Bundespräsident Rau und Frau Rau besuchen das DFKI
HINTERGRUNDMATERIAL FÜR DIE PRESSE
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Am 26. August besuchen Bundespräsident Rau und Frau Rau zusammen mit Ministerpräsident Müller und seiner Gattin das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken. Anlass des Besuches ist die im November 2001 erfolgte Verleihung des Deutschen Zukunftspreises - Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation - an Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster, den Leiter des DFKI.
Prof. Wahlster erhielt den Deutschen Zukunftspreis 2001 für "Sprachverstehende Computer". Der Bundespräsident und seine Frau werden sich am DFKI vor Ort über den Fortschritt der Arbeiten, über neue Systeme und die aktuelle Forschung informieren. Ausgehend von den Leistungen, die zu dem Deutschen Zukunftspreis für Prof. Wahlster geführt haben, werden dem Bundespräsidenten die wirtschaftlichen Auswirkungen und Highlights aus den Fortsetzungsprojekten gezeigt.
Der Bundespräsident wird aktuelle Systeme für die Sprachbedienung im Auto und zur Sprachsteuerung von Haustechnik sehen. Er wird den Forschungsprototyp des BMBF-Projekts SmartKom erleben können, ein System, das gesprochene Sprache versteht, aber auch Zeigegesten und Mimik verarbeitet. Prof. Wahlster ist verantwortlich für die wissenschaftliche Gesamtprojektleitung von SmartKom (Laufzeit 1999 - 2003); er war aber auch der Leiter des BMBF-Verbundvorhabens Verbmobil (Laufzeit 1993 - 2000) mit dem Thema der multilingualen Verarbeitung von Spontansprache. Bisher haben ehemalige Verbmobil-Mitarbeiter insgesamt 8 Firmen gegründet und damit zur Schaffung von ca. 200 neuen Abeitsplätzen beigetragen.
Im Rahmen des Rundgangs stellt Prof. Wahlster dem Bundespräsidenten eine Reihe der Spin-off Firmen vor, die aus dem Verbmobil-Projekt hervorgegangen sind. Einige der Firmen erhalten die Gelegenheit dem Bundespräsidenten und seiner Frau Ergebnisse zu präsentieren, die nach Abschluss des Projektes Verbmobil zu marktreifen Produkten weiterentwickelt wurden. Lösungen werden vorgestellt für das maschinelle Dolmetschen über Telefon, Sprachtechnologie für die Beantwortung von Kundenemails, aber auch sprachverstehende Systeme, die einen natürlichen Dialog via Telefon ermöglichen und Informationen liefern z.B. über die aktuelle Situation in der Bundesliga.
Informationen zum Deutschen Zukunftspreis 2001 - Preis der Bundespräsidenten für Technik und Innovation - finden Sie unter: http://www.dfki.de/web/aktuelles/zukunftspreis_2001
Programm für den Besuch des Herrn Bundespräsidenten und von Frau Rau am DFKI Saarbrücken 26. August 2002, 14:45 - 18:00 Uhr
| Uhrzeit | Programmpunkt |
| 14:45 - 15:15 | Einlaß und Empfang der geladenen Gäste |
| 15:45 - 15:50 | Begrüßung des Bundespräsidenten am Stuhlsatzenhausweg |
| 15:50 - 15:55 | Kurzpräsentation: "Sprachbedienung im Auto", Dr. Wolfgang Minker, DaimlerChrysler |
| 15:55 - 16:00 | Kurzpräsentation: "Sprachgesteuerte Haustechnik", Reinhard Karger, DFKI |
| 16:00 | Eröffnung im Foyer des DFKI |
| 16:00 - 16:10 | "Der Weg zum Sprachverstehenden Computer", Prof. W. Wahlster |
