Turings Traum weiter träumen – auf der Informare! im Café Moskau

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz präsentiert sich mit Exponaten und Vorträgen vom 08. bis 10. Mai 2012 auf der zweiten Informare! im Café Moskau in Berlin zu den Themen: Sprachtechnologie, Standardisierung, Cyber-Physical-Systems, Informationsmanagement und soziale Netzwerke. Zu Ehren des 100. Geburtstages von Alan Turing hält Prof. Hans Uszkoreit, Leiter des DFKI Forschungsbereichs Sprachtechnologie, die Eröffnungs-Keynote. Reinhard Karger, DFKI Unternehmenssprecher, eröffnet mit seinem Vortrag die Lange Nacht der Suchmaschinen.




Turings Traum weiter träumen: „Intelligenz, die aus einem Zusammenwirken von Menschen und Technologie erwächst, ist noch spannender als der Traum vom KI-Computer, der seine Lehrjahre mit einem erfolgreichen Turing-Test abschließt.“, behauptet Prof. Uszkoreit, Leiter des DFKI Forschungsbereichs Sprachtechnologie. Zum 100. Geburtstag des berühmten Alan Turing hält er am 08. Mai um 10:30 Uhr im Café Moskau eine der zwei Eröffnungs-Keynotes auf der diesjährigen Messekonferenz Informare! in Berlin: "Turings Traum weiter träumen: Mit Sprachtechnologie und KI auf dem Weg zur Social Intelligence".

Reinhard Karger, DFKI Unternehmenssprecher, läutet mit seiner Keynote die Lange Nacht der Suchmaschinen ein und verspricht einen Blick in die Zukunft: „Cyber-Physical Social Networks: Wenn kommunizierende Dinge auf soziale Netzwerke treffen“. Seine Fragen: „Was wird entstehen, wenn man die Chancen cyber-physischer Systeme mit der Verbreitung sozialer Netzwerke verbindet? Welche neuen Erlebnismöglichkeiten werden Cyber- Physische Soziale Netzwerke schaffen? Wie verändert sich der Alltag, wenn die Dinge mit meinen ‚Friends’ reden?“

 

Die Lange Nacht der Suchmaschinen

Dr. Feiyu Xu, Senior Researcher am DFKI Projektbüro Berlin, präsentiert das im Theseus-Forschungsprogramm entwickelte TechWatch-Tool. Diese Suchmaschine ist ein semantisches Monitoringsystem und soll Unternehmen dabei helfen, Technologie, Markt, und Trend zu beobachten. Die Entwicklung des Systems wurde in Zusammenarbeit mit ThyssenKrupp entwickelt.

Eine weitere Suchmaschine im Bereich Social Media ist KomParse, mit vollständig computergesteuerten, sprachfähigen, intelligenten Figuren für Computerspiele, virtuelle Online-Welten und digitale Marktplätze im 3D-Internet. Die im Projekt entwickelten Technologien bilden eine Grundlage für authentische Dialoge für Computerspiele, E-Commerce, interaktives E-Learning und Robotik.

Die von Sven Schmeier und Dr. Günther Neumann am DFKI Projektbüro Berlin entwickelt Suchmaschine MobEx ist ein System für den Ad-Hoc-Zugriff auf Informationen und Wissen. Es wurde speziell für die Benutzung auf Smartphones und Tablets entwickelt und unterstützt Multitouch-Gesten, verwendet Topic-Graph-Strukturen, um Informationseinheiten (Nuggets) und Beziehungen zwischen ihnen zu präsentieren. MobEx unterstützt damit das interaktive spielerische Entdecken und Auffinden von Wissen und Information. Zudem skaliert es über alle Domänen und funktioniert sprachunabhängig. „MobEx benötigt keine Regeln oder Trainingsdaten und ist extrem performant“, so Sven Schmeier.

