B-Human – Der fünfmalige Weltmeister auf der CeBIT 2017

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Fünfmal Weltmeister, achtmal Europameister und zum zweiten Mal auf der CeBIT: Das Team B-Human der Universität Bremen und des DFKI-Forschungsbereichs Cyber-Physical Systems präsentiert sich den Messebesucherinnen und -besuchern auf dem Stand des DFKI. Hier treten zwei NAO-Roboter des erfolgreichen Teams – ein Feldspieler und ein Torwart – in regelmäßigen Abständen auf einem 3 x 4 Meter großen Feld gegeneinander an. Auch ein Elfmeterschießen ist geplant. Wer gerade eine Live-Demonstration verpasst hat, kann den Kampf um die Weltmeisterschaft 2016 in Leipzig noch einmal auf dem Bildschirm miterleben, wo es B-Human gelang, sich nach drei Jahren den Weltmeistertitel in der Standard Platform League zurückzuerobern.

 

Das Bremer Team besteht momentan aus 10 NAO-Robotern und 19 Studierenden der Universität Bremen sowie den Betreuern Dr. Thomas Röfer vom DFKI-Forschungsbereich Cyber-Physical Systems, der von Prof. Dr. Rolf Drechsler geleitet wird, und Dr. Tim Laue von der Universität Bremen. B-Human tritt seit 2009 bei den RoboCup German Open und der Weltmeisterschaft in der Standard Platform League an. Die Liga verdankt ihren Namen der Tatsache, dass alle Fußball-Teams dasselbe Robotermodell verwenden, nämlich den humanoiden Roboter NAO der Firma SoftBank Robotics. Dabei unterscheiden sich die Mannschaften allein in der Software, die sie für die Roboter entwickeln. Dank ihrer Hilfe agieren die NAOs in den Spielen, in denen immer jeweils fünf Roboter gegeneinander antreten, vollständig autonom. Sie müssen ihre Umgebung erkennen, Entscheidungen fällen und diese dann gemeinsam umsetzen. Indem die erfahrenen Bremer Wissenschaftler ihre Software nach jeder Weltmeisterschaft offenlegen, erleichtern sie neuen Teams den Einstieg in die Standard Platform League.

Hinter den RoboCup-Wettbewerben steht eine internationale Initiative zur Förderung der Forschung in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Robotik. Gemeinsames wissenschaftliches Ziel ist es, bis zum Jahre 2050 ein Team von autonomen, humanoiden Robotern zu entwickeln, das in der Lage ist, den zu diesem Zeitpunkt amtierenden menschlichen Fußballweltmeister zu schlagen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden in verschiedenen Ligen unterschiedliche Forschungsschwerpunkte gesetzt und die Anforderungen an die Teams kontinuierlich erhöht. So wurde im vergangenen Jahr beispielsweise ein schwarz-weißer Ball im Miniaturformat und der Anpfiff durch einen Schiedsrichter eingeführt.

 

Weitere Informationen
www.b-human.de

Kontakt
Dr. Thomas Röfer
Forschungsbereich Cyber-Physical Systems
E-Mail: Thomas.Roefer@dfki.de
Tel.: +49 421 218 64200