| 16:10 - 16:25 | Verbmobil und Verbmobil Produkt Spin-off PlainBabel: "Maschinelles Dolmetschen über Telefon", Reinhard Karger, Hassan Sawaf (Verbmobil-Mitarbeiter, Geschäftsführer des Firmen Spin-offs Aixplain) |
| 16:25 - 16:35 | Verbmobil Produkt-Spin-off: SympaSoccer: "Fussballergebnisse der Ersten Bundesliga über Telefon", Dr. Elmar Nöth (Verbmobil-Mitarbeiter, Gründungsgesellschafter des Firmen Spin-offs Sympalog) |
| 16:35 - 16:45 | Verbmobil Produkt-Spin-off: MailMinder: "Sprachtechnologie für Email Response Management", Dr. Klaus Netter (Verbmobil-Mitarbeiter, Geschäftsführer des Firmen Spin-offs XtraMind) |
| 16:45 - 16:50 | "Neueste Forschungsergebnisse", Prof. W. Wahlster |
| 16:50 - 17:00 | SmartKom: "Multimodale Mensch-Technik-Interaktion", Dr. Anselm Blocher (Projektmanagement SmartKom, DFKI) |
| 17:00 - 17:10 | "Neue Arbeitsplätze durch Sprachtechnologie", Geschäftsführer von Verbmobil Firmen-Spin-offs berichten dem Bundespräsidenten: Hassan Sawaf (Aixplain), Dr. Elmar Nöth , Peter Weierich (Sympalog), Dr. Anke Holler (Temis Group), Dr. Klaus Netter (Xtramind), Prof. Manfred Pinkal (CLT), Dr. Hans Weber (PlanBusiness GSDC), Andreas Klüter (Sonicson) |
| 17:10 - 17:15 | Verabschiedung des Bundespräsidenten |
| 17:15 - 18:00 | Informeller Teil |
Hintergrundmaterial
zu den einzelnen Punkten des Programms für Bundespräsident Rau und Frau
Rau
Programmpunkt:
Sprachbedienung im Auto
Dr. Wolfgang Minker,
DaimlerChrysler, präsentiert Sprachtechnologie im Kfz aus dem Umfeld des
BMBF-Projekts SmartKom. Die sprachgesteuerte Navigation bzw. Zieleingabe dient
der Fahrerunterstützung und erlaubt eine sichere Eingabe des gewünschten
Zielortes auch während der Fahrt. Durch Einsatz von Sprachtechnologie wird die
Ablenkung des Fahrers minimiert, da er nicht auf eine grafische Bedienoberfläche
angewiesen ist. Neben dem Navigationssystem sind auch das Anrufen per Sprachwahl
und die Steuerung der Infotainmentkomponenten im fahrenden Wagen
möglich.
Vor dem
DFKI-Haupteingang parkt ein Mercedes-Benz S-Klasse 430, der mit den neuesten
sprachtechnologischen Komponenten von DaimlerChrysler ausgestattet ist. Dr.
Minker zeigt dem Bundespräsidenten im parkenden Fahrzeug ein System für die
Zieleingabe mit gesprochener Sprache.
Programmpunkt:
Sprachgesteuerte Haustechnik
Die Kurzpräsentation
der sprachgesteuerten Haustechnik via Telefon (Firma Insors http://www.insors.de/, Produkt Easy by Voice)
steht im Kontext des Deutschen Demonstrationszentrums für Sprachtechnologie, das
im DFKI beheimatet ist. Reinhard Karger zeigt die Ansteuerung der Fontäne via
Telefon unmittelbar vor bzw. neben dem Haupteingang des DFKI.
Das
Demonstrationszentrum für Sprachtechnologie entsteht im Rahmen des BMBF-Projekts
Collate und präsentiert Forschungsresultate und kommerzielle Produkte aus den
wichtigsten Bereichen der Sprachtechnologie für die interessierte
Öffentlichkeit, die Presse und die Industrie. Sprachtechnologie beschäftigt sich
mit der maschinellen Verarbeitung von natürlicher Sprache beispielsweise mit
hörenden und sprechenden Systemen, die den Benutzer verstehen, Texte übersetzen,
informieren, Kinokarten reservieren oder Sprachsteuerung von Haustechnik bzw.
Geräten der Unterhaltungsindustrie erlauben.
Reinhard Karger, M.A.
