VISTRA - Natürliche Interaktion für das virtuelle Montagetraining

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Der Forschungsbereich Erweiterte Realität des DFKI in Kaiserslautern präsentiert auf der CeBIT 2013 den ersten Prototypen des VISTRA-Trainingssimulators, der es ermöglicht, durch intuitive, natürliche Gesten mit einer virtuellen Trainingsumgebung zu interagieren.

Der Simulator wurde im EU-Forschungsprojekt VISTRA (Virtual Simulation and Training of Assembly and Service Processes in Digital Factories) entwickelt. Ziel ist die Schaffung einer Plattform für den Transfer von Produkt- und Produktionsdaten in neuartige, virtuelle Trainingsanwendungen für manuelle Montageprozesse in der Automobilindustrie.

Neuartige Interaktionsgeräte und Algorithmen zur Gestenerkennung machen zusätzliche Eingabegeräte und eine Instrumentierung des Trainierenden verzichtbar. Mittels einfacher Gesten wie reales Greifen und Loslassen eines virtuellen Objekts, z.B. eines Werkzeugs, kann der Benutzer die komplexen Montagesequenzen eines Bauteils spielerisch trainieren und sich neues prozedurales Wissen aneignen.

Durch die VISTRA-Technologie soll es zukünftig möglich sein, die Anlaufplanung und insbesondere das Training der Mitarbeiter von manuellen oder teilautomatisierten Montagelinien deutlich früher als bislang beginnen zu können. Dazu werden existierende Produkt- und Produktionsdaten zu interaktiven, nutzergerechten Trainingsszenarien aufbereitet. Dieser neuartige Ansatz reduziert den Bedarf an teuren und aufwändigen Hardware-Trainingsprototypen und optimiert den Anlauf neuer Fertigungs- und Montageprozesse.

VISTRA setzt auf einen spielbasierten Lernansatz, der dem Benutzer prozedurales Montagewissen auf spielerische Art und Weise vermitteln soll. Zur Unterstützung des spielerischen Lernens ist eine starke Immersion des Spielenden von großem Nutzen. Die natürlichen Interaktionsmechanismen des VISTRA-Trainingssimulators tragen dazu bei, dass der Lernende in die virtuelle Welt regelrecht eintaucht.

Die Kombination eines realistischen Renderings der Bauteile (Abbildung 1), die Simulation der flexiblen Teile und eine motorische, dem eigentlichen Arbeitsschritt ähnelnde Interaktion (Abbildung 2) sollen die Effizienz des Lernprozesses zusätzlich steigern. Dazu entwickelt der Forschungsbereich Erweiterte Realität Interaktionskonzepte für das virtuelle Training, die eine intuitive und der Realität nachempfundene, natürliche Handhabung des Systems erlauben.

 

Projektinfo

VISTRA wird im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (Projektnummer ICT-285176) über eine Laufzeit von drei Jahren gefördert. Das Projekt vereint sieben Forschungs- und Industriepartner aus Dänemark, Deutschland, England und Schweden: DFKI, Fraunhofer IGD, Fraunhofer-Chalmers Center, University of Nottingham, Serious Games Interactive, VOLVO und OPEL.

 

Weitere Informationen

www.vistra-project.eu

 

Kontakt

Prof. Dr. Didier Stricker
Forschungsbereich Erweiterte Realität
E-Mail: Didier.Stricker@dfki.de
Tel.: +49 631 20575 3500

 

Markus Weber
Forschunsgbereich Erweiterte Realität
E-Mail: Markus.Weber@dfki.de
Tel.: +49 631 20575 3700


Stand-Koordinaten
CeBIT 2013, Halle 9, Stand F50

Pressekontakt auf der CeBIT 2013
Heike Leonhard, DFKI
Tel. +49 174 3076888
Email: Heike.Leonhard@dfki.de