Smart Table Cloth – Das intelligente Tischtuch

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Das millimeterdünne flexible Gewebe identifiziert bis zu acht Objekte anhand ihrer Form und ihres Gewichts.

 

In einigen Science-Fiction Szenarien nutzen Menschen bereits keine Computer mehr, eine Künstliche Intelligenz reagiert wie ein lebender Organismus adaptiv auf die jeweiligen Be-dürfnisse einer Person. In der Vision mancher Autoren reagieren Böden, Wände oder Tische auf die Berührung ihrer Oberfläche und wissen, was der Benutzer gerade macht, sie fühlen es wie organische Haut. Heute sind diese Technologien jedoch schon weit mehr als pure Imagination. Touchscreens sind bereits überall zu finden, beispielsweise auf iPads oder Smartphones. Die aktuellen Modelle sind aber lediglich zum Antippen eines Punktes der Oberfläche von Computermonitoren konzipiert, können aber detailliertere Informationen, wie die Form oder Kraft, die auf diesen Bereich wirkt, nicht unterscheiden.

Das Sensor-Pad der "Intelligenten Tischdecke" hingegen kann die Kraftverteilung messen, die auf die Oberfläche wirkt. Wenn Druck ausgeübt wird, ändert sich der elektrische Widerstand des leitfähigen Materials abhängig von der wirkenden Kraft. Dank der leichten, günstigen und flexiblen technischen Materialien kann die Technologie zum Beispiel unter einer Tischdecke genutzt werden. Das millimeterdünne flexible Gewebe identifiziert bis zu acht Objekte anhand ihrer Form und ihres Gewichts. Integrierte Drucksensoren erkennen nicht nur den Gegenstand, sondern registrieren auch Gewichtsveränderungen. Die Informationen werden über eine Google Glass-Datenbrille direkt in das Sichtfeld des Nutzers eingeblendet. Außerdem kann die Technologie sehr einfach in andere Stoffe eingearbeitet werden, beispielweise in Kleidung oder Materialien zur Möbelproduktion. Durch Aufzeichnung und Analyse der gesammelten Daten können so Bewegungsmuster erkannt oder Rückschlüsse auf Ernährungsgewohnheiten gezogen werden.

Das intelligente Tischtuch kann z.B. das Ernährungstagebuch ergänzen und den persönlichen Ernährungsplan unterstützen. Es kann Aufschluss darüber geben, wie viel Butter eine vierköpfige Familie am Abendbrottisch verbraucht oder ob genügend getrunken wurde. Diabetiker erhalten Hinweise über den zu erwartenden Blutzuckerspiegel nach dem Genuss bestimmter Lebensmittel.

Weitere Informationen
www.dfki.de/ei

Kontakt 
Forschungsbereich Eingebettete Intelligenz

Bo Zhou, M.Sc. B.Eng.
Email: Bo.Zhou@dfki.de
Tel.: +49 631 20575 1430

 

 

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Pressekontakt auf der CeBIT
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