Institut für Wirtschaftsinformatik im DFKI
PIPE – Hybride Wertschöpfung im Maschinen- und Anlagebau
Im Projekt PIPE wird ein prozessorientiertes Informationssystem zur mobilen, internetbasierten Unterstützung des technischen Kundendienstes (TKD) im Maschinen- und Anlagenbau entwickelt. Über interaktive mobile Anwendungen wie z.B. auf einem PDA oder einem Notebook werden den Kundendienstmonteuren Serviceinformationen zu der Anlage an der sie arbeiten bereitgestellt. Neben statischen Informationen wie Texten, Bildern und Videos zählen hierzu auch interaktive Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die den Techniker durch den Serviceprozess führen. Im Mittelpunkt des Projekts steht der Lebenszyklus dieser prozessorientierten Serviceinformationen. Diese werden in Zusammenarbeit mit Anlagenherstellern, spezialisierten Dienstleistungsunternehmen und TKD-Anwendern entwickelt, bereit gestellt, genutzt und kontinuierlich verbessert. Zusammen mit der technischen Produktentwicklung und den TKD-Abteilungen wird die Vielzahl von Dienstleistungen, die um die Serviceinformationen angesiedelt ist, ganzheitlich betrachtet und behandelt. Dadurch werden die technischen Anlagen sowie die entsprechenden Dienstleistungen zu hybriden Produkten kombiniert, die von den Kundendienstorganisationen optimal genutzt werden können. Anhand realer Fallbeispiele aus dem Bereich Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik (SHK) wird das Potenzial des Systems veranschaulicht.
Konsortialführer des Projektes PIPE ist das Institut für Wirtschaftsinformatik (IWi) im DFKI. Zum PIPE-Konsortium gehören weiterhin: Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG, Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Hessen, DIN Deutsches Institut für Normung e.V., INTERACTIVE Software Solutions GmbH Saarbrücken, Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik der Universität Hamburg.
Auf der CeBIT 2009 zeigt das DFKI das mobile Anwendungssystem aus der aktuellen Entwicklungsphase.
Weitere Informationen
www.pipe-projekt.de
Kontakt
Thorsten Dollmann
Institut für Wirtschaftsinformatik (IWi) im DFKI
E-Mail: Thorsten.Dollmann@dfki.de
Tel.: +49 (681) 302-58300
SmartTruck – Intelligente Logistik im Güter- und Wirtschaftsverkehr
Das Projekt SmartTruck hat sich zum Ziel gesetzt, die Supply Chain im Güter- und Wirtschaftsverkehr speziell in Bezug auf die sog. „erste und letzte Meile“ – d.h. von der Abholung beim Versender bis ins Verteilzentrum bzw. vom Verteilzentrum bis zur Zustellung beim Empfänger – zu optimieren. Hierbei sollen Verbesserungspotenziale durch neue Technologien identifiziert und prototypisch umgesetzt werden.
Fahrzeug- und Telematik-Daten wie zum Beispiel Fahrzeugposition, Beladung und Staumeldungen, ermöglichen den Abgleich mit Systemen für Transportplanung und Disposition, um optimierte Alternativrouten berechnen und diese für den Fahrer visualisieren zu können. Zur Erfassung, Verarbeitung und Verteilung der relevanten Informationen werden verschiedene Technologien aus den Bereichen interaktive Routenplanung, RFID sowie Geo- und Telematik-Daten integriert.
Bei SmartTruck werden diese neuartigen Technologien sinnvoll zu einem transportunterstützenden System zusammengeführt. Dieses System wird in einem dreimonatigen Pilotversuch bei DHL Express Deutschland eingesetzt und in Berlin getestet werden.
Konsortialführer des Projektes ist die Deutsche Post World Net, Technology & Innovation Management. Weitere Partner sind das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das DFKI. Das DFKI verantwortet in diesem Projekt die Konzeption und Implementierung der zentralseitigen IT-Systeme zur Fahrzeugdisposition und –steuerung sowie deren Integration mit den Fahrzeugkomponenten. Darüber hinaus unterstützt es das Projekt von der Anforderungserhebung über die Konzeption der neuartigen Geschäftsprozesse und das Testmanagement bis hin zur Pilotierung.
Auf der CeBIT wird das DFKI einen Softwareprototypen vorstellen, der veranschaulicht, wie einzelne Geschäftsvorfälle für ein Logistik-Dispositionssystem von der SmartTruck-Software verarbeitet und an die jeweiligen Systemkomponenten weitergeleitet werden können.
