Hannover Messe 2018: DFKI präsentiert innovative Lösungen für Industrie 4.0 und Mobilität von morgen

Wie lassen sich intelligente Softwaretechnologien für aktuelle Herausforderungen in der industriellen Produktion und im städtischen Verkehr gewinnbringend einsetzen? Auf der Hannover Messe (HMI), der weltweit wichtigsten Industriemesse, vom 23. bis 27. April 2018 präsentiert das DFKI auf drei Ständen zukunftsweisende Anwendungen und Lösungen: eine Service Plattform zur Optimierung von Produktionsanlagen, intelligente Sensordatenfusion für den Straßenverkehr, Smart Services in der Lebensmittelproduktion sowie innovative Technologien für die Digitalisierung von Produktionsanlagen.

SADA-Szenario: Die von den On-board-Sensoren eines Autos erfassten Daten lassen sich intelligent und flexibel mit den Daten einer unbekannten stationären Sensorinfrastruktur sowie den Daten anderer Fahrzeugsensoren verknüpfen.

Stand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie - BMWi (Halle 2, Stand C28)

Service Plattform für die intelligente Anlagenoptimierung in der Produktion

Auf dem Stand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) stellt das DFKI das Verbundprojekt „SePiA.Pro - Service Plattform für die intelligente Anlagenoptimierung in der Produktion“ vor. Darin entwickelt der DFKI-Forschungsbereich Intelligente Analytik für Massendaten gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung eine unternehmensübergreifende, offene und standardisierte Serviceplattform für die produktionsprozessumfassende Effizienzsteigerung in cyberphysischen Industrie 4.0-Fertigungsanlagen. Hierbei setzt das Projekt auf die intelligente Auswertung und Analyse von Sensordaten und Auftragsparametern, die sich durch die Kombination von Mehrwertdiensten, sogenannter Smart Services, die auf den erhobenen Daten aufbauen, realisieren lassen. Die notwendige Portabilität der Services wird dabei durch die Bündelung eines Softwarepakets zu einem Smart Service Archive erreicht.

www.projekt-sepiapro.de

Datenfusion auf höchstem Niveau: SADA ebnet den Weg für reibungslose Kombination von Sensordaten im Auto mit Daten aus der Umgebung

Neben innovativen Technologien für die Industrie 4.0, adressiert das DFKI auf dem Stand des BMWi auch die Mobilität von morgen und stellt das Verbundprojekt „SADA – Smart Adaptive Data Aggregation“ vor. Darin entwickelte das Robotics Innovation Center des DFKI zusammen mit Partnern Lösungen für die Fusion heterogener Daten aus verteilten, mobilen Fahrzeugsensoren mit Daten aus zuvor unbekannten stationären und mobilen Infrastruktursensoren, Sensoren in anderen Fahrzeugen oder Mobilgeräten mit dem Ziel einer besseren Umweltwahrnehmung. SADA setzt dieses Konzept mit Hilfe eines sogenannten Range-Extenders um, eines zusätzlichen Anhängers mit Akkus, der eine erhöhte Signalreichweite ermöglicht. Den Auftritt auf der HMI verbinden die Partner mit dem Abschluss des Projektes und demonstrieren die Ergebnisse an dem am Robotics Innovation Center entwickelten robotischen Elektrofahrzeug EO smart connecting car 2. Dank erweiterter Allradlenkung kann das Fahrzeug sowohl seitwärts als auch diagonal fahren und sich auf der Stelle drehen. Zudem ist es in der Lage, seine Morphologie zu ändern und fast 80 cm in der Länge zu schrumpfen.

www.projekt-sada.de

 

Stand der Universität des Saarlandes, Wissens- und Technologietransfer (Halle 2, Stand B46)

Smart Services in der Lebensmittelproduktion: Von Smart Farming zu datengetriebenen Geschäftsmodellen

Auf dem Stand der Universität des Saarlandes zeigt der DFKI-Forschungsbereich Smart Service Engineering ein Exponat aus dem Projekt "Smart-Farming-Welt (SmarF)". Darin arbeitet das DFKI gemeinsam mit mehreren Partnern an einer herstellerübergreifenden Vernetzung von Maschinen im landwirtschaftlichen Pflanzenbau mithilfe einer Serviceplattform. Das Exponat demonstriert neue Smart Services in der Lebensmittelproduktion durch die Nutzung eines sogenannten Data Lakes - einer Art Sammelbecken an Rohdaten von diversen Geräten und Programmen. Dieser entsteht durch den Einsatz von Industrie 4.0-Komponenten, die z.B. bei der Kartoffelernte und bei der späteren Qualitätskontrolle beim Produzenten Daten zur Optimierung von Rohstoff und Ernteprozess bereitstellen. Mittels Deep Learning lassen sich daraus Prognosen zur Qualitätsentwicklung erstellen. Neben dem Verkauf der so "veredelten" Daten an Rohstoffinvestoren kann der Produzent die Qualität zukünftiger Lieferungen, z.B. durch den Austausch von Kartoffelsorten, so vorab beeinflussen. Der Landwirt profitiert, indem er auf Basis dieser Daten die nächste Erntesaison optimieren kann.

www.smart-farming-welt.de

 

Gemeinschaftsstand der Technologie-Initiative SmartFactoryKL und des DFKI (Halle 8, Stand D18)

Einfach in die Cloud: Digitalisierung von Produktionsanlagen leichtgemacht

Wie kann eine existierende Produktionsanlage digitalisiert werden? Am Gemeinschaftsstand der Technologie-Initiative SmartFactoryKL und des DFKI werden konkrete Anwendungsszenarien und die Fabrik von morgen schon heute erlebbar. Die große Industrie 4.0-Produktionsanlage des Partnerkonsortiums der SmartFactoryKL stellt dafür verschiedene Lösungen vor, u.a. den Einsatz intelligenter Konnektoren, sogenannter Edge Devices. Diese sammeln Zustandsdaten der Produktionsmaschinen, die sie mittels standardisiertem Kommunikationsprotokoll OPC UA über die bestehende Integrationsschicht an eine Cloud-Plattform verarbeitet weiterleiten. Durch intelligente Datenauswertung können im Sinne des Condition Monitorings (Zustandsüberwachung) Rückschlüsse auf den Zustand der Anlage gezogen und z.B. Wartungsarbeiten bedarfsgerecht eingeleitet werden.

www.smartfactory.de

 

Pressekontakt
Swantje Schmidt
DFKI Unternehmenskommunikation Bremen
Tel.: 0421 17845-4121
E-Mail: swantje.schmidt@dfki.de

Christian Heyer
DFKI Unternehmenskommunikation Kaiserslautern
Tel.: 0631 20575-1710
E-Mail: christian.heyer@dfki.de

Die Daten der SmartFactory-KL-Industrie 4.0-Anlage werden durch eine übergeordnete SmartFactory-KL-Cloud gesamthaft ausgewertet und interpretiert.

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
German Research Center for Artificial Intelligence