Bundespräsident Rau und Frau Rau besuchen das DFKI

HINTERGRUNDMATERIAL FÜR DIE PRESSE




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Am 26. August besuchen Bundespräsident Rau und Frau Rau zusammen mit Ministerpräsident Müller und seiner Gattin das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken. Anlass des Besuches ist die im November 2001 erfolgte Verleihung des Deutschen Zukunftspreises - Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation - an Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Wolfgang Wahlster, den Leiter des DFKI.

Prof. Wahlster erhielt den Deutschen Zukunftspreis 2001 für "Sprachverstehende Computer". Der Bundespräsident und seine Frau werden sich am DFKI vor Ort über den Fortschritt der Arbeiten, über neue Systeme und die aktuelle Forschung informieren. Ausgehend von den Leistungen, die zu dem Deutschen Zukunftspreis für Prof. Wahlster geführt haben, werden dem Bundespräsidenten die wirtschaftlichen Auswirkungen und Highlights aus den Fortsetzungsprojekten gezeigt.

Der Bundespräsident wird aktuelle Systeme für die Sprachbedienung im Auto und zur Sprachsteuerung von Haustechnik sehen. Er wird den Forschungsprototyp des BMBF-Projekts SmartKom erleben können, ein System, das gesprochene Sprache versteht, aber auch Zeigegesten und Mimik verarbeitet. Prof. Wahlster ist verantwortlich für die wissenschaftliche Gesamtprojektleitung von SmartKom (Laufzeit 1999 - 2003); er war aber auch der Leiter des BMBF-Verbundvorhabens Verbmobil (Laufzeit 1993 - 2000) mit dem Thema der multilingualen Verarbeitung von Spontansprache. Bisher haben ehemalige Verbmobil-Mitarbeiter insgesamt 8 Firmen gegründet und damit zur Schaffung von ca. 200 neuen Abeitsplätzen beigetragen.

Im Rahmen des Rundgangs stellt Prof. Wahlster dem Bundespräsidenten eine Reihe der Spin-off Firmen vor, die aus dem Verbmobil-Projekt hervorgegangen sind. Einige der Firmen erhalten die Gelegenheit dem Bundespräsidenten und seiner Frau Ergebnisse zu präsentieren, die nach Abschluss des Projektes Verbmobil zu marktreifen Produkten weiterentwickelt wurden. Lösungen werden vorgestellt für das maschinelle Dolmetschen über Telefon, Sprachtechnologie für die Beantwortung von Kundenemails, aber auch sprachverstehende Systeme, die einen natürlichen Dialog via Telefon ermöglichen und Informationen liefern z.B. über die aktuelle Situation in der Bundesliga.

Informationen zum Deutschen Zukunftspreis 2001 - Preis der Bundespräsidenten für Technik und Innovation - finden Sie unter: http://www.dfki.de/web/aktuelles/zukunftspreis_2001

Programm für den Besuch des Herrn Bundespräsidenten und von Frau Rau am DFKI Saarbrücken 26. August 2002, 14:45 - 18:00 Uhr

 
Uhrzeit Programmpunkt
14:45 - 15:15 Einlaß und Empfang der geladenen Gäste
15:45 - 15:50 Begrüßung des Bundespräsidenten am Stuhlsatzenhausweg
15:50 - 15:55 Kurzpräsentation: "Sprachbedienung im Auto", Dr. Wolfgang Minker, DaimlerChrysler
15:55 - 16:00 Kurzpräsentation: "Sprachgesteuerte Haustechnik", Reinhard Karger, DFKI
16:00 Eröffnung im Foyer des DFKI
16:00 - 16:10 "Der Weg zum Sprachverstehenden Computer", Prof. W. Wahlster
16:10 - 16:25 Verbmobil und Verbmobil Produkt Spin-off PlainBabel: "Maschinelles Dolmetschen über Telefon", Reinhard Karger, Hassan Sawaf (Verbmobil-Mitarbeiter, Geschäftsführer des Firmen Spin-offs Aixplain)
16:25 - 16:35 Verbmobil Produkt-Spin-off: SympaSoccer: "Fussballergebnisse der Ersten Bundesliga über Telefon", Dr. Elmar Nöth (Verbmobil-Mitarbeiter, Gründungsgesellschafter des Firmen Spin-offs Sympalog)
16:35 - 16:45 Verbmobil Produkt-Spin-off: MailMinder: "Sprachtechnologie für Email Response Management", Dr. Klaus Netter (Verbmobil-Mitarbeiter, Geschäftsführer des Firmen Spin-offs XtraMind)
16:45 - 16:50 "Neueste Forschungsergebnisse", Prof. W. Wahlster
16:50 - 17:00 SmartKom: "Multimodale Mensch-Technik-Interaktion", Dr. Anselm Blocher (Projektmanagement SmartKom, DFKI)
17:00 - 17:10 "Neue Arbeitsplätze durch Sprachtechnologie", Geschäftsführer von Verbmobil Firmen-Spin-offs berichten dem Bundespräsidenten: Hassan Sawaf (Aixplain), Dr. Elmar Nöth , Peter Weierich (Sympalog), Dr. Anke Holler (Temis Group), Dr. Klaus Netter (Xtramind), Prof. Manfred Pinkal (CLT), Dr. Hans Weber (PlanBusiness GSDC), Andreas Klüter (Sonicson)
17:10 - 17:15 Verabschiedung des Bundespräsidenten
17:15 - 18:00 Informeller Teil