ist seit 1993 Mitarbeiter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche
Intelligenz (DFKI) GmbH und war Projektmanager des BMBF-Verbundvorhabens
Verbmobil (Laufzeit 1993 - 2000). Seit 2000 ist er Leiter
Unternehmenskommunikation des DFKI und ab 2001 Leiter des Deutschen
Demonstrationszentrums für Sprachtechnologie im DFKI (http://www.lt-cc.org)
Programmpunkt:
Verbmobil: Maschinelles Dolmetschen über Telefon
Verbmobil wird in
unterschiedlichen Ausprägungen in das Programm einbezogen. Exemplarisch wird die
Verarbeitung eines Satzes durch das Verbmobil-System gezeigt. Verbmobil war ein
langfristig angelegtes, interdisziplinäres BMBF-Leitprojekt im Bereich der
Sprachtechnologie. Das Verbmobil-System erkennt gesprochene Spontansprache,
analysiert die Eingabe, übersetzt sie in eine Fremdsprache, erzeugt einen Satz
und spricht ihn aus. Für ausgewählte Themenbereiche (z.B. Terminverhandlung,
Reiseplanung, Fernwartung) kann Verbmobil Übersetzungshilfe in
Gesprächssituationen mit ausländischen Partnern leisten. Das Verbundvorhaben, in
dem Unternehmen der Informationstechnologie, Universitäten und Forschungszentren
kooperieren, wurde vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung
und Technologie (BMBF) in zwei Phasen (Laufzeit Phase 1: 1993-1996; Phase 2:
1997 - 2000) gefördert. Nachdem in der ersten Phase Terminverhandlungsdialoge
zwischen einem deutschen und japanischen Geschäftspartner mit Englisch als
Zwischensprache verarbeitet wurden, standen in der zweiten Phase von Verbmobil
die robuste und bidirektionale Übersetzung spontansprachlicher Dialoge aus den
Domänen Reiseplanung und Hotelreservierung für die Sprachpaare Deutsch-Englisch
(ca. 10.000 Wörter) und Deutsch-Japanisch (ca. 2.500 Wörter) im Vordergrund. (http://verbmobil.dfki.de)
Life-Demonstration
Verbmobil Produkt Spin-off PlainBabel, Dipl.-Inform. Hassan Sawaf (Aixplain):
PlainBabel ist eine Implementierung des maschinellen Dolmetschens über Telefon
als Ergebnis des Verbundvorhabens Verbmobil. Realisiert wurde PlainBabel durch
Aixplain, ein Verbmobil Spin-off der RWTH Aachen. Hassan Sawaf, Geschäftsführer
von Aixplain, demonstriert die Übersetzung via Telefon mit dem Thema
Hotelreservierung, Reiseplanung. Weitere Informationen zu Dipl.-Inform Sawaf und
der Firma Aixplain weiter unten.
Programmpunkt:
SympaSoccer - Fußballergebnisse der Ersten Bundesliga über
Telefon
Life-Demonstration
SympaSoccer: Dr. Elmar Nöth, Verbmobil Spin-off Sympalog, präsentiert das
Telefondialogsystem SympaSoccer. Dieses System ermöglicht einen natürlichen
gesprochenen Dialog zur Abfrage von Ergebnissen der ersten Bundesliga via
Telefon. Aktuelle Informationen über Spielergebnisse und Tabellensituation der
dann laufenden Bundesligasaison werden in einem natürlichen Dialog abgefragt.
Weitere Informationen zu Dr. Nöth und der Firma Sympalog weiter
unten.
Programmpunkt:
XtraMind: Sprachtechnologie für das Email Response Management
Life-Demonstration
Mailminder: Dr. Klaus Netter, Verbmobil Spin-off XtraMind, demonstriert den
MailMinder, der die Bearbeitung von Kundenemails in Servicecentern unterstützt.
Eingehende Kundenemails werden analysiert, klassifiziert und an Mitarbeiter
weitergeleitet, die spezifische Fragen bzw. Problemfälle bearbeiten. Das System
erzeugt automatisch einen Antwortvorschlag, dessen Angemessenheit von dem
Mitarbeiter überprüft wird. Die Emailbearbeitung wird mit dem MailMinder
beschleunigt. Durch die Verwendung von automatisch erzeugten Antwortvorschlägen
in Kombination mit der Kontrolle durch den Servicecenter-Mitarbeiter sind die
Antworten konsistent und mit gleichbleibender Qualität. Weitere Informationen zu
Dr. Netter und der Firma XtraMind weiter unten.
Programmpunkt:
SmartKom: Dialogische Mensch-Technik-Interaktion
Dr. Anselm Blocher
(Projektmanagement SmartKom), DFKI, demonstriert das aktuelle SmartKom-System,
das die Erkennung von gesprochener Sprache kombiniert mit der Verarbeitung von
Zeigegesten und Mimikerkennung. Das System realsiert beispielhaft eine
dialogische Schnittstelle zu Technik (Kinoreservierung, TV-Information,
Ansteuerung von Unterhaltungselektronik). Im BMBF Leitprojekt SmartKom werden
Konzepte für die Entwicklung völlig neuartiger Formen der
Mensch-Technik-Interaktion erprobt. Diese Konzepte werden die bestehenden
Hemmschwellen von Computerlaien bei der Nutzung der Informationstechnologie
abbauen und so einen Beitrag zur Nutzerfreundlichkeit und Nutzerzentrierung der
Technik in der Wissensgesellschaft liefern. Das Ziel von SmartKom ist die
Erforschung und Entwicklung einer selbsterklärenden, benutzeradaptiven
Schnittstelle für die Interaktion von Mensch und Technik im
Dialog.