Die Lange Nacht der Suchmaschinen beginnt am 08. Mai um 20:00 im Café Moskau. Moderiert wird sie von Arnoud de Kemp, Initiator und Ausrichter der Informare! und Clemens Weins, Leitung der Unternehmenskommunikation am DFKI Projektbüro Berlin sowie Co-Leiter des Deutsch-Österreichischen W3C-Büros. Die Anmeldung ist kostenfrei: http://informare-wissen-und-koennen.com/page/anmeldung-4

 

2. Berliner Gespräche zu Internet und Gesellschaft auf der Informare!

Wenn Forscher Forscher begeistern. Bei den Berliner Gesprächen zu Internet und Gesellschaft treffen sich hochrangige Forscherinnen und Forscher für den gemeinsamen Erkenntnisgewinn. Interdisziplinär soll es sein. Das Ziel: das gemeinsame Forschungsprojekt. Organisiert werden die "Berliner Gespräche zu Internet und Gesellschaft" vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), Deutsch-Österreichischen W3C-Büro, Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) und von der Deutschen Gesellschaft für Informationswissenschaft und Informationspraxis (DGI). Die Berliner Gespräche zu Internet und Gesellschaft finden im Rahmen des Informare!BarCamps statt. Die Anmeldung ist kostenfrei: http://informare-wissen-und-koennen.com/page/anmeldung-4

 

Deutsch-Österreichisches W3C-Büro auf der Informare!

Im Rahmen der Session „Interoperabilität. Das ‚Semantic Web’ und semantische Technologien“ LOD und Big Data“ spricht Prof. Felix Sasaki, Leiter Deutsch-Österreichisches W3C-Büro, über „Interoperabilität zwischen dem „Semantic Web“ und dem ‚Web für Menschen’“.

Das World Wide Web Consortium (W3C) hat ein deutsch-österreichisches Büro in den Räumen des Berliner Projektbüros des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), der führenden deutschen Forschungseinrichtung auf dem Gebiet innovativer Softwaretechnologie. Das W3C-Büro dient als erster W3C-Kontakt für den deutschsprachigen Raum und hat das strategische Ziel, seine Beziehungen zur europäischen Industrie- und Forschungslandschaft weiter zu stärken.

Haben Sie Fragen zum W3C? Interessieren Sie sich für eine Mitgliedschaft? Wir sind auf der Informare! am DFKI-Stand. Sprechen Sie uns an! Weitere Informationen finden Sie auf http://w3c.de.

 

DFKI-Exponate auf der Informare!

TechWatch-Tool

Dieses Monitoring-System basiert auf Patent- und Publikationsinformationen und ist prinzipiell für alle Technologiedomänen einsetzbar. Benutzer geben Schlüsselwörter ein und erhalten folgende Suchergebnisse: relevante Personen, Organisationen und Firmen, Patente und Publikationen. Beziehungen zwischen diesen Suchergebnissen werden grafisch veranschaulicht. Weitere Informationen finden Sie auf http://techwatchtool.dfki.de/.


Voice2Social

Sprechen Sie ins Social Web! Voice2Social zielt darauf ab, durch eine Kombination von multimodaler Interaktionstechnologie und Social Software neuartige und vielfältig angereicherte Interaktionsmöglichkeiten für die Nutzer sozialer Medien zu entwickeln. Es unterstützt den Benutzer in Situationen, die eine Tastatur/Touchscreeneingabe nicht erlauben, und reichert die bisherigen Interaktionsmöglichkeiten gezielt für mobile Situationen an. Voice2Social bietet folgende Optionen für die multimodale Interaktion:

  • Voice2Microblogging, wie bspw. schnelle Eingabe in Twitter: „Schlechtes Wetter in Berlin“
  • VoiceTagging von markanten Orten: „An der Spree unbedingt ins Patio gehen!“
  • Voice2SocialNetwork Kommandos: „Freunde in Berlin Prenzelberg?“
  • AudioTagging von interessanten Plätzen: „Restaurantatmosphäre“, „Discothekensound“

Weitere Informationen auf http://voice2social.dfki.de/

 

