Verteilte Organizational Memories

Unser langfristiges Ziel ist die Entwicklung eines individualisierten, automatischen Wissensassistenten für eine zukunftsorientierte Zusammenarbeit von Mensch und Maschine in allen Geschäftsprozessen.

Um Wissen dem Computer verständlich zu repräsentieren, betrachten wir Wissen als Einheit von Information und konkretem Anwendungsbezug. Organisationen sollen Wissen in einem dezentralen, verteilten Unternehmensgedächtnis (Organizational Memory) nutzen können. Ein solches Unternehmensgedächtnis ist das Herzstück lernender Unternehmen. Es enthält alle Komponenten, Daten, Informationen, Ereignisse, Funktionen und Konzepte einer Organisation und liefert die informationstechnische Grundlage, um vorhandenes Wissen gezielt abzurufen.

Im Vordergrund aktueller Forschungsprojekte steht die Entwicklung eines flexiblen Rahmenswerkes für ein dezentrales Organizational Memory. Über eine agentengestützte, intranetfähige Plattform kann eine Anfrage automatisch auf verschiedene, unterschiedlich strukturierte Einheiten des Organizational Memory verteilt werden.

Um Suchaufwand zu vermeiden, muss das Unternehmensgedächtnis in die Arbeit der Benutzer eingebunden sein und relevante Informationen automatisch anbieten. Dies ist nur unter Beachtung des Aufgabenkontextes möglich. Darüber hinaus kann das System die Vorteile maschineller Wissensverarbeitung nutzen und Teilaufgaben automatisch lösen, Lösungsvorschläge unterbreiten oder die des Benutzers überprüfen.


Ansprechpartner
Dr. Ansgar Bernardi
Dr. Heiko Maus