Die Vorteile
sprachlich dialogischer Kommunikation sollen verschmelzen mit den Vorteilen
graphischer Bedienoberflächen und gestisch mimischen Ausdrucks. Das Ergebnis
wird eine höherwertige Benutzerschnittstelle sein, die die natürlichen
menschlichen Sinne in größerem Umfang als bisher berücksichtigt. SmartKom stellt
damit einen wichtigen Schritt zur Entwicklung einer auf den Menschen
zugeschnittenen Informationstechnologie dar. Die wissenschaftliche
Gesamtprojektleitung von SmartKom liegt in den Händen von Prof. Wahlster (http://www.smartkom.org/).
Programmpunkt:
Neue Arbeitsplätze durch Sprachtechnologie
Bei dem Besuch des
Bundespräsidenten möchten wir neben den aktuellsten Arbeiten die enge und
erfolgreiche Verknüpfung von Forschung und Existenzgründung beispielhaft
aufzeigen. Eingeladen wurden Geschäftsführer und Gründungsgesellschafter von
Verbmobil Spin-off Firmen, die Lösungen präsentieren, die auf dem Verbmobil
Know-how basieren. Durch die Ausgründungen wurden alleine bei diesen Firmen ca.
150 Arbeitsplätze neu geschaffen. Das DFKI hat insgesamt bereits zu 17
Firmenneugründungen und 600 zusätzlichen Hightech-Arbeitsplätzen
beigetragen.
Auswahl von
Verbmobil Spin-off Firmen
Aixplain
Dipl.-Inform Hassan
Sawaf war Verbmobil Mitarbeiter für die RWTH Aachen. Nach dem erfolgreichen
Abschluß von Verbmobil gründete er zusammen mit Partnern die Firma Aixplain in
Aachen, die er heute als Geschäftsführer leitet. Im Rahmen von Verbmobil
arbeitete Herr Sawaf in den Bereichen Spracherkennung und statistische Verfahren
für die maschinelle Übersetzung.
Aixplain (Aachen) ,
Ansprechpartner: Dipl.-Inform Hassan Sawaf
Tel.: 0241 - 18927-0,
Mail: h.sawaf@aixplain.de, http://www.aixplain.de
Thema: Spracherkenung
und maschinelle Übersetzung für mobile Anwendungen mit sehr grossem
Wortschatz
Sonicson
Dipl.-Inform. Andreas
Klüter ist Geschäftsführer des DFKI Spin-offs Sonicson. Herr Klüter war zum
Abschluß des Verbundvorhabens Verbmobil der Leiter der
Systemintegrations-Gruppe, deren Verantwortung es war die Module der über 20
Partner zu einem System zu integrieren. Das Sonicson Produkt Beagle verbindet
Intelligente Audioanalyse mit Sprachtechnologie. Sonicson kooperiert mit Prof.
Brandenburg (Fraunhofer Institut Ilmenau), dem Erfinder von MP3, der im Jahr
2000 den Zukunftspreis des deutschen Bundespräsidenten erhielt.
Sonicson
(Kaiserslautern), Ansprechpartner: Dipl.-Inform. Andreas Klüter
Tel.:0631 - 303 2811,
Mail: Andreas.Klueter@sonicson.com, http://www.sonicson.com
Thema:
Benutzerfreundliche Musiksuche im Internet durch intelligente Audioanalyse und
natürlichsprachliche Anfrage
Sympalog
Dr. Elmar Nöth und
Dipl.-Inform. Peter Weierich sind Gründungsgesellschafter der Firma Sympalog,
die im Jahr 2000 als Spin-off des Verbmobil-Partners Univ. Erlangen-Nürnberg
gegründet wurde. Ziel sind Telefondialogsysteme, die "ganz normal" mit Anrufern
sprechen, die reagieren und auf den Benutzer eingehen. Die Anwendung SympaSoccer
bietet aktuelle Bundesligaergebnisse der ersten Liga. Sympalog erhielt im Jahr
2001 den IT-Preis der Europäischen Kommission.