KomParse

KomParse bietet im 3D-Internet vollständig computergesteuerte, sprachfähige, intelligente Figuren für Computerspiele, virtuelle Online-Welten und digitale Marktplätze. Die Avatare aus KomParse führen mit dem Nutzer eigenständig Dialoge in natürlicher Sprache. In Kooperation mit THESEUS Alexandria werden Techniken der Informationsextraktion genutzt, um das nötige Hintergrundwissen aufzubauen. Die im Projekt entwickelten Technologien bilden eine Grundlage für authentische Dialoge für Computerspiele, E-Commerce, interaktives E-Learning und Robotik. Weitere Informationen finden Sie auf http://komparse.dfki.de/.

 

DFKI leitet Workshop

In Kooperation mit den DFKI-Spin Offs SemVox und Yocoy sowie dem amerikanischen Anbieter für Wissensmanagementlösungen im Geschäftsbereich Infotrieve leitet DFKI-Mitarbeiterin Dr. Tatjana Scheffler den Workshop „Intelligenter Informationsfluss: Multimodal — Multichannel — Mobil“. 08. Mai von 14:00 bis 15:30 Uhr im Café Moskau, Berlin.

 

Über die Informare!

Mit der Informare! - einer neuen Veranstaltung in einem innovativ-kreativem Format mit Konferenz, Workshops, Posters, Ausstellung und einer langen Nacht der Suchmaschinen werden vom 8.-10. Mai 2012 in Berlin die drängenden inhaltlichen, technischen, organisatorischen, politischen und gesellschaftlichen Fragen der Informationsbereitstellung, Informationsbeschaffung und Wissensvermittlung im digitalen Umfeld einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Bereits vorhandene Lösungen und Kompetenzen der professionellen Informationsbranche werden vorgestellt.

Initiator ist Arnoud de Kemp, wissenschaftlicher Verleger, Internet-Pionier und intensiver Kenner wissenschaftlicher Informationsvermittlung mit IT-gestützten Medien.


Über das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) mit Sitz in Kaiserslautern, Saarbrücken und Bremen sowie einem Projektbüro in Berlin hat sich seit der Gründung 1988 zum weltweit größten Forschungszentrum auf diesem Gebiet entwickelt. Das Finanzierungsvolumen lag 2010 bei ca. 36 Millionen Euro. DFKI-Projekte adressieren das gesamte Spektrum von der anwendungsorientierten Grundlagenforschung bis zur markt- und kundenorientierten Entwicklung von Produktfunktionen. Aktuell forschen mehr als 400 Mitarbeiter aus 60 Nationen an innovativen Software-Lösungen mit den inhaltlichen Schwerpunkten Wissensmanagement, Cyber-Physical Systems, Robotics Innovation Center, Innovative Retail Laboratory, Institut für Wirtschaftsinformatik, Eingebettete Intelligenz, Agenten und Simulierte Realität, Erweiterte Realität, Sprachtechnologie, Intelligente Benutzerschnittstellen, Innovative Fabriksysteme. Der Erfolg: über 50 Professoren und Professorinnen aus den eigenen Reihen und 57 Spin-Off-Unternehmen mit mehr als 1.300 hochqualifizierten Arbeitsplätzen.


URLs im Überblick:

http://www.dfki.de

http://informare-wissen-und-koennen.com/

http://komparse.dfki.de/

http://voice2social.dfki.de/

http://techwatchtool.dfki.de/

http://yocoy.com/

http://semvox.de/

http://w3c.de

 

Presse-Kontakt

Clemens Weins, M.A.
Unternehmenskommunikation DFKI Projektbüro Berlin
Co-Leiter W3C-Büro Deutschland/Österreich

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)
Alt-Moabit 91c
D-10559 Berlin

Tel.: +49 30 23895 1803
Fax: +49 30 23895 1810
Mobil: +49 151 172 13052

E-Mail: Clemens.Weins@dfki.de
Internet: www.dfki.de