Forschungsprojekt

AICASys - Adaptive Intention Controlled Assistance System for Smart-Home Control

Durch die stetige Weiterentwicklung der Computer-Technik erreichen digitale Steuerungen eine immer grĂ¶ĂŸere LeistungsfĂ€higkeit. Zudem können Steuerungselemente durch die Vernetzung von Komponenten und die Einbettung in die Einzelanwendungen verstĂ€rkt in der Umgebung verteilt werden. Dadurch entsteht insgesamt ein intelligentes computergesteuertes Automationssystem. WĂ€hrend schon ausgereifte Hard- und Software-Lösungen in vielen Bereichen wie beispielsweise der industriellen Automationstechnik und der GebĂ€udeautomation existieren, bietet die Gestaltung einer intuitiven Interaktion zwischen den technischen Systemen und den Bedienern im privaten Hausbereich eine Reihe von wissenschaftlichen und technischen Fragen, die sich mit folgender zentraler Fragestellung zusammenfassen lassen: Wie können komplexe technische Assistenzsysteme einfach und leicht trotz körperlicher oder kognitiver EinschrĂ€nkungen mithilfe adaptiver Bedienelemente erlernt und bedient werden? Neben AnsĂ€tzen zur Architektur von Mensch-Technik-Systemen sollen in diesem Projekt spezielle Lösungen zur intuitiven blickgesteuerten Bedienung von Automationssystemen erarbeitet werden. Hierbei wird auf Anwendungen im Bereich der GebĂ€ude-Automation fokussiert, bei denen Endnutzer mit unterschiedlichen und zum Teil eingeschrĂ€nkten FĂ€higkeiten im Vordergrund stehen. Verteilte Steuerungselemente sind beispielsweise fĂŒr Menschen mit Gehbehinderung schwer erreichbar. Mobile Steuerelemente basierend auf Touchpad- oder Smart-Phone-Anwendungen sind hingegen in vielen FĂ€llen nicht behindertengerecht oder nicht intuitiv, was den Umgang mit diesen Systemen erschwert. Daher wird eine Lösung vorgeschlagen, die auf dem natĂŒrlichen Blickverhalten des Nutzers in seiner gewohnten Umgebung beruht. Der Nutzer kann dabei ohne weitere Hilfe allein mit seinen Augen die smarten GerĂ€tschaften in der nahen Umgebung (z.B. Kommunikations-, MobilitĂ€ts- und GebĂ€udeautomationsgerĂ€te etc.) bedienen, ohne den Eindruck zu bekommen, in einem kĂŒnstlichen Umfeld (z.B. vor dem Bildschirm) zu sein. Außerdem soll dadurch auch in Notfallsituationen besser geholfen werden. Durch adaptive und lernende Verfahren wird ein hoher Anpassungsgrad an die Umgebung und an die individuellen Nutzereigenschaften sowie an den Lernfortschritt beim Bedienverhalten erreicht. Weiterhin wird die Ausbringung und Wartung der Systeme erheblich erleichtert. Durch die allgemeine Einsetzbarkeit der Technologien und die aktuelle Kostenentwicklung der EingabegerĂ€te wird eine weitere große zukĂŒnftige Verbreitung in der industriellen Automationstechnik, in den Assistenztechnologien fĂŒr Land-, Wasser- und Luftfahrzeuge sowie in der Kommunikationstechnik und in der Unterhaltungsindustrie erwartet.

Kontakt

Ansprechpartner: Dr. Thomas Kieninger
Projektleitung: Dr. Thomas Kieninger

Beteiligte Forschungsbereiche

Publikationen

  • 2017
  • 2016
  • 2015