Software-Premiere: Neue Klasse mehrsprachiger mobiler Informationsdienste für die Olympischen Spiele
Anlässlich der ersten Vorstellung der neuen Software für Besucher der
Olympiade 2008 in Beijing möchten wir Sie einladen zu einer
Pressekonferenz am
Freitag, 25. August 2006, 9.30 Uhr
in der Saarländischen Landesvertretung
In den Ministergärten 4
10117 Berlin
Tel.: 030-726290120
Die Software wird lebendig und live demonstriert, so dass sich
die Funktionsweise der Programme mit Fotos, Film- und Tonaufzeichnungen
eingängig illustrieren lässt.
Für Fragen stehen zur Ihrer Verfügung:
Prof. Dr. Hans Uszkoreit, Wissenschaftlicher Direktor am Deutschen
Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, Deutscher Koordinator des
Projekts COMPASS 2008
Dr. Xinxiang Chen, Präsident der Firma CAPINFO Beijing
Chinesischer Koordinator des Projekts COMPASS 2008
Dr. Heinrich Arnold, Leiter des Innovation Development Laboratory
der Deutsche Telekom Laboratories, Berlin
Es werden außerdem Vertreter der Stadtregierung von Beijing,
der Chinesischen Botschaft und der Fraunhofer Gesellschaft anwesend
sein, die Ihnen ebenfalls für Informationen bereitstehen.
Technologie für die Olympiade 2008 hilft Touristen in Beijing
Erfolg deutsch-chinesischer Forschungskooperation
Eine ganz neue Art von mobilen Computerprogrammen wird Touristen in
China bei der Verständigung helfen. Die Software ist elektronischer
Sprachführer und Übersetzungsprogramm, aber zugleich auch ein
vernetztes Informationssystem, das den Besuchern hilft, sich in den
Straßen, Tempeln und Einkaufszentren der Riesenmetropole Beijing
zurechtzufinden.
Das Programm wurde jetzt durch Touristen aus mehreren Ländern
erfolgreich in einem Feldversuch in Beijing getestet. Die Tester
bekamen einen Taschencomputer mit dem System und sollten sich dann
typischen touristischen "Herausforderungen" stellen. Sie waren
begeistert. Ohne ein Wort Chinesisch zu sprechen, konnten sie dem
Taxifahrer Anweisungen geben, nach Sehenswürdigkeiten suchen, Essen
bestellen und nach dem Weg fragen. Weil das System satellitengesteuert
"weiß", wo sich der Benutzer befindet, kann es seine Auskünfte auf den
Standort ausrichten. Auch in Notfällen, in denen das Fehlen der
Sprachkenntnisse besonders kritisch ist, sorgt die clevere Software
verlässlich für sichere Hilfe.
Die Testnutzer lobten besonders, dass man weder Handbücher noch
Gewöhnungszeit braucht, um das System bedienen zu können. Zudem machte
ihnen die Benutzung sogar großen Spaß. Besonders bei der Auswahl von
Speisen und Getränken im Restaurant klickten sie sich lange und mit
viel Vergnügen durch die Bildergalerien und detaillierten Schilderungen
der Gerichte.
Nicht minder begeistert als die Tester waren die chinesischen
Gesprächspartner. Sie begriffen sofort, wie sie die Software für die
bessere Verständigung einsetzen konnten. Taxifahrer, die unter den
Sprachproblemen besonders leiden, wollten das System gleich an Ort und
Stelle erwerben. Restaurantbesitzer boten an, Ihre neuen Speisenkarten
in dem System bekanntzumachen und Verkäufer fanden Spaß am Feilschen
durch den elektronischen Dolmetscher.
Die Software läuft auf Taschencomputern (PDAs), intelligenten
Mobiltelefonen (z.B. MDA Pro), Laptops und PCs. Entwickelt wurde die
innovative Software im Vorhaben COMPASS 2008, einem
deutsch-chinesischen Forschungsprojekt für die nächsten Olympischen
Spiele.
Auf der deutschen Seite wird das Projekt vom Deutschen
Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Saarbrücken
koordiniert. Partner sind die Deutsche Telekom AG und das Fraunhofer
Institut ISST in Dortmund. Auf der chinesischen Seite wird das Projekt
von der Firma CAPINFO geführt, die bereits chinesische
Informationsdienste für Bürger und Besucher anbietet und mehrere große
Projekte zur technologischen Vorbereitung der Beijinger Olympiade
koordiniert hat. Ihr Forschungspartner ist die Chinesische Akademie der
Wissenschaften.
Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, vom
Chinesischen Ministerium für Wissenschaft und Technologie sowie von den
teilnehmenden Firmen finanziert. Es begann am 1. Oktober 2004 und endet
im nächsten Monat. Die Integration der entwickelten Informationsdienste
in die technologische Infrastruktur der Olympischen Spiele wird aber
sicher noch mindestens bis Sommer 2007 dauern.
Die Nutzung der neuen Technologien wird aber nicht mit der Olympiade
enden. Die Verständigungsprobleme und der Informationsbedarf für
Olympiadebesucher sind nur besonders schwierige Beispiele für die
Herausforderungen, mit Touristen oder Besucher großer Veranstaltungen
im Ausland konfrontiert sind. Die entwickelte Software ist so
konstruiert, dass sie sich leicht auf weitere Sprachen und
Informationsinhalte erweitern lässt. Daher sehen die industriellen
Projektpartner beträchtliche Verwertungschancen für die Ergebnisse von
COMPASS 2008.
Kontakt:
Prof. Dr. Hans Uszkoreit (Deutscher Koordinator COMPASS 2008)
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
Stuhlsatzenhausweg 3, 66123 Saarbrücken
Email: uszkoreit@dfki.de
Tel.: 49 (681) 302-5282