Hintergrundmaterial zu den einzelnen Punkten des Programms für Bundespräsident Rau und Frau Rau

Programmpunkt: Sprachbedienung im Auto

Dr. Wolfgang Minker, DaimlerChrysler, präsentiert Sprachtechnologie im Kfz aus dem Umfeld des BMBF-Projekts SmartKom. Die sprachgesteuerte Navigation bzw. Zieleingabe dient der Fahrerunterstützung und erlaubt eine sichere Eingabe des gewünschten Zielortes auch während der Fahrt. Durch Einsatz von Sprachtechnologie wird die Ablenkung des Fahrers minimiert, da er nicht auf eine grafische Bedienoberfläche angewiesen ist. Neben dem Navigationssystem sind auch das Anrufen per Sprachwahl und die Steuerung der Infotainmentkomponenten im fahrenden Wagen möglich.

Vor dem DFKI-Haupteingang parkt ein Mercedes-Benz S-Klasse 430, der mit den neuesten sprachtechnologischen Komponenten von DaimlerChrysler ausgestattet ist. Dr. Minker zeigt dem Bundespräsidenten im parkenden Fahrzeug ein System für die Zieleingabe mit gesprochener Sprache.

Programmpunkt: Sprachgesteuerte Haustechnik

Die Kurzpräsentation der sprachgesteuerten Haustechnik via Telefon (Firma Insors http://www.insors.de/, Produkt Easy by Voice) steht im Kontext des Deutschen Demonstrationszentrums für Sprachtechnologie, das im DFKI beheimatet ist. Reinhard Karger zeigt die Ansteuerung der Fontäne via Telefon unmittelbar vor bzw. neben dem Haupteingang des DFKI.

Das Demonstrationszentrum für Sprachtechnologie entsteht im Rahmen des BMBF-Projekts Collate und präsentiert Forschungsresultate und kommerzielle Produkte aus den wichtigsten Bereichen der Sprachtechnologie für die interessierte Öffentlichkeit, die Presse und die Industrie. Sprachtechnologie beschäftigt sich mit der maschinellen Verarbeitung von natürlicher Sprache beispielsweise mit hörenden und sprechenden Systemen, die den Benutzer verstehen, Texte übersetzen, informieren, Kinokarten reservieren oder Sprachsteuerung von Haustechnik bzw. Geräten der Unterhaltungsindustrie erlauben.

Reinhard Karger, M.A. ist seit 1993 Mitarbeiter des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH und war Projektmanager des BMBF-Verbundvorhabens Verbmobil (Laufzeit 1993 - 2000). Seit 2000 ist er Leiter Unternehmenskommunikation des DFKI und ab 2001 Leiter des Deutschen Demonstrationszentrums für Sprachtechnologie im DFKI (http://www.lt-cc.org)

