Junge Informatik-Asse beim 31. Bundeswettbewerb Informatik ausgezeichnet – Hilfswissenschaftler aus dem DFKI wird doppelter Preisträger

Spannende und ereignisreiche Tage liegen hinter den Endrunden-Teilnehmern des 31. Bundeswettbewerbs Informatik, dessen Endrunde in Kaiserslautern gemeinsam vom Fachbereich Informatik der Technischen Universität, dem Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software-Engineering, dem DFKI und dem Max-Planck Insitut für Softwarsysteme ausgerichtet wurde. Am heutigen Freitag wurden mit einem feierlichen Festakt in den Räumlichkeiten des Fraunhofer-Zentrums in Kaiserslautern im Beisein von Bundes-, Landes- und Stadtprominenz sowie Lehrerinnen und Lehrern und Eltern die größten Informatik-Nachwuchs-Talente Deutschlands als Bundessieger des Bundeswettbewerbs Informatik prämiert. Felix Rech, ein ehemaliger Hilfswissenschaftler des DFKI, wurde Bundessieger und erhielt den Sonderpreis für die herausragende Gesamtleistung.

Prof. Dengel überreicht Felix Rech den Ingo-Wegener-Preis

Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, betonte mit Blick auf die erstmalige Ausrichtung des Bundeswettbewerbs Informatik in Rheinland-Pfalz: „Ich freue mich, dass ich die Siegerinnen und Sieger im Bundeswettbewerb Informatik hier in der Wissenschaftsstadt Kaiserslautern beglückwünschen und auszeichnen darf. Von den Leistungen der Bundessiegerinnen und Bundessieger bin ich sehr beeindruckt.“ Die Bildungs- und Wissenschaftsministerin ergänzte: "Speziell die Ausrichter als auch die TU Kaiserslautern und das rheinland-pfälzische Bildungsministerium ziehen bei den Bemühungen, Schülerinnen und Schüler schon früh für die Informatik zu begeistern, an einem Strang.“ Der Bundeswettbewerb Informatik sei eine in der Wettbewerbslandschaft bereits fest etablierte, hervorragende Möglichkeit, begabte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler zu einer Berufs- oder Studienwahl in diesem Fach zu motivieren. Vor dem Hintergrund des anhaltenden Fachkräftebedarfs im Bereich Informatik trage der Wettbewerb auch zur Mobilisierung und Förderung  des Nachwuchses für die IT-Branche bei. „Davon profitieren auch unsere Hochschulen“, sagte Doris Ahnen.

Aus rund 1200 Schülerinnen und Schülern, die bundesweit am Wettbewerb teilgenommen hatten, haben sich in diesem Jahr 28 Teilnehmer für die Endrunde des Wettbewerbs qualifiziert. Die Teilnehmenden stellten sich in den vergangenen beiden Wettbewerbstage den herausfordernden Aufgaben und Fragen der 16-köpfigen Fachjury.

Felix Rech wird herausragender Gesamtsieger

Neben der Auszeichnung als Bundessieger, ging der Ingo-Wegener-Preis für die herausragendste Gesamtleistung an einen ehemaligen Praktikanten des DFKI: Felix Rech aus Winnweiler. Der Abiturient der Freien Waldorfschule Otterberg hatte im Jahr 2011 ein Schüler-Praktikum im Forschungsbereich Erweiterte Realität des DFKI in Kaiserslautern absolviert und war dort anschließend, auf Grund seiner exzellenten Arbeit, bereits in Jahr als Hilfswissenschaftler tätig. Inzwischen hat Felix Rech ein Informatikstudium an der Universität Saarbrücken begonnen.

Als weitere Bundessieger 2013 wurden die folgenden jungen IT-Talente gekürt: Simon Bodenschatz, David Schmidt, Philip Wellnitz und Friedrich Hübner. Sie erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 750? und werden ferner in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen. Weitere Preisträger sind Arne Boockmeyer, Caroline Gergen, Manuel Gundlach, Thekla Hamm, Lukas Köbis und Lasse Wulf. Diese erhalten jeweils ein Preisgeld in Höhe von 500€.

Prof. Dr. Andreas Dengel, Standortleiter des DFKI in Kaiserslautern, hatte angesichts der Verbindung des Gesamtsiegers mit dem DFKI die spontane Ehre, ihm den Ingo-Wegener-Preis zu überreichen.

Schwierige Aufgaben in der Endrunde forderten das ganze Können der Talente

Die Schülerinnen und Schüler mussten in Einzelgesprächen und in Gruppenarbeit ihr geballtes Wissen rund um die Informatik unter großem Zeitdruck abrufen. Getestet wurde neben der Fachkompetenz und Kreativität der Teilnehmer auch deren Fähigkeit, konstruktiv im Team zusammenzuarbeiten.

Eine Aufgabe bestand darin, der Serienfigur Homer Simpson aus einer kniffligen Situation zu „helfen“. Dazu sollten die Finalisten zunächst mit formalen Informatikmethoden die Problematik darstellen, um im weiteren Verlauf die Interessenskonflikte Homers mittels eines einfachen Algorithmus´ zu lösen. Des Weiteren nahmen sich die Teilnehmer unter anderem des sogenannten „Bahncard-Problems“ an. Dabei wurden effiziente Strategien entwickelt, um zu berechnen, ob und wann sich der Kauf einer Bahncard lohnt.

Prof. Dr. Peter Liggesmeyer, wissenschaftlicher Leiter des Fraunhofer IESE und Vizepräsident der Gesellschaft für Informatik, ist stellvertretend für die Ausrichter über den Erfolg des Wettbewerbs und die Ergebnisse der Finalisten hoch erfreut: „Das Niveau der Schülerinnen und Schüler ist ausgesprochen hoch. Ihr Fachwissen und ihre Fähigkeit, Problemfälle kompetent zu erörtern, konnten sie eindrucksvoll unter Beweis stellen. Unter diesen jungen Menschen sehe ich zahlreiche IT-Talente, die ich mir auch sehr gut in meinen Vorlesungen vorstellen kann.“

Der Bundeswettbewerb Informatik ist eine Initiative der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), des Fraunhofer-Verbunds Informations- und Kommunikationstechnologie sowie des Max-Planck Instituts für Informatik, die es sich zum Ziel gesetzt hat, junge Informatiktalente zu fordern und vor allem weiter zu fördern. Dieser Wettbewerb wird jährlich bundesweit ausgeschrieben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziell unterstützt.

Loho_h50_FBI       Logo_h50_DFKI    Logo_h50_IESE   Logo_h50_MPI
 

Beitrag teilen auf:

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
German Research Center for Artificial Intelligence