Weitere Informationen
http://www.intelligente-logistik.org/projekte/smarttruck.html
http://www.dhl-innovation.de/de/projekte/smarttruck.php
Kontakt
Dr. Dirk Werth
Institut für Wirtschaftsinformatik (IWi) im DFKI
E-Mail: Dirk.Werth@iwi.dfki.de
Tel.: +49 (0) 681 302-5236
Commius – E-Mail-basierte kollaborative Geschäftsprozesse für KMU’s
E-Mails haben sich im Bereich kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) als zentrales Kommunikationsmedium etabliert. Obwohl Information und Kommunikation über das Medium E-Mail in hohem Maß unstrukturiert erfolgen, wird es dennoch häufig zur Koordination und Durchführung komplexer Geschäftsprozesse genutzt. Vor diesem Hintergrund verfolgt das europäische Projekt Commius (Community-Based Interoperability for SMEs) das Ziel, kollaborative Geschäftsprozesse möglichst einfach und benutzerfreundlich zu gestalten. Dazu werden diese in drei Interoperabilitäts-Ebenen unterteilt: technische, semantische und prozessuale Interoperabilität.
Hierzu verbindet sich das Commius System mit bereits existierenden E-Mail-Infrastrukturen (technische Interoperabilität) und reichert, basierend auf ihrem Inhalt (semantische Interoperabilität), ankommende E-Mails kontextsensitv mit Zusatzinformationen und Empfehlungen bzgl. weiterer Schritte innerhalb des Geschäftsprozesses an (prozessuale Interoperabilität). Art und Detaillierungsgrad dieser Zusatzinformationen können im Einzelnen durch Nutzung eines einfachen Customizing Tools auf das jeweilige Nutzerverhalten sowie die konkrete Anwendungsdomäne angepasst werden. Dieses Szenario wird im Rahmen der CeBIT anhand eines Prototypen präsentiert, der es dem Nutzer erlaubt, verschiedene Standardprozesse, wie beispielsweise die Bearbeitung einer eingehenden Bestellung, interaktiv abzuwickeln und anzupassen.
Da Commius insbesondere an den Bedürfnissen von KMU’s ausgerichtet ist, wird das System so entwickelt, dass möglichst geringe Einführungs- und laufende Kosten anfallen – dadurch wird sichergestellt, dass es für eine möglichst große Anzahl von Anwendern verfügbar ist. Dieser Grundgedanke wird durch den modularen Aufbau sowie den Open-Source-Gedanken des Projektes unterstützt.
Weitere Informationen
www.commius.eu
Kontakt
Thomas Burkhart
Institut für Wirtschaftsinformatik (IWi) im DFKI
E-Mail: Thomas.Burkhart@iwi.dfki.de
Tel.: +49 (0) 681 302-5082
EXPLAIN – Expertengestütztes Toolset zur entwicklungsbegleitenden Erstellung von Trainingsmedien im Product Life Cycle in Industrieunternehmen
Die Produktion digitaler Trainingsmedien für Aus- und Weiterbildungsprozesse in der Unternehmenspraxis ist ein komplexes und ressourcenintensives Problem. Trotz der gewachsenen Bedeutung von „eLearning“ und „technology-enhanced learning“ sind monetärer und personeller Aufwand für solche Eigenentwicklungen ein Hemmnis. Zur effizienten und effektiven Content-Entwicklung in Unternehmen fehlt es an einer Infrastruktur die einfach zu handhaben ist, mit den bildungsspezifischen Bedürfnissen wächst und eine bedarfsgerechte Unterstützung für die Umsetzung didaktischer und technologischer Anforderungen bereitstellt.
Eine derartige Infrastruktur wird mit der Web2.0-basierten „Authoring Management Platform EXPLAIN“ vorgestellt, deren Entwicklung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert wurde. Auf der CeBIT 2009 zeigen wir unter anderem, dass EXPLAIN sowohl für die Unterstützung operativer Content-Entwicklungsprozesse, als auch für das übergeordnete Content-Projektmanagement eingesetzt werden kann.
Weitere Anschauungsobjekte sind die intelligenten Mehrwertdienste zur Integration vorhandener Autorentools und verteilter Ressourcenpools, die aus Angeboten von in- und externen Content-Providern bestehen, die Bereitstellung eines didaktischen Assistenten zur Planung und Realisierung unterschiedlicher pädagogischer Szenarien, sowie Team Services zur projektinternen und unternehmensübergreifenden Kommunikation und Kollaboration.
Darüber hinaus wird die marktorientierte Weiterentwicklung der EXPLAIN-Plattform am Beispiel von Systemverbindungen zu handelsüblichen Autorentools (z. B. Dynamic Powertrainer) und Web2.0 Content-Handelsplattformen (z. B. SLIDESTAR) dargestellt. Damit wird zugleich der erfolgreiche Technologietransfer von anwendungsorientierten Forschungsprototypen hin zu marktreifen Produkten im Bereich des Authoring-Managements und der Content-Produktion deutlich.
Weitere Informationen
www.explain-project.de
Kontakt
Institut für Wirtschaftsinformatik (IWi) im Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI
Gunnar Martin
eMail: gunnar.martin@iwi.dfki.de
Tel.: +49 (0) 681 302-3644