Programmpunkt: Verbmobil: Maschinelles Dolmetschen über Telefon

Verbmobil wird in unterschiedlichen Ausprägungen in das Programm einbezogen. Exemplarisch wird die Verarbeitung eines Satzes durch das Verbmobil-System gezeigt. Verbmobil war ein langfristig angelegtes, interdisziplinäres BMBF-Leitprojekt im Bereich der Sprachtechnologie. Das Verbmobil-System erkennt gesprochene Spontansprache, analysiert die Eingabe, übersetzt sie in eine Fremdsprache, erzeugt einen Satz und spricht ihn aus. Für ausgewählte Themenbereiche (z.B. Terminverhandlung, Reiseplanung, Fernwartung) kann Verbmobil Übersetzungshilfe in Gesprächssituationen mit ausländischen Partnern leisten. Das Verbundvorhaben, in dem Unternehmen der Informationstechnologie, Universitäten und Forschungszentren kooperieren, wurde vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) in zwei Phasen (Laufzeit Phase 1: 1993-1996; Phase 2: 1997 - 2000) gefördert. Nachdem in der ersten Phase Terminverhandlungsdialoge zwischen einem deutschen und japanischen Geschäftspartner mit Englisch als Zwischensprache verarbeitet wurden, standen in der zweiten Phase von Verbmobil die robuste und bidirektionale Übersetzung spontansprachlicher Dialoge aus den Domänen Reiseplanung und Hotelreservierung für die Sprachpaare Deutsch-Englisch (ca. 10.000 Wörter) und Deutsch-Japanisch (ca. 2.500 Wörter) im Vordergrund. (http://verbmobil.dfki.de)

Life-Demonstration Verbmobil Produkt Spin-off PlainBabel, Dipl.-Inform. Hassan Sawaf (Aixplain): PlainBabel ist eine Implementierung des maschinellen Dolmetschens über Telefon als Ergebnis des Verbundvorhabens Verbmobil. Realisiert wurde PlainBabel durch Aixplain, ein Verbmobil Spin-off der RWTH Aachen. Hassan Sawaf, Geschäftsführer von Aixplain, demonstriert die Übersetzung via Telefon mit dem Thema Hotelreservierung, Reiseplanung. Weitere Informationen zu Dipl.-Inform Sawaf und der Firma Aixplain weiter unten.

Programmpunkt: SympaSoccer - Fußballergebnisse der Ersten Bundesliga über Telefon

Life-Demonstration SympaSoccer: Dr. Elmar Nöth, Verbmobil Spin-off Sympalog, präsentiert das Telefondialogsystem SympaSoccer. Dieses System ermöglicht einen natürlichen gesprochenen Dialog zur Abfrage von Ergebnissen der ersten Bundesliga via Telefon. Aktuelle Informationen über Spielergebnisse und Tabellensituation der dann laufenden Bundesligasaison werden in einem natürlichen Dialog abgefragt. Weitere Informationen zu Dr. Nöth und der Firma Sympalog weiter unten.

Programmpunkt: XtraMind: Sprachtechnologie für das Email Response Management

Life-Demonstration Mailminder: Dr. Klaus Netter, Verbmobil Spin-off XtraMind, demonstriert den MailMinder, der die Bearbeitung von Kundenemails in Servicecentern unterstützt. Eingehende Kundenemails werden analysiert, klassifiziert und an Mitarbeiter weitergeleitet, die spezifische Fragen bzw. Problemfälle bearbeiten. Das System erzeugt automatisch einen Antwortvorschlag, dessen Angemessenheit von dem Mitarbeiter überprüft wird. Die Emailbearbeitung wird mit dem MailMinder beschleunigt. Durch die Verwendung von automatisch erzeugten Antwortvorschlägen in Kombination mit der Kontrolle durch den Servicecenter-Mitarbeiter sind die Antworten konsistent und mit gleichbleibender Qualität. Weitere Informationen zu Dr. Netter und der Firma XtraMind weiter unten.

Programmpunkt: SmartKom: Dialogische Mensch-Technik-Interaktion

Dr. Anselm Blocher (Projektmanagement SmartKom), DFKI, demonstriert das aktuelle SmartKom-System, das die Erkennung von gesprochener Sprache kombiniert mit der Verarbeitung von Zeigegesten und Mimikerkennung. Das System realsiert beispielhaft eine dialogische Schnittstelle zu Technik (Kinoreservierung, TV-Information, Ansteuerung von Unterhaltungselektronik). Im BMBF Leitprojekt SmartKom werden Konzepte für die Entwicklung völlig neuartiger Formen der Mensch-Technik-Interaktion erprobt. Diese Konzepte werden die bestehenden Hemmschwellen von Computerlaien bei der Nutzung der Informationstechnologie abbauen und so einen Beitrag zur Nutzerfreundlichkeit und Nutzerzentrierung der Technik in der Wissensgesellschaft liefern. Das Ziel von SmartKom ist die Erforschung und Entwicklung einer selbsterklärenden, benutzeradaptiven Schnittstelle für die Interaktion von Mensch und Technik im Dialog.

