Künstliche Intelligenz: Continental und DFKI vereinbaren enge Kooperation

Continental ergänzt sein KI-Netzwerk durch Kooperation mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) +++ Technologieunternehmen profitiert auf allen Unternehmensebenen, etwa im Wissensmanagement, beim Materialfluss sowie in der Software- und Produktentwicklung +++ KI-basierte Software und maschinelles Lernen ermöglichen die Zukunft des automatisierten und autonomen Fahrens




Das Technologieunternehmen Continental und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) haben eine Zusammenarbeit vereinbart. Das auf mehrere Standorte verteilte DFKI ist die weltweit größte gemeinnützige Einrichtung zur Erforschung der künstlichen Intelligenz (KI, engl. AI: Artificial Intelligence). Die Zusammenarbeit zielt sowohl auf verbesserte unternehmensinterne Prozesse als auch auf die Mobilität der Zukunft. „Die Kooperation mit dem DFKI ist Teil unserer Strategie, Continental als Technologieunternehmen zu stärken, in dem es auf allen Ebenen künstliche Intelligenz nutzt. Continental wird eine ‚AI empowered company‘“, erklärte Kurt Lehmann, Corporate Technology Officer bei Continental, anlässlich der Vertragsunterzeichnung. „KI soll unsere Mitarbeiter in ihrer Arbeit unterstützen und ihnen neue Werkzeuge an die Hand geben.“ Darüber hinaus ist KI eine zentrale Säule für die Mobilität der Zukunft. „Wir gehen heute davon aus, dass autonomes Fahren nicht ohne Technologien der künstlichen Intelligenz realisierbar sein wird“, unterstreicht Lehmann.

Gemeinsame Forschung im DFKI-Ökosystem
Im Rahmen der Kooperation wird am DFKI-Standort Kaiserslautern das gemeinsame Forschungslabor Intelligente Technologien (FIT) eingerichtet. Hier sollen Continental-Mitarbeiter im Ökosystem der DFKI-Labore Grundlagen erforschen und konkrete Problemstellungen adressieren. Unter anderem werden KI-unterstützte Methoden der Datenauswertung und Softwareentwicklung erforscht. So arbeitet Continental unter anderem an der Entwicklung von KI-basierten Werkzeugen, die den mehr als 16.000 weltweiten Mitarbeitern im Bereich Software und IT bei der Qualitätssicherung und Funktionserweiterung helfen werden.

Selbstlernende Systeme für bessere Prozesse und schnelleres Finden
Continental-Ingenieure haben bereits zahlreiche Anwendungsfälle für KI identifiziert. So lassen sich beispielsweise im Bereich des Materialflusses mithilfe des maschinellen Lernens präzisere Prognosen des Rohmaterialbedarfs erstellen. In diesem Technologiefeld weist das DFKI ausgeprägte Kompetenzen auf.

Professor Andreas Dengel leitet den DFKI-Forschungsbereich „Smarte Daten & Wissensdienste“. Für ihn erfordert nachhaltige Unternehmensführung heute ein aktives und umfassendes Wissensmanagement: „Die Hauptaufgabe besteht darin, schlanke, dezentrale und kontinuierlich lernende Organisationen in die Lage zu versetzen, gleichzeitig flexibel und kohärent zu agieren.“ Dafür entwickeln die DFKI-Experten automatisierte, persönliche Wissensassistenten: Systeme, die Dokumente identifizieren und zum Beispiel Personen, Projekte, Ereignisse oder Orte automatisch erkennen. Wissensassistenten helfen, Workflows individuell zu konfigurieren und in jedem Umfeld relevante Informationen bereitzustellen.

Beschleunigte Objekterkennung dank künstlicher neuronaler Netze
In seiner Produktentwicklung setzt Continental ebenfalls auf KI. Im Jahr 2020 will das Technologieunternehmen mit seiner 5. Kamerageneration zur beschleunigten Objekterkennung erstmals neuronale Netze in größerem Umfang in Serie bringen. Künstliche neuronale Netze bestehen aus lernfähigen mathematischen Einheiten, die komplexe Funktionen verarbeiten und ausführen können.

Das Forschungsfeld künstliche Intelligenz bei Continental
Um die verschiedenen Aktivitäten der Forschung rund um Künstliche Intelligenz zu koordinieren, hat Continental seit 2015 eine zentrale Vorentwicklung für KI-Themen. Das Technologieunternehmen kooperiert mit NVIDIA, Baidu und zahlreichen Forschungsinstituten auf diesem Gebiet wie der Universität Oxford, der Technischen Universität Darmstadt und dem Indian Institute of Technology Madras (Indien). In Budapest (Ungarn) eröffnete der Continental Geschäftsbereich Fahrerassistenzsysteme im Mai 2018 ein Kompetenzzentrum für Deep Machine Learning. Weltweit wird das Technologieunternehmen bis Ende 2018 rund 400 Ingenieure mit speziellem KI-Know-how beschäftigen und sucht nach weiteren Talenten für die Produkt- und Prozessentwicklung im Umfeld der Künstlichen Intelligenz.

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Continental-Entwickler setzen unter anderem bei der zukünftigen Prognose des Rohmaterialbedarfs auf künstliche Intelligenz.
© Continental AG
Im Jahr 2020 will das Technologieunternehmen mit seiner 5. Kamerageneration zur beschleunigten Objekterkennung erstmals neuronale Netze in größerem Umfang in Serie bringen.
© Continental AG

 

Continental entwickelt wegweisende Technologien und Dienste für die nachhaltige und vernetzte Mobilität der Menschen und ihrer Güter. Das 1871 gegründete Technologieunternehmen bietet sichere, effiziente, intelligente und erschwingliche Lösungen für Fahrzeuge, Maschinen, Verkehr und Transport. Continental erzielte 2017 einen Umsatz von 44 Milliarden Euro und beschäftigt aktuell mehr als 240.000 Mitarbeiter in 61 Ländern.

Die Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) mit den Standorten Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen (mit Außenstelle Osnabrück) und einem Projektbüro in Berlin ist auf dem Gebiet innovativer Softwaretechnologien die führende Forschungseinrichtung in Deutschland. In der internationalen Wissenschaftswelt zählt das DFKI zu den wichtigsten „Centers of Excellence“ und ist derzeit gemessen an Mitarbeiterzahl und Drittmittelvolumen das weltweit größte Forschungszentrum auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz und deren Anwendungen. Das Finanzvolumen lag 2016 bei 44,1 Millionen Euro. DFKI-Projekte adressieren das gesamte Spektrum von der anwendungsorientierten Grundlagenforschung bis zur markt- und kundenorientierten Entwicklung von Produktfunktionen. Aktuell forschen 519 Mitarbeiter aus ca. 60 Nationen an innovativen Software-Lösungen mit den inhaltlichen Schwerpunkten Smarte Daten & Wissensdienste, Cyber-Physical Systems, Multilinguale Technologien, Planbasierte Robotersteuerung, Educational Technologies, Interaktive Textilien, Robotik, Innovative Retail, Wirtschaftsinformatik, Eingebettete Intelligenz, Smart Service Engineering, Intelligente Analytik für Massendaten, Intelligente Netze, Agenten und Simulierte Realität, Erweiterte Realität, Sprachtechnologie, Intelligente Benutzerschnittstellen und Innovative Fabriksysteme. Der Erfolg: über 100 Professoren und Professorinnen aus den eigenen Reihen und mehr als 80 Spin-off-Unternehmen mit ca. 2.500 hochqualifizierten Arbeitsplätzen.

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