Wissenschaftler aus ganz Europa treffen sich, um Europas globale Position in der Künstlichen Intelligenz zu stärken

An diesem Freitag werden sich 100 europäische Spitzenforscher und Interessensvertreter der Künstlichen Intelligenz (KI) in Brüssel treffen. Aufbauend auf der vorhandenen Stärke ist es ihr Ziel, Europa für eine Führungsposition in der menschzentrierten KI zu positionieren: eine sozial verträgliche Technologie, die stark auf menschlichen Werten und Einschätzungen basiert.




CLAIRE SloganZu diesem Zweck hat die europäische KI-Gemeinschaft kürzlich eine Initiative zur Gründung einer "Confederation of Laboratories for Artificial Intelligence Research in Europe", auch "CLAIRE" genannt, gestartet. Seit ihrer Gründung im Juni wurde CLAIRE von über 2000 Akteuren aus Wissenschaft, Industrie und öffentlicher Verwaltung aus ganz Europa unterstützt, darunter mehr als 1100 Experten für Künstliche Intelligenz sowie siebzehn der nationalen KI-Gesellschaften und Forschungsinstitute Europas.

Die CLAIRE-Initiative zielt darauf ab, ein europäisches Netzwerk von Kompetenzzentren für Künstliche Intelligenz in ganz Europa und eine neue, zentrale Einrichtung mit einer hochmodernen, "Google-Scale" Infrastruktur zu schaffen, die neue und bestehende Talente fördert und eine Anlaufstelle für den Austausch und die Interaktion von Forschern in allen Phasen ihrer Karriere in allen Bereichen der Künstlichen Intelligenz bietet. Ziel ist es, im Bereich der Künstlichen Intelligenz eine ähnliche Wirkung und Markenbekanntheit wie beim CERN, Europas weltweit führendem Labor für Teilchenphysik, zu erreichen.

Das CLAIRE-Symposium
Das ganztägige Symposium findet am 7. September im Norway House, Rue Archimède, Brüssel, statt. Es vereint 100 Teilnehmer aus Wissenschaft, Industrie und öffentlicher Verwaltung, darunter 35 weltweit führende KI-Forscher. Eröffnet wird es von Oda Helen Sletnes, der norwegischen Botschafterin bei der Europäischen Union, Dr. Juha Heikkilä, der die Arbeit der Europäischen Kommission im Bereich der Künstlichen Intelligenz leitet, und François Sillion, Frankreichs neuer nationaler Koordinator für KI. Ziel des Symposiums ist es, eine gemeinsame europäische Strategie für Spitzenleistungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz auszuarbeiten und den europäischen und nationalen Entscheidungsträgern Leitlinien für die großen Investitionen in Künstliche Intelligenz an die Hand zu geben, die erforderlich sind, um eine führende Rolle Europas in Forschung und Innovation im Bereich der Künstlichen Intelligenz zu gewährleisten.

Mehr zu CLAIRE und zum CLAIRE-Symposium unter:
claire-ai.org
claire-ai.org/symposium

Sponsoren
Das Symposium wird unterstützt von Arvato CRM Solutions, dem Norwegischen Forschungsrat, der Norwegischen Mission bei der EU, dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI, Deutschland), der Oslo Metropolitan University (Norwegen) und der Leiden University (Niederlande).

Presse
Pressevertreter sind zu der Veranstaltung, insbesondere zur Eröffnungssitzung (10:00 -11:30 Uhr), herzlich willkommen. Es besteht die Gelegenheit, die Mitglieder und Initiatoren von CLAIRE zu interviewen. Die Ergebnisse des Symposiums werden wir im Anschluss an die Veranstaltung durch eine Pressemitteilung verbreiten. Zitate über die Bedeutung der europäischen Exzellenz im Bereich der künstlichen Intelligenz und der CLAIRE-Initiative finden Sie zur freien Verwendung unter https://claire-ai.org/quotes. Weitere Informationen, die speziell für den Einsatz in der Medienberichterstattung konzipiert sind, finden Sie auch unter https://claire-ai.org/faq.

Hintergrund
Die Technologie der Künstlichen Intelligenz wird das künftige Wohlergehen Europas in hohem Maße beeinflussen. Unsere Fähigkeit, die Wissenschaft, die Innovationen, Produkte und Dienstleistungen der Zukunft zu entwickeln, wird nicht nur darüber entscheiden, ob wir weiterhin ein vergleichsweise hohes Niveau an Wohlstand, Wohlfahrt, öffentlichen Dienstleistungen und Sicherheit aufrechterhalten können, sondern auch darüber, ob Europa in der Lage sein wird, eine Zukunft auf der Grundlage europäischer Erfahrungen und Werte zu schaffen. Eine starke technologische Position ist notwendig, um die vielen Herausforderungen der Zukunft zu meistern.

Wissen ist Macht, oder noch deutlicher: Wissenschaft ist Macht. Diese Aufassung wird noch deutlicher, wenn wir von Künstlicher Intelligenz sprechen. Künstliche Intelligenz ist ein globaler "Game Changer". Sie ist nicht nur ein wichtiger Motor für Innovation, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit: KI wird die Art und Weise, wie wir leben und arbeiten, grundlegend verändern.

Man sagt manchmal, dass der beste Weg, die Zukunft zu meistern, darin besteht, sie zu schaffen. Europa mit seinen Stärken in allen Bereichen der KI und seinen starken Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen ist dafür hervorragend aufgestellt. Aktuell läuft Europa jedoch Gefahr, in der KI-Forschung ins Hintertreffen zu geraten, wie die Statistiken der KI-Konferenz in Stockholm zeigen. Die Wahrheit ist hart, aber unbestreitbar: Wenn Europa seine Zukunft nicht selbst gestaltet, wird es jemand anderes für uns tun.

China, Japan und die USA investieren alle erheblich in die Forschung im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Erklärtes Ziel Chinas ist es, eine dominierende Rolle in allen Bereichen der Künstlichen Intelligenz zu etablieren. Allein im vergangenen Jahr haben die USA zwischen 12 und 19 Milliarden Euro in kommerzielle Künstliche Intelligenz investiert. Sowohl China als auch die USA bauen beeindruckende Forschungszentren und Institute auf.

CLAIRE stellt einen konkreten Vorschlag dar, wie diesen Entwicklungen in Europa begegnet werden kann. Angesichts der bestehenden Exzellenz in allen Bereichen der KI in Europa mit einigen der weltweit besten KI-Forscher und einer starken Industrie in vielen Sektoren, die von KI profitieren können, ist Europa in einer sehr guten Position, um ein wichtiger Akteur in der KI zu sein.


Kontakt

Prof. Dr. Philipp Slusallek
CLAIRE Initiator und Wissenschaftlicher Direktor
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)
Stuhlsatzenhausweg 3
Saarland Informatics Campus, Geb. D 3_2
D-66123 Saarbrücken
Telefon: +49 681 85775 5377
E-Mail: Philipp.Slusallek@dfki.de