Künstliche Intelligenz in Forschung und Praxis – Das DFKI bei der Kaiserslauterer „Nacht, die Wissen schafft“

Am Freitag, 25. April 2014, öffnet das DFKI in Kaiserslautern wieder seine Türen für die „Nacht, die Wissen schafft“. Von 19:00 bis 24:00 Uhr treffen die Besucherinnen und Besucher im DFKI auf die faszinierende Welt der Künstlichen Intelligenz in Forschung und Anwendung. Im Vordergrund stehen in diesem Jahr intelligente Technologien für die Stadt von morgen aus dem neu gegründeten SmartCity Living Lab. Darüber hinaus stehen Demonstrationen aus anderen Forschungsbereichen sowie interessante Kurzvorträge auf dem Programm. Als Gäste präsentieren sich in und vor dem DFKI die Fachhochschule Kaiserslautern, die Energieagentur Rheinland-Pfalz, John Deere und Insiders Technologies. Wir laden Sie herzlich ein, das DFKI in dieser Nacht zu erleben!

Exponate und Systemdemonstrationen:

Crowd Density – Automatisierte Erkennung von Menschenmassen und Bewegungsrichtungen

Wann ist das Besucheraufkommen eines Festivals oder einer Messe am höchsten? In welchen Bereichen halten sich die Gäste dann meistens auf? Welche Ausgänge sind am stärksten frequentiert? Welche Angebote verzeichnen das größte Interesse? Die Sensorik eines Smartphones liefert den Ansatz für Verfahren, mit denen sich kritische Ausmaße erkennen und die Massen steuern lassen.

Die Human Analytics Apps TrackMe und GeoVisualizer – Echtzeit-Monitoring, Analyse und 3D-Visualisierung von Emotionen           

Human Analytics heißt der aktuelle Trend, der sich mit der Erfassung und intuitiven Darstellung sowie der interaktiven Analyse von personenbezogenen Körperdaten in Echtzeit beschäftigt. Bisher wurden jedoch nur wenige Versuche unternommen, diese Vitaldaten mit Informationen aus der Umwelt zu verknüpfen und entsprechend zu visualisieren. Die Apps TrackMe und GeoVisualizer aus dem DFKI-Forschungsbereich Erweiterte Realität bringen beides zusammen. Vitalparameter, Emotionen, Aktivitäten und personenbezogene Informationen werden mit Daten aus der unmittelbaren Umgebung in Verbindung gebracht. Zusammen ergeben sie einen ortsbezogenen Indikator für die individuelle Befindlichkeit, eine Art emotionale Landkarte.

Talking Places – Sightseeing mit Wunderbrille

Das visionäre Projekt Talking Places wurde von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ als „Ausgezeichneter Ort 2013/2014“ ausgewählt. Es zeigt im Modell, wie Besucher einer Stadt sich nicht nur über Reiseführer oder via Smartphone Informationen zu Plätzen und Gebäuden einer Stadt erhalten, sondern auch über eine Datenbrille. Allein mit Blicken werden mit Talking Places Objekte und Sehenswürdigkeiten zum sprechen gebracht und passende Informationen geliefert.

ParKLight- und Notruf-App

Der Prototyp der Park-App für Kaiserslautern erleichtert das Finden von Parkplätzen, Parkhäusern und Parkzonen.
Die Notruf-App hilft Bürgerinnen und Bürgern mit Sprach-, Hör- oder sonstigen körperlichen Beeinträchtigungen im Ernstfall bei der Kommunikation mit Rettungsdiensten.

Augmented Reality für die Wartung, Reparatur und Instandhaltung von Landmaschinen

Der DFKI-Forschungsbereich Erweiterte Realität präsentiert zusammen mit John Deere erste prototypische Lösungen aus dem Verbundprojekt SINNODIUM, in dem „emergente Software“ entwickelt wird. Die Wissenschaftler haben ein umfassendes Augmented Reality Wartungsinformationssystem für Landmaschinen entwickelt, das vor Ort präzise und anschaulich die technischen Details für Instandhaltungsarbeiten erläutert. Passend zum fokussierten defekten Maschinenelement werden technische Informationen auf einem Tablet eingeblendet.

Digipen – Biometrische Verfahren zur Erfassung, Archivierung und Verifikation von Unterschriften

Die handgeschriebene Unterschrift ist in vielen Bereichen fundamental für die Rechtswirkung von wichtigen Dokumenten. Deshalb ist sie potentielles Ziel von Fälschungsversuchen. Das DFKI entwickelt seit vielen Jahren sichere forensische Analyseverfahren, die mittels digitaler Stifttechnologie sowohl auf Papier als auch auf Tablet-PC eine spezifische Erfassung, sichere Archivierung und verlässliche Wiedererkennung von Handschriften ermöglichen. Viele dieser Technologien werden von einer der jüngsten Ausgründungen des DFKI, der digipen technologies, zur Marktreife gebracht.

Vorträge:

  • 20:00 – 20:20 Uhr „Daten sammeln in der SmartCity"
    Martin Memmel, Forschungsbereich Wissensmanagement, DFKI
  • 21:00 – 21:20 Uhr „Computer lesen Geschäftspost – Vision oder schon Realität?“
    Werner Weiss, Geschäftsführer Insiders Technologies
  • 22:00 - 22:20 Uhr „Lernen aus Erfahrung" 
    Prof. Dr. Klaus-Dieter Althoff, Kompetenzzentrum Case-Based Reasoning, DFKI

Gäste:

  • FH Kaiserslautern: Die FH Kaiserslautern stellt Virtuelle Labore in MINT-Fächern vor, wobei klassische Laborexperimente aus natur- und ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen in die Online-Welt übertragen werden. Anhand der virtuellen Labore können Interessierte selbst erste Experimentiererfahrungen sammeln. www.fh-kl.de
  • Energieagentur Rheinland-Pfalz: Die Energieagentur Rheinland-Pfalz informiert mit ihrem Infomobil vor dem DFKI über ihre Aufgaben und Angebote. Besucher können ihr Energiewissen bei einem Quiz unter Beweis stellen und attraktive Preise gewinnen. www.energieagentur.rlp.de
  • Insiders-Technologies: Als erfolgreiches Spin-off des DFKI setzt Insiders Technologies seit über 15 Jahren Maßstäbe für Produkte und Lösungen zur intelligenten Dokumentverarbeitung und Geschäftsprozessoptimierung. Informieren Sie sich über innovative Software und Ihre Karrierechancen am Informationsstand im Foyer. www.insiders-technologies.de
  • John Deere: Gemeinsam mit dem DFKI präsentiert John Deere eine Augmented Reality Anwendung auf mobilen Endgeräten zur Erweiterung von Trainings- und Serviceangeboten. www.deere.de

Bewirtung im Foyer:

Weinspezialitäten, alkoholfreie Getränke und Snacks

 

Außer dem DFKI und seinen Gästen beteiligen sich die Technische Universität und die Fachhochschule Kaiserslautern, das Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software-Engineering (IESE), das Institut für Oberflächen- und Schichtanalytik (IFOS), das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM), das Institut für Verbundwerkstoffe (IVW) und das Business and Innovation Center (BIC) an der „Nacht, die Wissen schafft“.

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