Forschungsprojekt

Mymory - Personal Memories with Attentive Documents for Knowledge Workers

In naher Zukunft werden PC-Nutzer dazu in der Lage sein, nach individuell definierten Kriterien sämtliche Informationen auf ihrem Computer (Bild, Text, E-mail, etc.) über Datei- und Anwendungsgrenzen hinweg beliebig miteinander zu verknüpfen.

Dies ermöglicht die Entstehung persönlicher Informationsnetze, die einen flexibleren Zugang zu Informationen, deren kreative Kombinierung selbst durch Maschinen und neue Dimensionen ihres Austauschs mit anderen Nutzern erlauben. Nichtsdestoweniger ist derzeit noch unklar, wie diese Informationsnetze im Detail etabliert, gewartet und genutzt werden können, damit sie Wissensarbeitern optimale Voraussetzungen zur Generierung von Wissen und seine kreative Anwendung bieten.

Die Vision von Mymory ist es 1) Technologien zur automatischen Kontexterfassung zu entwickeln, um Verbindungen zwischen jenen Informationen herzustellen, die bei der Erledigung konkreter Aufgabe von Bedeutung sind, 2) eine aufmerksamkeitsbasierte Informationsunterstützung zur Verfügung zu stellen und 3) eine Bedeutungsidentifikation einzelner Arbeitsschritte zu gewährleisten, um die Wiederverwertung erprobter Lösungen und Arbeitsabläufe in neuen Kontexten zu ermöglichen. Für Wissensarbeiter wird Mymory ein persönliches Gedächtnis darstellen, das Wissen nicht nur passiv speichert, sondern unter Berücksichtigung ständig neuer Informationen und der jeweils individuellen Arbeitsweise des Nutzers pro-aktiv und kontextabhängig strukturiert.

Dabei ergeben sich folgende Forschungsschwerpunkte:

  • Konzepte und Technologien zur unaufdringlichen, aufmerksamkeitsgestĂĽtzten, multi-modalen ErschlieĂźung von Bedeutungszuschreibungen
  • Umfassende, multi-modale Kontext-Modelle zur Identifikation situationssprezifischer Arbeitsprozesse
  • Aufmerksamkeitsbasierte Retrieval-Techniken fĂĽr kontextsensitives Dokumenten-Retrieval
  • UnterstĂĽtzung bei der situativen Dokumenten-Annotation und BedeutungserschlieĂźung

Sämtliche Forschungsprojekte werden als Prototypen realisiert und verfügen über ein eigenes, klar strukturiertes Programm mit entsprechenden Evaluierungs- und Validierungsmethoden. Gleichzeitig sind sie integriert in das umfassende Konzept eines vernetzten, kontext-sensitiven, kreativen Dokumenten-Arbeitsplatz (C3DW). Zusätzlich profitiert das Projekt von der engen Zusammenarbeit mit Partnern aus der Praxis, die seine experimentelle Umsetzung unterstützen.

Technisch setzt Mymory auf Repräsentationsformalismen des Sementic Web auf und verwendet einen Eye Tracker zur Aufmerksamkeitserfassung.

Kontakt

Ansprechpartner: Dipl.-Inform. Ludger van Elst
Projektleitung: Dipl.-Inform. Ludger van Elst
Homepage: http://www.dfki.uni-kl.de/mymory/

Beteiligte Forschungsbereiche

Publikationen

  • 2010
  • 2009
  • 2008
  • 2007