Die Vorteile sprachlich dialogischer Kommunikation sollen verschmelzen mit den Vorteilen graphischer Bedienoberflächen und gestisch mimischen Ausdrucks. Das Ergebnis wird eine höherwertige Benutzerschnittstelle sein, die die natürlichen menschlichen Sinne in größerem Umfang als bisher berücksichtigt. SmartKom stellt damit einen wichtigen Schritt zur Entwicklung einer auf den Menschen zugeschnittenen Informationstechnologie dar. Die wissenschaftliche Gesamtprojektleitung von SmartKom liegt in den Händen von Prof. Wahlster (http://www.smartkom.org/).

Programmpunkt: Neue Arbeitsplätze durch Sprachtechnologie

Bei dem Besuch des Bundespräsidenten möchten wir neben den aktuellsten Arbeiten die enge und erfolgreiche Verknüpfung von Forschung und Existenzgründung beispielhaft aufzeigen. Eingeladen wurden Geschäftsführer und Gründungsgesellschafter von Verbmobil Spin-off Firmen, die Lösungen präsentieren, die auf dem Verbmobil Know-how basieren. Durch die Ausgründungen wurden alleine bei diesen Firmen ca. 150 Arbeitsplätze neu geschaffen. Das DFKI hat insgesamt bereits zu 17 Firmenneugründungen und 600 zusätzlichen Hightech-Arbeitsplätzen beigetragen.

Auswahl von Verbmobil Spin-off Firmen

Aixplain

Dipl.-Inform Hassan Sawaf war Verbmobil Mitarbeiter für die RWTH Aachen. Nach dem erfolgreichen Abschluß von Verbmobil gründete er zusammen mit Partnern die Firma Aixplain in Aachen, die er heute als Geschäftsführer leitet. Im Rahmen von Verbmobil arbeitete Herr Sawaf in den Bereichen Spracherkennung und statistische Verfahren für die maschinelle Übersetzung.

Aixplain (Aachen) , Ansprechpartner: Dipl.-Inform Hassan Sawaf

Tel.: 0241 - 18927-0, Mail: h.sawaf@aixplain.de, http://www.aixplain.de

Thema: Spracherkenung und maschinelle Übersetzung für mobile Anwendungen mit sehr grossem Wortschatz

Sonicson

Dipl.-Inform. Andreas Klüter ist Geschäftsführer des DFKI Spin-offs Sonicson. Herr Klüter war zum Abschluß des Verbundvorhabens Verbmobil der Leiter der Systemintegrations-Gruppe, deren Verantwortung es war die Module der über 20 Partner zu einem System zu integrieren. Das Sonicson Produkt Beagle verbindet Intelligente Audioanalyse mit Sprachtechnologie. Sonicson kooperiert mit Prof. Brandenburg (Fraunhofer Institut Ilmenau), dem Erfinder von MP3, der im Jahr 2000 den Zukunftspreis des deutschen Bundespräsidenten erhielt.

Sonicson (Kaiserslautern), Ansprechpartner: Dipl.-Inform. Andreas Klüter

Tel.:0631 - 303 2811, Mail: Andreas.Klueter@sonicson.com, http://www.sonicson.com

Thema: Benutzerfreundliche Musiksuche im Internet durch intelligente Audioanalyse und natürlichsprachliche Anfrage

Sympalog

Dr. Elmar Nöth und Dipl.-Inform. Peter Weierich sind Gründungsgesellschafter der Firma Sympalog, die im Jahr 2000 als Spin-off des Verbmobil-Partners Univ. Erlangen-Nürnberg gegründet wurde. Ziel sind Telefondialogsysteme, die "ganz normal" mit Anrufern sprechen, die reagieren und auf den Benutzer eingehen. Die Anwendung SympaSoccer bietet aktuelle Bundesligaergebnisse der ersten Liga. Sympalog erhielt im Jahr 2001 den IT-Preis der Europäischen Kommission.

