Das DFKI kennenlernen und erleben am Tag der Offenen Tür der Universität des Saarlandes

Sehen, erleben, ausprobieren: Am Tag der Offenen Tür der Saar-Uni am Samstag, dem 18. Juni 2011, können Besucher des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr mit virtuellen Charakteren kommunizieren, den persönlichen Lauftrainer im Miniaturformat mit sich führen, im virtuellen Gedächtnis von Produkten und Medikamenten kramen oder mehr über zukünftige Steuerungssysteme im Auto erfahren.

Die Universität des Saarlandes öffnet ihre Türen von 9 bis 17 Uhr und lädt die Bevölkerung des Saarlandes auf den Campus Saarbrücken ein. Dort können Besucher die Universität in ihrer ganzen Vielfalt kennenlernen. Am Tag der Offenen Tür werden außerdem Studienmöglichkeiten und studentisches Leben sowie Labore, Forschungsprojekte und Institute vorgestellt - von den Ingenieur- und Naturwissenschaften über die Medizin bis hin zu den Geistes-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Das DFKI zeigt in Gebäude D3_4 Forschungsprototypen und Live-Systemdemonstratoren aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz.

Der DFKI-Forschungsbereich Agenten und Simulierte Realität zeigt die Vorzüge immersiver, stereoskopischer virtueller Umgebungen. Die vorgestellte Virtual-Reality-Anwendung demonstriert die neuen Möglichkeiten von Visualisierungstechnologien und wie diese Planungsprozesse und die Kommunikation, d.h. die Bürgerbeteiligung, unterstützen können. Gezeigt wird die virtuelle Rekonstruktion der historischen Festungsstadt Saarlouis, die im 17. Jahrhundert von Sébastien de Vauban, dem Festungsbaumeister König Ludwigs XIV, entworfen wurde. Mit der virtuellen Rekonstruktion der Wehranlagen von Saarlouis wird die Historie der Festungsstadt, ihre Ausdehnung, Lage und Struktur auch in Bezug auf die heutige Bebauung anschaulich vermittelt. Die virtuellen 3D-Flüge durch die historische Altstadt von Saarlouis werden ab 10:00 Uhr halbstündlich präsentiert.


Im Projekt uService werden Geschäftsmodelle und Anwendungsszenarien für mobile Dienste im Gesundheits- und Fitness-Bereich entwickelt. Im Projekt leitet das DFKI Usability-Tests der entwickelten Anwendungsszenarien, unterstützt durch das Deutsche Lauftherapiezentrum (DLZ). uRun ist ein persönlicher Fitness- und Lauftrainer für mobile Endgeräte wie iPhones und iPods, der Gesundheitschecks und Fitnessberichte durchführen kann, passende Laufstrecken anhand des persönlichen Fitnessprofils berechnet und sogar passende Laufpartner finden kann. Und wenn die richtigen Schuhe fehlen, kann man sie mit uRun sogar online einkaufen!

Das „Semantische Produktgedächtnis“ (SemProM) erlaubt es, den Weg einer Ware und dessen Bestandteilen vom Anbau bis zum Endverbraucher mit Hilfe von RFID-Technologie (Radio Frequency Identification) aufzuzeichnen, zu kontrollieren und abzurufen. Der Endverbraucher kann also den gesamten Herstellungs- und Vertriebsprozess einer individuellen Produktinstanz detailliert nachvollziehen und überprüfen. Informationen zu Medikamenten und die entsprechenden Einnahmepläne können leicht verständlich dargestellt werden. Unterschiedliche Zugangsebenen für Verbraucher, Apotheker oder Ärzte erlauben flexible Informationen bei maximaler Datensicherheit. 
Individuelle Daten zu Produktion, Transport und Lagerung eines Bauteils werden auf einem RFID-Chip am Objekt selbst gespeichert. Beim Austausch eines Ersatzteils z.B. in einer Produktionsanlage stehen so allgemeine technische Daten, aber auch spezifische Informationen wie das Datum des Austauschs auf einem Smart Label bereit.
Das innovative Grundkonzept des Digitalen Produktgedächtnisses als eine konkrete technologische Zukunftsvision richtet sich systematisch an den Strategien für das „Internet der Dinge“ aus. Es basiert auf semantischen Technologien, Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (M2M), intelligenten Sensornetzen, instrumentierten Umgebungen, RFID-Technologie und multimodaler Interaktion. 

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt Carmina zielt darauf ab, die Grundlagen für eine neue Generation von kontext-sensitiven multimodalen Schnittstellen für automobile Anwendungen zu legen, welche die Interaktion von Fahrer und Passagieren mit dem Fahrzeug sowie mobilen Internetdiensten, die Interaktion zwischen den Passagieren und die Interaktion von Fahrer und Passagieren mit der Umgebung unterstützen. Ist es zu warm oder zu kalt, kann das Fenster geöffnet oder die Lüftung angeschaltet werden, indem Befehle ganz intuitiv über Sprache, Multifunktionsgeräte oder klassische Bedienelemente erteilt werden.

Die virtuellen Charaktere Jara und Taron des VirtualConstructor „leben“ im Konstruktionslabor eines Automobilherstellers und sind ausgewiesene Autospezialisten. Unter ihrer fachkundigen Anleitung kann man mit zehn Autoteilen im Maßstab 1:5 auf einem Konstruktionstisch über 800.000 Varianten eines dreidimensionalen Auto-Puzzles erzeugen, wobei 30 davon als sinnvolle Fahrzeugmodelle zum Erfolgserlebnis führen. Darüber hinaus informieren sie über neueste Forschungsergebnisse aus der Automobilindustrie und erläutern die technologische Basis und Funktionsweise des Edutainment-Exponats.

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) mit Sitz in Kaiserslautern, Saarbrücken und Bremen sowie einem Projektbüro in Berlin hat sich seit der Gründung 1988 zum weltweit größten Forschungszentrum auf diesem Gebiet entwickelt. Das Finanzierungsvolumen lag 2010 bei ca. 36 Millionen Euro. DFKI-Projekte adressieren das gesamte Spektrum von der anwendungsorientierten Grundlagenforschung bis zur markt- und kundenorientierten Entwicklung von Produktfunktionen. Aktuell forschen mehr als 400 Mitarbeiter (ohne studentische Hilfswissenschaftler) aus 60 Nationen an innovativen Software-Lösungen mit den inhaltlichen Schwerpunkten Wissensmanagement, Multiagententechnologie, Simulierte Realität, Sprachtechnologie, Intelligente Benutzerschnittstellen, Bildverstehen, Mustererkennung, Robotik, Sichere Kognitive Systeme, Erweiterte Realität und Wirtschaftsinformatik. Der Erfolg: über 50 Professoren und Professorinnen aus den eigenen Reihen und 57 Spin-Off-Unternehmen mit mehr als 1.300 hochqualifizierten Arbeitsplätzen.

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Kontakt

Reinhard Karger M.A.
Unternehmenssprecher DFKI

Tel.: +49 681 85775 5253


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