SMILE – Smarte Umgebungen zum Anfassen, Mitmachen und (Er-) Forschen

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Der Frauenanteil in Informatikstudiengängen ist in Deutschland nach wie vor sehr niedrig. Dabei bieten IT-Berufe langfristig sichere Zukunftsperspektiven bei guten Verdienstmöglichkeiten. Diese Chancen aufzuzeigen und den Anteil von Frauen in der Informatik nachhaltig zu erhöhen, sind Ziele des im April 2017 gestarteten Verbundprojekts SMILE. Anhand des gesellschaftlich hochaktuellen Themas smarter Umgebungen soll für die Zielgruppe ein attraktiver Zugang zu Informatikthemen geschaffen und kontinuierlich gefördert werden. Als Lern- und Experimentierumgebung dient dabei u.a. das Bremen Ambient Assisted Living Lab (BAALL) des DFKI.

 

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt will Schülerinnen ab der fünften Klasse bis zum Abitur ansprechen. Diese sollen durch Vorträge, Laborveranstaltungen und kostenfreie Workshop-Angebote für IT gewonnen werden. Auch Lehrkräfte und Eltern sind in die Projektangebote einbezogen. Unter Leitung der Universität Bremen begründet SMILE eine überregionale, norddeutsche Kooperation zwischen Instituten, die angewandte Forschung in den Spitzentechnologien Smart Environment und Smart Home betreiben, sowie Einrichtungen, die langjährig in der Lehre und Didaktik der Informatik tätig sind.

Im Projekt dienen Modellwohnungen, sogenannte Living Labs, als Orte für einen begreifbaren Zugang zur Informatik: Zum einen können darin bereits entwickelte Technologien demonstriert und erläutert werden, zum anderen eignen sie sich als Testplattformen für die von den Schülerinnen erarbeiteten Lösungsansätze. Der DFKI-Forschungsbereich Cyber-Physical Systems stellt hierfür das BAALL als Lehr- und Experimentierumgebung zur Verfügung. In der 60 m² große Smart Home-Laborwohnung werden neue, intelligente Technologien in einer realitätsnahen Umgebung entwickelt und getestet. Dies beinhaltet Anwendungen wie die automatische Höheneinstellung der Küchenschränke, des Waschbeckens und der Toilette sowie einen intelligenten Kleiderschrank, der Vorschläge zur Wahl der Garderobe macht. Ein Rollstuhl und ein Rollator sind zudem technisch so ausgerüstet, dass sie speziell Menschen mit rückläufiger körperlicher sowie kognitiver Leistungsfähigkeit im Alltag unterstützen können.

Die in SMILE entwickelten Lehrangebote sollen die Fragestellungen im Bereich Smart Environment zunächst spielerisch und anschaulich aufgreifen. Im weiteren Verlauf der Kurse erwerben die Schülerinnen dann die nötigen Fähigkeiten, um selbst informatik-technische Lösungen zu erarbeiten. Außerdem sollen die Teilnehmerinnen mit Frauen aus Informatikberufen, die als Vorbilder dienen können, in Kontakt gebracht werden. Auf der CEBIT wird SMILE am Stand des DFKI in Halle 27, F62 gezeigt.

Zu den Verbundpartnern in SMILE gehören die folgenden Institute und Einrichtungen:
- Cognitive Neuroinformatics, Fachbereich 3 Informatik/Mathematik, Universität Bremen
- DFKI-Forschungsbereich Cyber-Physical Systems
- Digitale Medien in der Bildung (dimeb), Fachbereich 3 Informatik/Mathematik, Universität Bremen
- Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW), Fakultät Technik und Informatik, Department Informatik
- Institute for Artificial Intelligence (IAI), Fachbereich 3 Informatik/Mathematik, Universität Bremen
- OFFIS – Institut für Informatik
- Didaktik der Informatik (DDI), Department für Informatik, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Weitere Informationen
www.smile-smart-it.de

Kontakt
Dr. Serge Autexier
Forschungsbereich Cyber-Physical Systems
E-Mail: Serge.Autexier@dfki.de
Tel.: +49 421 218 59834

 

Stand: Halle 27, Stand F62