SYMPALOG Speech Technologies (Erlangen), Ansprechpartner: Peter Weierich

Tel.: 09131 - 61 661-10, Mail: weierich@sympalog.de, http://www.sympalog.de

Thema: Telefondialogsysteme für Informations- und Transaktionsangebote, Voice Portale, First-Level-Support in Call-Centern.

Xtramind

Dr. Klaus Netter arbeitete bereits in den 80ger Jahren in großen europäischen Projekten an dem Thema Maschinelles Sprachverstehen (Eurotra). Seit der Eröffnung des DFKI war er leitender Mitarbeiter im Forschungsbereich Sprachtechnologie. Im Verbmobil-Projekt war er involviert in die Entwicklungen zur "tiefen Verarbeitung", den Modulen des Verbmobil-Systems, die linguistische Verfahren für den Verstehensprozeß einsetzen und deshalb mehrdeutige Eingaben verarbeiten können. Dr. Netter gründete im Jahr 2000 das DFKI Spin-off XtraMind.

XtraMind Technologies (Saarbrücken), Ansprechpartner: Dr. Klaus Netter

Tel.: 0681 - 302 5100, Mail: netter@xtramind.com, http://www.xtramind.com

Thema: Sprachverstehen und Künstliche Intelligenz für Kommunikations- und Informationsmanagement. Integrierte Systeme für automatisierte Emailbearbeitung im Servicecenter.

CLT Sprachtechnologie

Prof. Dr. Manfred Pinkal beschäftigt sich seit über zwei Jahrzehnten mit Computerlinguisitk und Fragen des Sprachverstehens. Seit 1990 hat er einen C4-Lehrstuhl für Computerlinguistik an der Universität des Saarlandes inne. Prof. Pinkal war bereits bei den Vorarbeiten für das Verbmobil-Projekt integriert. Prof. Pinkal gründete mit Mitarbeitern im Jahr 2000 die Firma CLT; im gleichen Jahr erhielt Prof. Pinkal den Leibniz Preis der DFG für seine herausragenden Leistungen im Bereich Sprachtechnologie.

CLT Sprachtechnologie GmbH (Saarbrücken), Ansprechpartner: Prof. Dr. Manfred Pinkal

Tel.: 302 4343, Mail: pinkal@coli.uni-sb.de, http://www.clt-st.de

Thema: Sprachtechnologische Werkzeuge und Verfahren für Wörterbucharbeit. Dialogsysteme als Assistenten für natürlichsprachlichen Informationszugriff.

Temis Group

Dr. Anke Holler arbeitete zusammen mit Stefan Geissler, Gründungsgesellschafter von Temis, in der Phase 1 von Verbmobil bei dem Industriepartner IBM. Sie war dort in die Implementierung der deutschen Verbmobil-Basisgrammtik und den Aufbau des Lexikons involviert. Temis entwickelt Lösungen für die automatische Erschliessung von Wissen in technischen Dokumenten oder Branchennachrichten. Typische Anwendungsgebiete sind das Customer Relationship Management (CRM), das Wissens- und Dokumentenmanagement, die Markt- und Mitbewerberbeobachtung und die Personalentwicklung.

Temis (Paris, Heidelberg), Ansprechpartnerin: Dr. Anke Holler

Tel.: 06221 13753-13, Mail: anke.holler@temis-group.com, http://www.temis-group.com/

Thema: Textmining und flache linguistische Verfahren für Customer Relationship Management (CRM) und Mobile Solutions

Plan Business GSDC

Dr. Hans Weber arbeitete bereits in ASL (Architecture of Speech Language Systems) - dem Vorgängerprojekt von Verbmobil - an Fragen der Architektur integrierter Parser für gesprochene Sprache. In Verbmobil Phase 2 beschäftigte er sich beim Verbmobil-Forschungspartner Universität Erlangen erfolgreich mit der automatischen Erkennung und Verarbeitung von Selbstkorrektueren des Sprechers. Noch während der Laufzeit von Verbmobil gründete Dr. Weber die Firma GSDC, die im Jahr 2001 von der Hamburger PlanBusiness übernommen wurde.

