KI-Spitzenforschung erleben – Das DFKI in Kaiserslautern öffnet die Türen an der „Nacht, die Wissen schafft“
Am Freitag, 9. November, öffnet das DFKI in Kaiserslautern wieder seine Türen für die diesjährige „Nacht, die Wissens schafft“. Mit unterhaltsamen Exponaten, vom digitalen Museumsführer bis zum cyber-physikalischen „Kopfballungeheuer“ heißt es nicht nur getreu dem diesjährigen Veranstaltungs-Motto „Kultur trifft Sport“. Im DFKI treffen die Besucherinnen und Besucher auf die faszinierende Welt der Künstlichen Intelligenz. Dabei werden neue Ansätze für sensorische Systeme präsentiert, gezeigt wie Emotionen dreidimensional visualisiert werden oder ein Einblick in die Fabrik der Zukunft gewährt. Weiterhin stehen kurzweilige Vorträge aus dem Forschungsbereich Erweiterte Realität und des erfolgreichen DFKI-Spin-Offs Insiders Technologies auf dem Programm. Beim „Science-Slam“ der FH Kaiserslautern stellen sich junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Kurzvorträgen dem Publikum, um auf verständliche und originelle Weise ihre Ideen zu präsentieren. Wir laden Sie herzlich ein das DFKI in dieser Nacht zu erleben!
Veranstaltungszeit: 19:00 - 24:00 Uhr
Exponate und Systemdemonstrationen:
- RADAR- Augmented City Kaiserslautern
Mit dem Social-Media-System lässt sich die „Nacht, die Wissen schafft“ wieder multimedial erleben. Mit einem Augmented-Reality-Browser auf Ihrem Smartphone können die Besucher sich durch die „Nacht“ navigieren und Informationen, Bilder, Videos, etc. zu den jeweiligen Veranstaltungen in der Nähe ihres Aufenthaltsort abrufen. www.radar-project.de
- Touch & Write – Informationen zum anfassen - mit neuen Applikationen
Analog schreiben, digital verstehen. Informationen zum Anfassen. Der i-Table lässt virtuelle Dokumente mit der realen Welt verschmelzen und verbindet Multitouch-Funktionen mit der Technologie digitaler Stifte. Auf einer interaktiven Projektionsfläche werden Dokumente wie Fotos, Textseiten oder CAD-Zeichnungen scheinbar real, indem die Benutzer nach ihnen greifen und auf multiple Weise mit ihnen interagieren können. Gezeigt werden unter anderem innovative Präsentationsprogramme, Video-Managing Apps und preisgekrönte Anwendungen für Radiologen. www.touchandwrite.de
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Magnetic Sensors – Magnetfeldbasierende Positionsbestimmung in geschlossenen Räumen
Zentimetergenaue Innenraumlokalisierung ist noch immer eine technische Herausforderung. Der System-Ansatz des Forschungsbereichs Eingebettete Intelligenz funktioniert auf der Basis von oszillierenden Magnetfeldern. So wird eine auf 30 cm genaue, dreidimensionale Lokalisierung von tragbaren Empfangsgeräten in Gebäuden ermöglicht. So lassen sich Position und Ausrichtung, beispielsweise von Geräten oder am Körper getragenen Sensoren erkennen.
- Capacitive Sensors – Erkennung von Körperaktivitäten durch kapazitive Sensorik
Ein innovativer Ansatz zur Erkennung von Körperaktivitäten: Sensoren aus kapazitivem Material werden als Arm- oder Halsband am Körper getragen oder können in Kleidung integriert werden. Sie nehmen die Regung der Haut wahr und erkennen daraus verschiedene Körperbewegungen. So können beispielsweise Handgesten, wie mit dem Finger „in die Luft geschriebene“ Zahlen und Buchstaben erkannt, oder über Schluckbewegungen die Art der aufgenommenen Nahrung bestimmt werden.
- FuturICT - Tool zum besseren Verständnis der Gesellschaft
Im Rahmen des europäischen Mega-Projekts beschäftigen sich Forschungsinstitute und wissenschaftliche Organisationen mit der Erforschung und dem Verständnis unserer zunehmend vernetzten und verknüpften Welt. Dabei sollen neue Modelle und Methoden angesichts des immer rasanteren Wandels von Gesellschaft und Technologie entstehen. Gezeigt werden verschiedene hierbei einfließende Ansätze neuer Informations- und -Kommunikationstechnologien.
