Stück

"Ghetto" wurde am 14.5.1984 am Haifa Municipal Theatre uraufgeführt. Die deutsche Übersetzung stammt von Jürgen Fischer.

Handzettel

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Handlung

1942: Unter dem Druck des Nazi-Terrors kämpfen die Bewohner des jüdischen Ghettos von Wilna um ihr Überleben.

Auf der einen Seite steht Gens, der jüdische Leiter des Ghettos, der in seinem verzweifelten Bemühen um jedes Menschenleben letzten Endes zu Kompromissen mit den Deutschen gezwungen ist. Seiner Initiative, ein Ghetto-Theater zu gründen, steht der Sozialist Kruk ablehnend gegenüber, denn "Auf dem Friedhof spielt man kein Theater!". Andere Bewohner, wie zum Beispiel der Fabrikbesitzer Weißkopf, versuchen, sich durch wirtschaftliche Kollaboration mit den Deutschen unabdingbar zu machen. Über allem steht die Willkürherrschaft des Nazioffiziers Kittel, der gerne als Gönner und Liebhaber der jüdischen Kultur auftritt, um im nächsten Augenblick seine Macht skrupellos auszuspielen.

Besonders die jiddischen Lieder mit Klavierbegleitung vermitteln aber trotz des (bedrückenden) Ernstes der Lage immer wieder auch den Mut und den ungebrochenen Lebenswillen der Ghettobewohner.