SYMPALOG Speech
Technologies (Erlangen), Ansprechpartner: Peter Weierich
Tel.: 09131 - 61
661-10, Mail: weierich@sympalog.de, http://www.sympalog.de
Thema:
Telefondialogsysteme für Informations- und Transaktionsangebote, Voice Portale,
First-Level-Support in Call-Centern.
Xtramind
Dr. Klaus Netter
arbeitete bereits in den 80ger Jahren in großen europäischen Projekten an dem
Thema Maschinelles Sprachverstehen (Eurotra). Seit der Eröffnung des DFKI war er
leitender Mitarbeiter im Forschungsbereich Sprachtechnologie. Im
Verbmobil-Projekt war er involviert in die Entwicklungen zur "tiefen
Verarbeitung", den Modulen des Verbmobil-Systems, die linguistische Verfahren
für den Verstehensprozeß einsetzen und deshalb mehrdeutige Eingaben verarbeiten
können. Dr. Netter gründete im Jahr 2000 das DFKI Spin-off
XtraMind.
XtraMind Technologies
(Saarbrücken), Ansprechpartner: Dr. Klaus Netter
Tel.: 0681 - 302
5100, Mail: netter@xtramind.com, http://www.xtramind.com
Thema:
Sprachverstehen und Künstliche Intelligenz für Kommunikations- und
Informationsmanagement. Integrierte Systeme für automatisierte Emailbearbeitung
im Servicecenter.
CLT
Sprachtechnologie
Prof. Dr. Manfred
Pinkal beschäftigt sich seit über zwei Jahrzehnten mit Computerlinguisitk und
Fragen des Sprachverstehens. Seit 1990 hat er einen C4-Lehrstuhl für
Computerlinguistik an der Universität des Saarlandes inne. Prof. Pinkal war
bereits bei den Vorarbeiten für das Verbmobil-Projekt integriert. Prof. Pinkal
gründete mit Mitarbeitern im Jahr 2000 die Firma CLT; im gleichen Jahr erhielt
Prof. Pinkal den Leibniz Preis der DFG für seine herausragenden Leistungen im
Bereich Sprachtechnologie.
CLT Sprachtechnologie
GmbH (Saarbrücken), Ansprechpartner: Prof. Dr. Manfred Pinkal
Tel.: 302 4343, Mail:
pinkal@coli.uni-sb.de, http://www.clt-st.de
Thema:
Sprachtechnologische Werkzeuge und Verfahren für Wörterbucharbeit. Dialogsysteme
als Assistenten für natürlichsprachlichen
Informationszugriff.
Temis
Group
Dr. Anke Holler
arbeitete zusammen mit Stefan Geissler, Gründungsgesellschafter von Temis, in
der Phase 1 von Verbmobil bei dem Industriepartner IBM. Sie war dort in die
Implementierung der deutschen Verbmobil-Basisgrammtik und den Aufbau des
Lexikons involviert. Temis entwickelt Lösungen für die automatische
Erschliessung von Wissen in technischen Dokumenten oder Branchennachrichten.
Typische Anwendungsgebiete sind das Customer Relationship Management (CRM), das
Wissens- und Dokumentenmanagement, die Markt- und Mitbewerberbeobachtung und die
Personalentwicklung.
Temis (Paris,
Heidelberg), Ansprechpartnerin: Dr. Anke Holler
Tel.: 06221 13753-13,
Mail: anke.holler@temis-group.com,
http://www.temis-group.com/
Thema: Textmining und
flache linguistische Verfahren für Customer Relationship Management (CRM) und
Mobile Solutions
Plan Business
GSDC
Dr. Hans Weber
arbeitete bereits in ASL (Architecture of Speech Language Systems) - dem
Vorgängerprojekt von Verbmobil - an Fragen der Architektur integrierter Parser
für gesprochene Sprache. In Verbmobil Phase 2 beschäftigte er sich beim
Verbmobil-Forschungspartner Universität Erlangen erfolgreich mit der
automatischen Erkennung und Verarbeitung von Selbstkorrektueren des Sprechers.
Noch während der Laufzeit von Verbmobil gründete Dr. Weber die Firma GSDC, die
im Jahr 2001 von der Hamburger PlanBusiness übernommen wurde.
