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FB Sichere Kognitive Systeme

 


Intelligente Assistenten für Rollstuhlfahrer

Auf Basis des Rollstuhls Xeno der Otto Bock Healthcare GmbH entwickelt und evaluiert das DFKI intelligente Assistenten zur Kompensation nachlassender physischer und kognitiver Fähigkeiten: der Sicherheitsassistent bremst rechtzeitig; der Fahrassistent weicht Hindernissen aus und erleichtert die Türdurchfahrt; der Navigationsassistent leitet den Weg oder fährt autonom; ein Kopf-Joystick und Dialog in gesprochener natürlicher Sprache erleichtern die Interaktion und schaffen neue und sichere Mobilität.
Der Navigationsassistent eröffnet neue Mobilität durch vollautomatisches Fahren auf bekannten Routen,  gegebenenfalls auch durch Zuschaltung bei Müdigkeit. Die Ausgrenzung von Gefahrenzonen Treppen, Stufen, Staßenbahnen erhöht die Verkehrssicherheit. Der Benutzer kann eine Zielposition auswählen, die der Rollstuhl dann selbstständig ansteuert, oder er gibt – ähnlich wie bei einem PKW-Navigationssystem – die notwendigen Fahranweisungen und steuert selbst. Während fest vorgegebene Routen die Kollisionsfreiheit mit der statischen Umgebung sicherstellen, garantiert sie der Sicherheitsassistent für dynamische Hindernisse, wie z.B. Passanten.
Die Interaktion über gesprochene natürliche Sprache oder einen berührungsempfindlichen Bildschirm bietet dem Rollstuhlfahrer natürliche Kanäle, um mit dem Rollstuhl zu kommunizieren, und ermöglicht es Nutzern, die aufgrund von motorischen oder kognitiven Störungen keinen Joystick bedienen können, dennoch einen elektrischen Rollstuhl zu lenken. Die Steuerung des Rollstuhls wird durch die Integration der oben genannten Assistenten unterstützt. Beim Navigationsassistenten erfolgt die Vereinbarung einer Route durch natürliche Sprache oder mittels Touchscreen. Im Fall von Missverständnissen oder Fehlinterpretationen generiert das System einen Klärungsdialog.
Die Assistenten wurden im Rahmen des EU-geförderten Projekts SHARE-it – Supported Human Autonomy for Recovery and Enhancement of cognitive and motor abilities using information technologies entwickelt, in dem das DFKI einer von acht Partnern ist. Projektlaufzeit ist von Anfang 2007 bis Ende 2009.
Die Interaktion über natürliche Sprache wurde im Teilprojekt I3 -[SharC ] innerhalb des Sonderforschungsbereichs SFB/TR 8 „Spatial Cognition“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft entwickelt. Ausgewählte Assistenten werden in dem gerade gestarteten Teilprojekt T1 – [Rolland] in Kooperation mit Otto Bock zu industriellen Prototypen weiterentwickelt.


Weitere Informationen
www.ist-shareit.eu
www.sfbtr8.uni-bremen.de

Kontakt
Dr. Thomas Röfer
Forschungsbereich Sichere Kognitive Systeme
E-Mail: Thomas.Roefer@dfki.de
Tel.: +49 (0)421 218-64200