Indien und Deutschland kooperieren bei Sprachtechnologie: V-MIA
V-MIA: Multilingualer Informationszugang via Telefon - Voice based Multilingual Information Access. Im Rahmen der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit kooperieren Indien und Deutschland im Bereich Sprachtechnologie. Das DFKI präsentiert V-MIA bei der Hannover Messe 2006 (24.-28.4.) auf dem Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF, Halle 2, C30).
V-MIA ist ein anwendungsorientiertes deutsch-indisches
Sprachtechnologie-Leuchtturmprojekt zur Implementierung eines
multilingualen Telefondialogsystems.
Anwendungsszenario ist die automatische Zugfahrplanauskunft via
Telefon. 2007 wird ein erstes V-MIA-System den sprecherunabhängigen und
gesprochenen Zugriff auf die Zugfahrplan- und Reservierungsauskunft der
indischen Staatseisenbahn in 5 Sprachen ermöglichen (Hindi, Tamil,
Bengali, Telugu und indisches Englisch).
V-MIA ist ein Baustein der Roadmapstrategie der indischen
Regierung für den forschungsintensiven Bereich der multilingualen
wissensbasierten Sprachtechnologie. Neben dem indischen
Forschungsministerium (DST) finanziert das indische Ministerium für
Informationstechnologie (DIT) die indischen Projektpartner.
Mit der Übernahme deutscher Standards für Integration,
Plattform und Sprachdatensammlung, wird die unmittelbare Nutzung der
Wissensquellen durch die deutsche Sprach- und
Telekommunikationsindustrie möglich sein. Dies bedeutet einen wichtigen
Wettbewerbsvorteil für die deutsche Industrie auf dem sehr grossen und
rasch wachsenden indischen Markt.
V-MIA wird in enger Kooperation mit Deutschland durchgeführt, wobei das
DFKI, gefördert vom BMBF, in der initialen Projektphase der wesentliche
Ansprechpartner ist. Im weiteren Verlauf werden zusätzlich deutsche
Industriepartner in das Projekt eingebunden.
Auf der indischen Seite werden ca. 160 Wissenschaftler und
Software-Ingenieure über einen Zeitraum von 30 Monaten ein im Feld
einsetzbares Dialogsystem entwickeln und integrieren. In Indien werden
unterschiedliche Institutionen in V-MIA arbeiten. Neben Universitäten
beteiligen sich auch Forschungszentren (CDAC, Center for the
Development of Advanced Computing), und Wissenschaftsinstitute (IIT,
Indian Institute for Technology).
V-MIA auf den Punkt gebracht: Multilingualer
Informationszugang via Telefon - Voice based Multilingual Information
Access (V-MIA):
- Deutsch-indisches Sprachtechnologieprojekt zur Implementierung eines multilingualen Telefondialogsystems
- Sprecherunabhängiger Sprach-Zugriff auf Auskünfte von z.B. Reiseinformationen
- Anwendung: Zugfahrplan- und Reservierungsauskunft der indischen Staatseisenbahn
- Abruf von Informationen in 5 Sprachen: Hindi, Tamil, Bengali, Telugu, indisches Englisch
Informationen über das DFKI finden Sie auch im aktuellen DFKI-Newsletter unter: http://www.dfki.de/newsletter/NL17/pdf/DFKI_Newsletter_17.pdf
Für hochbegabte Wissenschaftler wirkt das DFKI als Sprungbrett für eine Karriere als Unternehmensgründer, Industrieforscher oder Hochschullehrer. Seit Anfang 2004 ist das DFKI "Partner für Innovation". Organisiert als Public-Private-Partnership ist das DFKI mit Sitz in Kaiserslautern, Saarbrücken und (seit 2006) Bremen eine gemeinnützige GmbH. Die Industrie hat die Mehrheit im Aufsichtsrat. Siemens war Gründungsgesellschafter, DaimlerChrysler, SAP, IDS Scheer, die Deutsche Telekom, Bertelsmann und Microsoft sind wichtige Innovationspartner. Ohne staatliche Grundfinanzierung, durch reine Auftrags- und Projektforschung hat sich das DFKI seit der Gründung 1988 zum weltweit größten Zentrum für intelligente Softwaretechnologien auf der Basis von Methoden der Künstlichen Intelligenz entwickelt mit aktuell über 220 Mitarbeitern und einem Finanzvolumen von ca. 19 Mio. Euro in 2005.
V-MIA Kontakt Indien:
Prof. C N Krishnan
Anna University
AU-KBC Research Centre
MIT Campus, Chromepet
Chennai 600044, India
email: cnkrish@au-kbc.org
V-MIA Kontakt DFKI:
Reinhard Karger, M.A.
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) GmbH
Stuhlsatzenhausweg 3, Geb. D 3.2
D-66123 Saarbrücken
Tel.: +49 681-302 5253, Fax: +49 681-302 5341
email: reinhard.karger@dfki.de
Internet: http://www.dfki.de