Plan Business GSDC
(Nürnberg / Hamburg), Ansprechpartner. Dr. Hans Weber
Tel.: 0911- 59777
-10, Mail: hans.weber@planbusiness.de, http://www.gsdc.de/
Thema:
Klassifikation, Strukturierung, Veredelung und Management von Katalogen und
Inhalten in der Datenfabrik - intelligentes Outsourcing von kompletten
Contentprozessen
DFKI
Kurzdarstellung:
Das Deutsche
Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI GmbH) mit Sitz in
Kaiserslautern und Saarbrücken ist auf dem Gebiet innovativer
Software-Technologien die führende wirtschaftsnahe Auftragsforschungseinrichtung
in Deutschland. Das DFKI ist integriert in 8 europäische "Networks of
Excellence". In der internationalen Wissenschaftswelt zählt das DFKI zu den
weltweit wichtigsten "Centers of Excellence", dem es gelungen ist,
Spitzenforschung rasch in praxisrelevante Anwendungslösungen umzusetzen. 1988
von namhaften deutschen Unternehmen der Informationstechnik und zwei
Großforschungseinrichtungen als gemeinnützige GmbH gegründet, hat sich die DFKI
GmbH inzwischen durch ihre proaktive und bedarfsorientierte Projektarbeit
national und international den Ruf eines kompetenten und zuverlässigen Partners
für Innovationen in der Wirtschaft erworben. DFKI-Projekte decken das gesamte
Spektrum von der anwendungsorientierten Grundlagenforschung bis zur markt- und
kundenorientierten Entwicklung von Produktfunktionen ab. Der Gesellschafterkreis
des DFKI zu dem u. a. DaimlerChrysler, SAP und IDS Scheer gehören, unterstreicht
die hohe Attraktivität des DFKI-Leistungsangebots. Dies belegt auch der Beitritt
der Dresdner Bank in den Gesellschafterkreis im Dezember 2000.
Das Bundesministerium
für Bildung und Forschung (BMBF) lobt das DFKI-Modell einer erfolgreichen und
nachhaltigen Public-Private-Partnership. Das BMBF kündigte an, dass man es als
Vorbild für die Entscheidung über zukünftige Strukturen der Forschungsförderung
nutzen wolle. Für das DFKI wurden vom BMBF von 1988 bis einschließlich 2001
insgesamt 75,7 Mio Euro an Projektfördersmitteln bereitgestellt. Die Länder
Saarland und Rheinland-Pfalz förderten
das DFKI im gleichen
Zeitraum mit 16,5 Mio Euro.
Mit 17 Spin-off
Firmen, die ehemalige DFKI-Mitarbeiter gegründet haben, hat das DFKI zur
Schaffung von ca. 600 neuen Arbeitsplätzen beigetragen.
Die Projekte am DFKI
gliedern sich in fünf Forschungsbereiche:
- Wissensmanagement
(Leitung: Prof. Dr. Andreas Dengel)
- Intelligente
Visualisierungs- und Simulationssysteme (Leitung: Prof. Dr. Hans
Hagen)
- Deduktions- und
Multiagentensysteme (Leitung: Prof. Dr. Jörg Siekmann)
- Sprachtechnologie
(Leitung: Prof. Dr. Hans Uszkoreit)
- Intelligente
Benutzerschnittstellen (Leitung: Prof. Dr. Wolfgang
Wahlster)
Seit Anfang 2002 ist
außerdem das Institut für Wirtschaftsinformatik (IWi) (Leitung: Prof.
August-Wilhelm Scheer) im DFKI eingebunden.
Zur Zeit beschäftigt
die DFKI GmbH etwa 180 Angestellte, davon 145 wissenschaftliche Mitarbeiter.
Hinzu kommen noch rund 140 studentische Hilfskräfte als Teilzeitkräfte. Im Jahr
2001 wurde ein Volumen von rund 16 Mio. Euro im Rahmen praxisorientierter
Auftragsforschung erzielt.
Alle Arbeiten sind in
der Form zeitlich befristeter und klar fokussierter Projekte mit Festpreisen
organisiert, die u. a. zu patentierten Lösungen und Produktfunktionen führen.
Eine unabhängige Gutachtergruppe namhafter internationaler Experten evaluiert
zweimal im Jahr den Projektfortschritt am DFKI.
Kontakt:
Reinhard Karger, M.A.,
Leiter Unternehmenskommunikation
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche
Intelligenz (DFKI) GmbH
Stuhlsatzenhausweg 3, Geb. 43.8
D- 66123
Saarbrücken
Tel.: 0681 302 5253, Fax: 0681 302 5341
E-Mail: reinhard.karger@dfki.de
Weitere Informationen finden Sie unter:
Internet: http://www.dfki.de
