Direkt zum Inhalt Direkt zur Navigation Kompetenzzentrum Autonomous Driving

Kompetenzzentrum

Autonomes Fahren

Das autonom fahrende Auto wird aktuell intensiv diskutiert und, sehr oft in Kombination mit ElektromobilitĂ€t, von vielen als die Zukunft des Individualverkehrs gesehen. FĂŒr die Erreichung dieser Vision ist der Einsatz von Technologien der KĂŒnstlichen Intelligenz (KI) zwingend erforderlich. Auch am DFKI gibt es eine ganze Reihe von AktivitĂ€ten, in denen KI-Technologien fĂŒr autonome Fahrzeuge untersucht und weiterentwickelt werden.

Im Kompetenzzentrum Autonomes Fahren (CCAD) werden alle AktivitĂ€ten der einzelnen Forschungsbereiche des DFKI auf diesem Gebiet gebĂŒndelt und damit die technologische Expertise insgesamt weiter ausgebaut. Das Kompetenzzentrum definiert und koordiniert öffentliche und industrielle Forschungsprojekte und ist zentrale Kommunikationsplattform fĂŒr Mitarbeiter, sowie Anlaufstelle fĂŒr externe Kontakte im Bereich Autonomes Fahren.

Der Automobilmarkt steht vor der grĂ¶ĂŸten VerĂ€nderung seit Erfindung des Automobils. Die Erwartungshaltung der Medien und der Öffentlichkeit beim Thema Autonome Fahrzeuge ist sehr hoch. Neben einem Zuwachs an Reisekomfort und Zeit fĂŒr ProduktivitĂ€t oder Unterhaltung, wie man es von Bahnreisen kennt, versprechen autonome Fahrzeuge vor allem aber eine Reduktion von VerkehrsunfĂ€llen. Trotz erheblicher Verbesserungen in der passiven und aktiven Sicherheit moderner PKW sind heute weltweit noch immer ĂŒber eine Million Verkehrstote zu beklagen. Da erwiesenermaßen der (menschliche) Fahrer fĂŒr die allermeisten dieser UnfĂ€lle verantwortlich ist, liegt der Schluss nahe, dass autonome MobilitĂ€t Leben retten kann. DarĂŒber hinaus verspricht die Technologie eine Verbesserung der Verkehrseffizienz, d.h. eine Verringerung von Staus und damit sowohl einen ökologischen als auch einen ökonomischen Vorteil.

Die Rolle des Fahrzeuges als Teil komplexerer GeschĂ€ftsmodelle wird in Zukunft immer wichtiger. MobilitĂ€tsdienstleistungen wie Uber sind nur dann langfristig rentabel, wenn die Fahrzeuge ohne Fahrer auskommen. Auch Google (Waymo) investiert in autonome Fahrzeuge, „damit Millionen von Amerikanern durchschnittlich 1,5 Stunden pro Tag lĂ€nger online sein können“.

Damit deutsche wie auch europÀische Anbieter global konkurrenzfÀhig bleiben und zielgerichtet Innovationen entstehen können, brauchen sie neue Partner und politisch klare Rahmenbedingungen. Deutschland hÀlt zwar mehr als 50% der weltweiten Patente zum autonomen Fahren, zeigt jedoch Defizite der praktischen Umsetzung im Vergleich zu anderen LÀndern.

Bei der BewĂ€ltigung der Herausforderungen, die mit der Weiterentwicklung der Technologie sowie der Verifizierung (Abnahme) derselben verbunden sind, kommt dem Gebiet der KĂŒnstlichen Intelligenz eine SchlĂŒsselrolle zu. Vor allem das Maschinelle Lernen, welches das Fahrzeug dazu befĂ€higt, seine Umgebung wahrzunehmen, spielt eine wesentliche Rolle. Die dazugehörigen Modelle werden offboard (außerhalb des Fahrzeuges) auf Basis riesiger Datenmengen (Big Data) mit speziellen Verfahren (Deep Learning) trainiert. DarĂŒber hinaus sind Trainings- und Testfahrten in virtuellen Umgebungen (Synthetic Data) unerlĂ€sslich, damit das Fahrzeug auf selten vorkommende Ereignisse vorbereitet ist.


Leitung: Dr.-Ing. Christian MĂŒller

Kontakt

Deutsches Forschungszentrum fĂŒr KĂŒnstliche Intelligenz (DFKI) GmbH
Stuhlsatzenhausweg 3
Campus D3 2
D-66123 SaarbrĂŒcken
Deutschland

Telefon:  +49 (0)681 / 857 75-5269 / +49 (0)174 3689776
E-Mail: Christian.Mueller@dfki.de