DFKI: Ausgewählter Ort 2006 - Land der Ideen
Das DFKI ist mit seinen Innovationen einer der "365 Orte im Land der Ideen", die im kommenden Jahr jeweils an einem Tag ihre Ideen und Ergebnisse im Rahmen der Initiative "Deutschland - Land der Ideen" unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten präsentieren werden. Die Öffentlichkeit ist eingeladen am 22. September 2006, die Arbeiten des DFKI kennenzulernen: Rendezvous mit dem Rechner - Intelligente Programme bringen dem Computer bei, menschliche Sprache und Mimik zu verstehen.
Erfahren, Begreifen, Verstehen - Vorträge und Demonstrationen im
Forschungszentrum. Am Tag der Veranstaltung, 22.9.2006, wird das DFKI
öffentlich zugänglich sein. Auch Schloss Dagstuhl mit dem
Internationalen Begegnungs- und Forschungszentrum für Informatik (IBFI)
gehört zu den Orten, die aus 1200 Bewerbungen ausgesucht wurden.
Das DFKI ist ein "Ort im Land der Ideen", an dem die Vision
eines jederzeit verfügbaren Wissensassistenten für eine natürliche
Interaktion mit Technik umgesetzt wird. "Wir freuen uns sehr, als Ort
der Ideen ausgewählt zu sein", erklärt Prof. Dr. Wolfgang Wahlster,
Chef des DFKI. "Das DFKI wird an diesem Tag eine ganze Bandbreite von
Ideen präsentieren, die wir in Saarbrücken, aber auch an unserem
Standort Kaiserslautern und in unseren Forschungsgruppen in Bremen und
Berlin voran treiben."
Die Besucher werden in einer Kombination von Kurzvorträgen und
kompakten Live-Demonstrationen die Idee von Mensch - Technik -
Interaktion erleben und selber ausprobieren können. Der Fokus der
Veranstaltung liegt im Erfahren, Begreifen, Verstehen. Wichtig ist der
nachvollziehbare Weg von der Idee, über die ersten Demonstratoren und
Forschungsprototypen bis zu marktgängigen Produkten, die dann von
Spin-off Firmen aus Projekten heraus entstehen.
Präsentiert werden wissensbasierte Systeme, die Sprache, Gestik, Mimik
verarbeiten, aber auch die Situation des Benutzers berücksichtigen,
mobile UMTS-Geräte, die den digitalen Videorekorder oder Kameras
fernsteuern und die Filme auf dem Handydisplay wiedergeben, ein
sprechendes Regal, dessen Produkte mit dem Benutzer interagieren.
Eingebunden werden auch Exponate aus dem im DFKI angesiedelten
Deutschen Demonstrationszentrtum für Sprachtechnologie: Künstliche
Stimmen, maschinelle Übersetzung, Diktiersysteme, Sprachsteuerung von
Haustechnologie, Telefondialogsysteme oder eine sprachbedienbare
Kamera.
Das DFKI verbindet Forschungsexzellenz mit Anwendungsorientierung in
einer Public-Private-Partnership. DFKI-Projekte erschließen die
Informationstiefe des Internets für die Bürger der Wissensgesellschaft.
Intelligente Software-Assistenten unterstützen die Interaktion mit der
Technik und verstehen die Ziele des Benutzers. Sie beantworten Wissens-
und Informationsfragen und eröffnen den natürlichen Zugriff auf den
Funktionsreichtum digitaler Geräte. Durch Einsatz von programmierbaren
Smart Labels, die drahtlos mit mobilen Geräten kommunizieren, wird der
Dialog mit den Dingen möglich. Durch die Kommunikation zwischen Autos
in adhoc Netzen erreichen die Warnungen eines vorausfahrenden
Fahrzeuges die folgenden Verkehrsteilnehmer frühzeitig, erweitern so
den telematischen Horizont und erhöhen die Sicherheit im
Straßenverkehr.
"Verbmobil" war der erste maschinelle Dolmetscher, der die
Satzmelodie berücksichtigt; "SmartKom" ist das erste System, das
gesprochene Sprache, Zeigegesten und Mimik gleichzeitig verarbeitet,
"SmartWeb" soll zur WM 2006 die gesprochene Interaktion mit dem
Internet ermöglichen.
2001 erhielt Prof. Wolfgang Wahlster, der Vorsitzende der
DFKI-Geschäftsführung, den Zukunftspreis des Bundespräsidenten für
sprachtechnologische Innovationen; 2004 erhielt das DFKI den ersten
deutschen Spin-off Preis für gründungsaktive Forschungsinstitute in der
Kategorie der höchsten Anzahl von Spin-off Unternehmen und der Anzahl
der geschaffenen Arbeitsplätze.
Für hochbegabte Wissenschaftler wirkt das DFKI als Sprungbrett für eine
Karriere als Unternehmensgründer, Industrieforscher oder
Hochschullehrer. Seit Anfang 2004 ist das DFKI "Partner für
Innovation". Organisiert als Public-Private-Partnership ist das DFKI
mit Sitz in Kaiserslautern und Saarbrücken eine gemeinnützige GmbH. Die
Industrie hat die Mehrheit im Aufsichtsrat. Siemens war
Gründungsgesellschafter, DaimlerChrysler, SAP, IDS Scheer, die Deutsche
Telekom, Bertelsmann und Microsoft sind wichtige Innovationspartner.
Ohne staatliche Grundfinanzierung, durch reine Auftrags- und
Projektforschung hat sich das DFKI seit der Gründung 1988 zum weltweit
größten Zentrum für intelligente Softwaretechnologien auf der Basis von
Methoden der Künstlichen Intelligenz entwickelt mit aktuell über 200
Mitarbeitern und einem Umsatz von ca. 20 Mio. Euro in 2005.
DFKI-Pressekontakt:
Reinhard Karger, M.A.
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH
Stuhlsatzenhausweg 3
D-66123 Saarbrücken
Tel.: +49 681-302 5253, Fax: +49 681-302 5341, Mobil: 0177 2422118
email: Reinhard.Karger@dfki.de
Internet: http://www.dfki.de
Weitere Informationen: www.land-der-ideen.de
