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Process-Mining-unterstützte Ad-hoc-Produktionsplanung - Konzept und prototypische Implementierung

Oliver Gutermuth, Sharam Dadashnia, Constantin Houy, Peter Fettke

In: Christian Czarnecki, Carsten Brockmann, Eldar Sultanow, Agnes Koschmider, Annika Selzer (editor). Workshops der INFORMATIK 2018 - Architekturen, Prozesse, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik (INFORMATIK-2018) September 26-27 Berlin Germany Pages 225-238 LNI 285 Gesellschaft für Informatik (GI) Bonn 9/2018.

Abstract

Konzepte und Techniken, die unter dem Begriff Industrie 4.0 subsumiert werden, ermöglichen neuartige Ansätze zur Steuerung der Fertigung in Industriebetrieben. Ermöglicht wird dies durch die Vernetzung und Integration von Informationssystemen sowie die Erfassung und zielgerichtete Verwendung anfallender Daten. Obwohl Industrie-4.0-Konzepte zahlreiche Vorteile insbesondere für die Produktionssteuerung bereithalten, werden entsprechende Potentiale bisher kaum für die Produktionsplanung genutzt. Herkömmliche Verfahren zur Produktionsplanung erfordern meist aufwendige Berechnungen und besitzen nur bedingt Möglichkeiten, flexibel auf veränderte Bedingungen zu reagieren oder kurzfristige Anpassungen ad-hoc umzusetzen. Zur Milderung dieses Problems zeigt der vorliegende Artikel mit dem Konzept für eine Process-Mining-unterstützte Ad-Hoc-Produktionsplanung einen möglichen Lösungsansatz sowie erste Ergebnisse einer prototypischen Implementierung. Das Konzept sieht vor, dass unter bestimmten Voraussetzungen keine vollständige Produktionsplanung durchgeführt wird, sondern stattdessen geeignete bzw. ähnliche Produktionsfälle aus Vergangenheit identifiziert werden. Entsprechende Prozessabschnitte können dann zur Gestaltung neuer Soll-Prozesse wiederverwendet werden. Das Verfahren ermöglicht dadurch eine Ad-Hoc-Produktionsplanung und flexible Reaktionen auf veränderte Umstände in der Produktion.

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