Interaktive Lichtperformance beim Electro Magnetic Festival 2013 im Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Auf dem Silent Floor des Techno- und House-Festivals werden Besucher zu interaktiven Lichtkünstlern, steuern mit ihren Bewegungen Beleuchtung und Lichteffekte selbst und verleihen dem Soundmix der DJ?s ihren persönlichen visuellen Ausdruck.

Eine Kinect-Tiefenkamera erkennt die Bewegungen der Tanzenden und setzt sie in Befehle für die horizontale und vertikale Ausrichtung der Scheinwerfer und das projizierte Farbspektrum um. Dazu positioniert sich der Licht-Jockey mitten auf der Bühne zwischen zwei sich duellierenden DJ’s, so dass seine Bewegungen von der Kinect erfasst werden können. Optische Marker oder zusätzliche Lichtquellen sind dafür nicht notwendig.

Entwickelt wurde die Technologie am Lehrstuhl von Prof. Dr. Andreas Butz für Mensch-Maschine-Interaktion, Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), und am Lehrstuhl für Medieninformatik der Universität des Saarlandes, Prof. Dr. Antonio Krüger, zusammen mit seiner Arbeitsgruppe am DFKI.

Die Teams der LMU und des DFK I haben bereits 2010 für das größte europäische Festival digitaler Kunst, die Ars Electronica in Linz, eine Technologie für die Interaktion mehrerer Smartphones mit öffentlichen Displays entwickelt. Bei der Installation für das Electro Magnetic Festival kann der Nutzer jetzt erstmals mediale Technik mit seinen Körperbewegungen und ohne Instrumentierung intuitiv steuern.

„Beide Projekte sind typische Anwendungen aus der Medieninformatik“, so Prof. Krüger. „Der Studiengang verbindet Inhalte aus dem klassischen Informatikstudium mit den künstlerischen Aspekten der Mediengestaltung und Erkenntnissen aus der Wahrnehmungspsychologie. Die enge Verzahnung des Fachbereichs mit dem DFKI bietet die Möglichkeit, theoretisches Wissen in anwendungsnahe Lösungen umzusetzen“.

 

Über das Electro Magnetic Festival

2012 mit dem begehrten Award für Europas bestes neues Festival ausgezeichnet, geht das Electro Magnetic Event dieses Jahr in die zweite Runde. Auch 2013 versammelt das Festival die Top-Acts der deutschen Techno- und House-Szene vor der eindrucksvollen Kulisse des UNESCO-Weltkulturerbes Völklinger Hütte. Auf insgesamt sechs Floors, die z.T. unter freiem Himmel sind, treffen Live-Acts, DJs, Licht- und Pyrokünstler an einem der spannendsten historischen Orte der Welt zusammen.

 

Über das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) mit den Standorten Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen (mit Außenstelle Osnabrück) und einem Projektbüro in Berlin ist auf dem Gebiet innovativer Softwaretechnologien die führende Forschungseinrichtung in Deutschland. In der internationalen Wissenschaftswelt zählt das DFKI zu den wichtigsten "Centers of Excellence" und ist derzeit gemessen an Mitarbeiterzahl und Drittmittelvolumen das weltweit größte Forschungszentrum auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und deren Anwendungen. Das Finanzierungsvolumen lag 2012 bei ca. 36 Millionen Euro. DFKI-Projekte adressieren das gesamte Spektrum von der anwendungsorientierten Grundlagenforschung bis zur markt- und kundenorientierten Entwicklung von Produktfunktionen. Aktuell forschen mehr als 400 Mitarbeiter aus ca. 60 Nationen an innovativen Software-Lösungen mit den inhaltlichen Schwerpunkten Wissensmanagement, Cyber-Physical Systems, Robotics Innovation Center, Innovative Retail Laboratory, Institut für Wirtschaftsinformatik, Eingebettete Intelligenz, Agenten und Simulierte Realität, Erweiterte Realität, Sprachtechnologie, Intelligente Benutzerschnittstellen, Innovative Fabriksysteme. Der Erfolg: über 60 Professoren und Professorinnen aus den eigenen Reihen und mehr als 60 Spin-Off-Unternehmen mit ca. 1.700 hochqualifizierten Arbeitsplätzen.

 

Über die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)

Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München ist eine der führenden Universitäten in Europa mit einer über 500-jährigen Tradition. In 18 Fakultäten forschen und lehren rund 700 Professorinnen und Professoren sowie etwa 3.600 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie bieten ein breites und ausdifferenziertes Spektrum aller Gebiete des Wissens von Geistes- und Kultur- über Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bis hin zur Medizin und den Naturwissenschaften. Der Lehrstuhl für Mensch-Maschine-Interaktion befasst sich mit neuartigen Interaktionsformen zwischen Mensch und Computer. Eine besondere Rolle hierbei spielen interaktive Gegenstände und Oberflächen sowie die Integration mobiler Geräte in die Umgebung.

 

Kontakt

Sven Gehring
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)
Tel.: +49 681 857 75 5116
Sven.Gehring@dfki.de
 

Dr. Alexander Wiethoff
LMU Ludwig-Maximilians-Universität München
Lehrstuhl für Mensch-Maschine-Interaktion

Tel.: +49 89 2180 4663

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
German Research Center for Artificial Intelligence