Bund fördert Software-Cluster-Internationalisierungsstrategie

Der deutsche Software-Cluster wird ab 2016 seine internationale Vernetzung mit dem Silicon Valley, Singapur und Brasilien ausbauen. Unterstützung dabei erhält er vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme „Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken“. Die vorgestellte Internationalisierungsstrategie überzeugte das unabhängige Expertengremium bei der Präsentation durch die Clustervertreter Harald Schöning (Software AG), Wolfgang Wahlster (DFKI) und Gino Brunetti (Clustermanager) am 8. Juni 2015 in Berlin. Insgesamt stehen in den nächsten Jahren bis zu vier Millionen Euro Förderung zur Verfügung.

  • Der deutsche Software-Cluster erhält in den nächsten Jahren bis zu vier Millionen Euro Förderung für Internationalisierungsaktivitäten durch den Bund
  • Internationalisierungsstrategie baut auf verstärkte F&E-Projekte mit dem Silicon Valley, Singapur und Brasilien auf
  • Auszeichnung durch Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka im Rahmen der 3. Internationalen Clusterkonferenz am 30. Juni 2015 in Berlin

 

„Die Erfolgsgeschichte des deutschen Software-Clusters geht weiter“, so Clustersprecher Dr. Harald Schöning, Vice President Research der Software AG. „Seit der Auszeichnung als Spitzencluster im Jahr 2010 hat sich der deutsche Südwesten rund um Darmstadt, Karlsruhe, Kaiserslautern und Saarbrücken nachhaltig als Europas Silicon Valley der Unternehmenssoftware etabliert. Mit den geschaffenen Netzwerken und Technologien wollen wir nun verstärkt in internationale Forschungskooperationen eintreten, um den Software-Standort Deutschland zu stärken. Kleinen und mittleren Unternehmen werden dadurch neue Kooperationschancen eröffnet und der Zugang zu internationalen Märkten wird ihnen erleichtert.“

Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und Software-Cluster-Strategieboardmitglied, ergänzt: „Die Innovationsgeschwindigkeit bei der Digitalisierung ist rasant. Wir wollen in den nächsten Jahren durch Zusammenarbeit mit Partnern aus dem Silicon Valley, Singapur und Brasilien dafür sorgen, dass Deutschland mit dem Software-Cluster bei dem Megatrend Industrie 4.0 Leitanbieter bleibt und bei Smart Services die maßgeblichen Entwicklungen mitgestaltet“.

Deutschland ist weltweit vor den USA und Japan, aber nach China auf Platz 2 beim Export von forschungsintensiven Gütern. Um diese herausragende Position halten zu können, stärkt die Bundesregierung die strategische Internationalisierung der Spitzenforschung mit der Fördermaßnahme „Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken“. „Deutschland soll auch in Zukunft Weltspitze beim Export von Hightech-Gütern sein. Daher fördern wir die weltweite Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft. Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen wird die neue Initiative helfen, sich an internationalen Innovationsprozessen zu beteiligen und sie aktiv zu gestalten“, sagte Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Wanka.

Die insgesamt elf ausgewählten Projekte, darunter neben dem Software-Cluster drei weitere Spitzencluster, wurden von einem unabhängigen Expertengremium unter Vorsitz von Margret Wintermantel, Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), begutachtet und zur Förderung empfohlen. Die Internationalisierung von Clustern und Netzwerken ist Bestandteil der neuen Hightech-Strategie, mit der die Bundesregierung aus Ideen Innovationen macht und Verbindungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft knüpft. Gleichzeitig ist sie ein Baustein im Aktionsplan „Internationale Kooperation“ des BMBF. So werden Zukunftschancen und die Arbeitsplätze von morgen geschaffen.

Am 30. Juni werden der Software-Cluster und die weiteren ausgewählten Projekte im Rahmen der 3. Internationalen Clusterkonferenz des BMBF offiziell durch Ministerin Prof. Dr. Wanka prämiert.

 

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ÜBER DEN SOFTWARE-CLUSTER     

Der Software-Cluster im Südwesten Deutschlands ist  Europas "Silicon Valley für Unternehmenssoftware". In der Region rund um die Zentren der Software-Entwicklung Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbücken und Walldorf arbeiten mehr als 124.000 Beschäftigte in über 11.000 Software-Unternehmen. Seit 2007 wird der Cluster durch eine gemeinsame Strategie und Struktur verstärkt koordiniert, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und weiter zu steigern. Die zentrale Koordinierungsstelle des Software-Clusters hat ihren Sitz an der TU Darmstadt, vier zusätzliche regionale Koordinierungsbüros arbeiten direkt mit den Unternehmen vor Ort. Zu den Zielen des Software-Clusters gehören die Förderung von Forschung und Entwicklung, Technologietransfer und Unternehmensgründungen, die Markenbildung und internationale Sichtbarkeit des Clusters sowie die Schaffung neuer Qualifizierungsangebote gegen den Fachkräftemangel. Als wesentliches Ergebnis dieser organisierten Bemühungen wurde der Software-Cluster im Jahr 2010 im Spitzencluster-Wettbewerb der Bundesregierung ausgezeichnet. In insgesamt vier Spitzencluster-Projekten haben sich rund 40 Hauptakteure der deutschen Software-Industrie zusammengetan, darunter Deutschlands größte Software-Unternehmen sowie zahlreiche innovative Mittelständler. Sie kooperieren mit einigen der renommiertesten deutschen Informatik-Fakultäten und Forschungseinrichtungen und entwickeln gemeinsam die Unternehmenssoftware von morgen. die dynamisch und flexibel eine Vielzahl von Komponenten unterschiedlicher Hersteller kombiniert und so unternehmensübergreifende Wertschöpfungsketten ermöglicht. Über 250 weitere Firmen sind seitdem als „Partner im Software-Cluster“ zu diesem Netzwerk hinzugestoßen.

Auszeichnung durch Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka im Rahmen der 3. Internationalen Clusterkonferenz am 30. Juni 2015 in Berlin Internationalisierungsstrategie baut auf verstärkte F&E-Projekte mit dem Silicon Valley, Singapur und Brasilien auf

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Unternehmenssprecher DFKI

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