- Crowd Management – macht Großveranstaltungen sicherer
Große Menschenansammlungen bergen Risiken. Die Sensorik eines Smartphones liefert den Ansatz für ein Verfahren, mit denen sich kritische Ausmaße erkennen und die Massen steuern lassen. Anhand einer App wird die Bewegung von Menschenmassen erfasst und Gefahrensituationen können durch direkte Interaktion vermieden werden. Eingesetzt wurde das System zuletzt bei den Olympischen Spielen 2012 in London. Crowd-Monitoring macht die Olympischen Spiele sicherer – Smartphone-App unterstützt die Sicherheitskräfte in London
- „B-Catch“ - visuelle Flugbahnberechnung mit Entertainmentcharakter
Das neue Kopfballungeheuer in Kaiserslautern? Wunderstürmer oder ausgefeilte Algorithmen aus der Echtzeitbildverarbeitung kombiniert mit moderner Robotik? Das Robotersystem aus dem DFKI-Forschungsbereich Cyber-Physical Systems in Bremen erfasst geworfene Bälle unter Eigenbewegung des Beobachters. Aus der bisherigen Flugbahn wird der weitere Weg berechnet und die Bälle werden reaktionsschnell zurückgeköpft.
- Kaiserslautern Emotional - 3-D Visualisierung von Emotionen im Stadtgebiet KL
Was fühlt man in Kaiserslautern? Wie wirkt die Stadt auf den Körper? Mit dieser Frage beschäftigt der Forschungsbereichs Erweiterte Realität in Kooperation mit dem Fachgebiet CPE der TU Kaiserslautern. Die experimentelle 3-D Visualisierung physiologischer Daten zeigt die objektiven Körperreaktionen auf unterschiedliche Ereignisse im Stadtgebiet. Neben den reinen Messwerten, wie Körpertemperatur, werden auch davon abgeleitete Werte, z.B. Stress, sowie persönliche Einschätzungen dargestellt.
- SmartFactoryKL - Die 4. Industrielle Revolution
Der DFKI-Forschungsbereich Innovative Fabriksysteme und die SmartFactoryKL demonstrieren die Fabrik der Zukunft. Grundlagen für die „4. Industrielle Revolution“ bieten die Anwendungen des „Internet der Dinge“ sowie der Einsatz eingebetteter Systeme im Fabrikumfeld. Ein realitätsnaher Systemprototyp mit drei Arbeitsstationen veranschaulicht einen vollautomatisierten Produktionsprozess. Dieser wird durch einen Handarbeitsplatz ergänzt, der den Menschen mittels Augmented Reality bei der Ausführung der manuellen Arbeitsschritte unterstützt. www.smartfactory-kl.de/
- OrcaM - 3D-Digitalisierung von Objekten
Mit dem Orbital Camera System – OrcaM – lassen sich reale Objekte in die virtuelle Welt überführen. Das Hard- und Softwaresystem erstellt automatisch dreidimensionale Rekonstruktionen von Gegenständen und macht diese, als qualitativ hochwertige Repräsentation in digitalen Medien wie dem Internet, Filmen, Bildern und Computerspielen verfügbar. Die geometrische Genauigkeit der Rekonstruktionen liegt im Submillimeter-Bereich, so dass die Rekonstruktionen auch für Forschungsfragen genutzt werden. http://av.dfki.de/projects_recent/orcam
- MuseumsGuide 2.0 – der digitale Museumsführer der weiß, was man sieht
In Kooperation mit dem Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern zeigt der Forschungsbereich Wissensmanagement den persönlichen digitalen Museumsführer, der weiß was man sieht. Mit Hilfe eines mobilen Eye-Trackers erkennt der Computer punktgenau wohin die Augen des Benutzers gerichtet sind. Eine zentrale Herausforderung dabei ist das Erkennen von Interesse, im Gegensatz zu nur flüchtiger Betrachtung. Über Kopfhörer erhält man entsprechende erläuternde Informationen zu den betrachteten Objekten. http://museum20.dfki.de/
Demonstrationen mit begrenzter Teilnehmerzahl (Meetingpoint im Foyer):
SmartFactoryKL - Die 4. Industrielle Revolution wird Realität
OrcaM – 3-D Digitalisierung von Objekten
MuseumsGuide 2.0 – Der Museumsführer weiß was man sieht
Vorträge:
- 20:00 – 20:20 Uhr
„3D Digitalisierung - Berührungsloses Vermessen und Scannen von Menschen, Objekten, Umgebungen"
Prof. Dr. Didier Stricker / Forschungsbereich Eingebettete Intelligenz / DFKI
- 21:00 – 21:20 Uhr „Computer lesen Geschäftspost – Vision oder schon Realität“
Werner Weiss / Geschäftsführer Insiders Technologies
- 22:00 - 23:00 Uhr „Science-Slam – mit einem Fuß im Unternehmen“
FH Kaiserslautern
Gäste:
FH Kaiserslautern - Multitouch-App
Insiders-Technologies
Energieagentur Rheinland-Pfalz
„Ruppert spielt“
Bewirtung:Speisen und Getränke im Foyer und im Außenbereich
Weitere Informationen:
Informationen der Stadt Kaiserslautern
Wir freuen uns auf ihren nächtlichen Besuch!

DFKI-Pressekontakt:
Unternehmenskommunikation
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH
Trippstadter Straße 122, 67663 Kaiserslautern
Tel.: 0631 / 205 75-1710
E-Mail: uk-kl@dfki.de
Internet: http://www.dfki.de