Plan Business GSDC (Nürnberg / Hamburg), Ansprechpartner. Dr. Hans Weber

Tel.: 0911- 59777 -10, Mail: hans.weber@planbusiness.de, http://www.gsdc.de/

Thema: Klassifikation, Strukturierung, Veredelung und Management von Katalogen und Inhalten in der Datenfabrik - intelligentes Outsourcing von kompletten Contentprozessen

DFKI Kurzdarstellung:

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI GmbH) mit Sitz in Kaiserslautern und Saarbrücken ist auf dem Gebiet innovativer Software-Technologien die führende wirtschaftsnahe Auftragsforschungseinrichtung in Deutschland. Das DFKI ist integriert in 8 europäische "Networks of Excellence". In der internationalen Wissenschaftswelt zählt das DFKI zu den weltweit wichtigsten "Centers of Excellence", dem es gelungen ist, Spitzenforschung rasch in praxisrelevante Anwendungslösungen umzusetzen. 1988 von namhaften deutschen Unternehmen der Informationstechnik und zwei Großforschungseinrichtungen als gemeinnützige GmbH gegründet, hat sich die DFKI GmbH inzwischen durch ihre proaktive und bedarfsorientierte Projektarbeit national und international den Ruf eines kompetenten und zuverlässigen Partners für Innovationen in der Wirtschaft erworben. DFKI-Projekte decken das gesamte Spektrum von der anwendungsorientierten Grundlagenforschung bis zur markt- und kundenorientierten Entwicklung von Produktfunktionen ab. Der Gesellschafterkreis des DFKI zu dem u. a. DaimlerChrysler, SAP und IDS Scheer gehören, unterstreicht die hohe Attraktivität des DFKI-Leistungsangebots. Dies belegt auch der Beitritt der Dresdner Bank in den Gesellschafterkreis im Dezember 2000.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) lobt das DFKI-Modell einer erfolgreichen und nachhaltigen Public-Private-Partnership. Das BMBF kündigte an, dass man es als Vorbild für die Entscheidung über zukünftige Strukturen der Forschungsförderung nutzen wolle. Für das DFKI wurden vom BMBF von 1988 bis einschließlich 2001 insgesamt 75,7 Mio Euro an Projektfördersmitteln bereitgestellt. Die Länder Saarland und Rheinland-Pfalz förderten

das DFKI im gleichen Zeitraum mit 16,5 Mio Euro.

Mit 17 Spin-off Firmen, die ehemalige DFKI-Mitarbeiter gegründet haben, hat das DFKI zur Schaffung von ca. 600 neuen Arbeitsplätzen beigetragen.

Die Projekte am DFKI gliedern sich in fünf Forschungsbereiche:

  • Wissensmanagement (Leitung: Prof. Dr. Andreas Dengel)
  • Intelligente Visualisierungs- und Simulationssysteme (Leitung: Prof. Dr. Hans Hagen)
  • Deduktions- und Multiagentensysteme (Leitung: Prof. Dr. Jörg Siekmann)
  • Sprachtechnologie (Leitung: Prof. Dr. Hans Uszkoreit)
  • Intelligente Benutzerschnittstellen (Leitung: Prof. Dr. Wolfgang Wahlster)

Seit Anfang 2002 ist außerdem das Institut für Wirtschaftsinformatik (IWi) (Leitung: Prof. August-Wilhelm Scheer) im DFKI eingebunden.

Zur Zeit beschäftigt die DFKI GmbH etwa 180 Angestellte, davon 145 wissenschaftliche Mitarbeiter. Hinzu kommen noch rund 140 studentische Hilfskräfte als Teilzeitkräfte. Im Jahr 2001 wurde ein Volumen von rund 16 Mio. Euro im Rahmen praxisorientierter Auftragsforschung erzielt.

Alle Arbeiten sind in der Form zeitlich befristeter und klar fokussierter Projekte mit Festpreisen organisiert, die u. a. zu patentierten Lösungen und Produktfunktionen führen. Eine unabhängige Gutachtergruppe namhafter internationaler Experten evaluiert zweimal im Jahr den Projektfortschritt am DFKI.

Kontakt:
Reinhard Karger, M.A., Leiter Unternehmenskommunikation
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH
Stuhlsatzenhausweg 3, Geb. 43.8
D- 66123 Saarbrücken
Tel.: 0681 302 5253, Fax: 0681 302 5341
E-Mail: reinhard.karger@dfki.de

Weitere Informationen finden Sie unter:

Internet: http://www.dfki.de