FB Bildverstehen und Mustererkennung

 

Movimos - Modulare Visuelle Suche

Digitalkameras haben ihre analogen Vorgänger nahezu abgelöst und die meisten Mobiltelefone besitzen eine integrierte hochauflösende Kamera. Diese Fülle und Vielfalt von Bilddaten schafft völlig neue Herausforderungen an die Nutzung, Verwaltung und Archivierung. Fotos sollen schnell gefunden oder nach inhaltlichen Kriterien gruppiert werden.
Geforscht wird auf dem Gebiet der inhaltsbasierte Bildsuche schon seit einigen Jahren, dennoch sind die Techniken heute nur vereinzelt in kommerzielle Anwendungen integriert und nicht für die allgemeine Nutzung verfügbar. MoViMoS schlägt die Brücke zwischen prototypischen Laborsystemen und kommerziellem Einsatz der inhaltsbasierten Bildsuche.
Kern von MoViMoS ist die Realisierung eines modularen, effizienten und skalierbaren Bild-Retrieval-Systems. Existierende Verfahren der inhaltsbasierten Bildsuche und neue Verfahren zur Merkmalsextraktion und zur effizienten ähnlichkeitsbasierten Bildsuche werden in Form einzelner Module integriert.
MoViMoS bietet unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten: Als touristisches Informationssystem kann es Reisende über fotografierte Sehenswürdigkeiten informieren: Die Anwender senden Fotos von ihrer Handykamera an das System und erhalten Informationen über den Bildinhalt zurück. MoViMoS kann als Basis für weitere Anwendungen mit mobilen Benutzerschnittstellen, aber auch die PC-basiert verwendet werden.
Seine Modularität erlaubt die Anpassung des MoViMoS-Systems an spezielle Anforderungen unterschiedlicher Problemstellungen. So kann nach Farben, Texturen oder Objekten gesucht werden und je nach Kombination der Module werden unterschiedliche Such-Ergebnisse erzielt.

Kontakt
Christian Schulze
Forschungsbereich Bildverstehen und Mustererkennung
E-Mail: Christian.Schulze@dfki.de
Tel. +49 0)631 20575-422

 

 

Bild-basierte Erkennung von Drucktechniken

Durch moderne Technologien der digitalen Bildverarbeitung und Reproduktion für Anwender ist es einfach, innerhalb kurzer Zeit auch mit handelsüblichen Tintenstrahl- oder Laserdruckern hochwertige gefälschte Dokumente zu erzeugen. Ein entscheidender Ansatz zur Identifizierung von Fälschungen ist daher die Erkennung ihres Entstehungsprozesses.
Die Unterscheidung zwischen lasergedruckten und photokopierten Dokumenten ist dabei eine wesentliche Herausforderung. Beide Druckprinzipien sind nahezu identisch; beide Techniken nutzen ein elektrostatisches Prinzip zur Übertragung des Toners. Nur durch das Einscannen beim Kopieren eines Dokumentes entstehen Unterschiede in der abgebildeten Kantenschärfe im Vergleich zum direkten Laserdruck, welche zur Analyse herangezogen werden können.
Deutlich stärker unterscheiden sich Ausdrucke von Tintenstrahl und Laserdruckern. Durch das Aufsprühen der Tinte beim Tintenstrahldruck entstehen u.a. winzige Spritzer in der Umgebung der gedruckten Objekte. Zusätzlich ist die erreichbare Kantenschärfe beim Tintenstrahlverfahren signifikant niedriger als beim Laserdruck.
Mit Methoden der digitalen Bildverarbeitung und Mustererkennung wurde ein Verfahren zur Unterscheidung der drei Druckklassen Laser, Tinte, Kopie entwickelt. Das eingescannte Dokument wird mittels DCT (Diskrete Kosinustransformation) in den Frequenzraum transformiert und die Darstellung als Grundlage zur Auswertung benutzt. Damit ist es möglich, die zugrunde liegenden Drucktechniken digitalisierter Dokumente bei einer geringen Scan-Auflösung von 400 dpi mit über 90%iger Genauigkeit voneinander zu unterscheiden.

 

Kontakt
Christian Schulze
Forschungsbereich Bildverstehen und Mustererkennung
E-Mail: Christian.Schulze@dfki.de
Tel. +49 0)631 20575-422