Display as a Service - Ein Bild sagt mehr auf 1000 Displays

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Pixeltransport ohne Videokabel, ohne Grenzen und ohne Verzerrung. DaaS – Display as a Service - verwandelt eine unbegrenzte Anzahl von Einzelmonitoren in eine gigantische Bildschirmwand, in ein virtuelles Display.

Beliebig aufgelöste Bilder und beliebig auflösende Monitore agieren als Diensteanbieter in einem Netzwerk, stellen Pixel zur Verfügung oder machen sie sichtbar. DaaS sorgt für den Peer-to-Peer-Verbindungsaufbau zwischen allen beteiligten Quellen und Displays, für die Aufteilung des Videostroms und für die synchronisierte Echtzeit-Darstellung der Inhalte über alle Anzeigegeräte hinweg

Dabei spielt es keine Rolle, ob eine solche Wand aus einem gleichförmigen Raster z.B. aus LC-Displays besteht oder aus heterogenen, willkürlich zusammengesetzten Anzeigegeräten unterschiedlicher Auflösungen und Pixeldichten. Jedes Display in DaaS wird mit seiner absoluten räumlichen Position und Orientierung im System registriert, was es ermöglicht, Display-Kanten und potenzielle Lücken korrekt zu kompensieren und Bildinformationen ohne Verzerrungen über eine ganze Display-Wand hinweg anzuzeigen.

Das Projekt unter Leitung von DFKI-Researcher Alexander Löffler erforscht in der Arbeitsgruppe von Prof. Philipp Slusallek am DFKI und am Intel Visual Computing Institute die Möglichkeiten, Pixel statt über dedizierte Videokabelverbindungen über Standard-Netzwerke zu transportieren. DaaS nutzt sämtliche Vorteile einer geschalteten Netzwerkverbindung, um Pixel maximal flexibel von mehreren Quellen auf mehreren Displays darzustellen.

Die Verbindung zwischen einer Pixelquelle und einem Bildschirm, der diese Pixel anzeigen soll, erfolgte bislang meist über DVI- oder HDMI-Schnittstellen. Diese Kabel bieten lediglich eine starre Punkt-zu-Punkt-Verbindung. Nur über zusätzliche, sehr teure Spezialhardware ist die Verbindung mehrerer Quellen mit einem Bildschirm, einer Quelle mit mehreren Bildschirmen, oder einer Kombination aus beidem machbar.

DaaS nutzt einen service-orientierten Ansatz: sowohl Pixelquellen als auch Displays – einzelne oder zusammengesetzte – sind Diensteanbieter im Netzwerk, die Pixel zur Verfügung stellen bzw. diese verfügbaren Pixel auf einem Display darstellen. Dritte Parteien können nun als Nutzer dieser Dienste agieren und Pixelquellen frei auf Displays abbilden. DaaS sorgt im Hintergrund für einen Peer-to-Peer-Verbindungsaufbau zwischen allen beteiligten Quellen und Displays, für die Aufteilung der Bildinhalte entsprechend dem aktuellen Mapping und für die synchronisierte Darstellung der Inhalte über alle Anzeigegeräte hinweg.

“Ein Bildschirm benötigt aktuell nur noch ein kleines Stück Standard-PC-Hardware, um mit unserer Software Daten aus dem Netzwerk zu empfangen, zu verarbeiten und synchronisiert darzustellen”, erklärt Löffler. Gemeinsam mit Display-Herstellern versuchen die Saarbrücker Forscher auch diese letzte Übergangslösung zu ersetzen und DaaS direkt z.B. auf Fernsehern zu installieren. Diese sind mittlerweile nicht bloß Anzeigegeräte, sondern leistungsstarke Multimedia-Maschinen mit Prozessoren und Netzwerkschnittstellen und erfüllen damit prinzipiell alle Voraussetzungen, die DaaS braucht. Die Software benötigt dabei Zugriff zu den Programmierschnittstellen die auch Teile der Hardware, z.B. die Bildwiederholrate kontrollieren, was eine enge Zusammenarbeit mit den Hardware-Herstellern erfordert.

DaaS als generische Software-Lösung hat das Potenzial, hochspezialisierte Hardware zu ersetzen und den Display-Einsatz zu revolutionieren. Auf der CeBIT 2013 ist DaaS mit einer interaktiven heterogenen Display-Wand und einem dynamisch rekonfigurierbaren Display aus Tablet-Computern vertreten.

 

Weitere Informationen
www.daas.tv

 

Kontakt
Alexander Löffler
Forschungsbereich Agenten und Simulierte Realität
E-Mail: Alexander.Loeffler@dfki.de
Tel.: +49 681 85775 7743

 

Stand-Koordinaten
CeBIT 2013, Halle 9, Stand E50

 

Pressekontakt auf der CeBIT 2013
Heike Leonhard, DFKI
Tel. +49 174 3076888
Email: Heike.Leonhard@dfki.de