DFKI-Spin-off digipen technologies ist Preisträger des CeBIT Innovation Award: „digisign“ – die fälschungssichere biometrische Unterschrift

Die digipen technologies aus Kaiserslautern, eine Ausgründung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), ist einer der Gewinner des CeBIT Innovation Award 2015. Das Unternehmen wird für die Entwicklung der fälschungssicheren biometrischen Unterschrift "digisign" ausgezeichnet. Auf der Preview Presskonferenz zur CeBIT wurde das Unternehmen als einer von drei Preisträgern vorgestellt. Die Platzierungen der mit insgesamt 100.000 Euro dotierten Auszeichnung werden auf der CeBIT 2015 (16. bis 20. März in Hannover) bekanntgegeben. Dort stellen die Preisträger ihre Projekte am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) vor.




Mit der neuen Technologie kann eine digitalisierte Unterschrift zukünftig von Computern ebenso so sicher einer Person zugeordnet werden, wie bisher durch forensische Schriftsachverständige. digisign wurde von Markus Weber, Leiter Forschung und Entwicklung bei digipen, in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des Forschungsbereichs Wissensmanagement am DFKI in Kaiserslautern entwickelt.

Zur Erstellung der digitalen Unterschrift benötigt der Anwender einen digitalen Stift, der neben einer Mine mit Drucksensoren und einer Kamera ausgestattet ist, sowie ein Papier, das mit einem kaum sichtbaren Muster bedruckt wird. „Bei der Unterzeichnung des Benutzers werden neben dem Schriftbild auch forensische Merkmale wie der ausgeübte Druck, die Schreibgeschwindigkeit und die Linienführung aufgezeichnet. Das so signierte Dokument wird verschlüsselt, über eine USB-Schnittstelle auf einen Rechner oder per Funk auf das Smartphone des Users übertragen und von dort an den digisign Prozess übermittelt, wo die Unterschrift rechtssicher und revisionsverbindlich gespeichert wird“, beschreibt Prof. Andreas Dengel, Standortleiter des DFKI in Kaiserslautern und Geschäftsführer der digipen technologies, die Funktion. Bei einem Betrugsverdacht können die gesicherten biometrischen Daten als Referenzmaterial herangezogen werden, um die Echtheit der Unterschrift forensisch zu prüfen.

Ein Aspekt, mit dem digisign die Jury überzeugen konnte, ist die einfache Bedienung des Systems. „Da die Nutzerfreundlichkeit von digitalen Anwendungen die Informationstechnologie vor besondere Herausforderungen stellt, legen wir darauf bei der Auswahl der Siegerprojekte ganz besonderen Wert“, sagte die Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Gesche Joost, Designforscherin an der Berliner Universität der Künste.

Der DFKI-Forschungsbereich Wissensmanagement und die digipen technologies entwickeln seit Jahren gemeinsam sichere forensische Analyseverfahren, die mittels digitaler Stifttechnologie sowohl auf Papier als auch auf Tablet-PC eine spezifische Erfassung, sichere Archivierung und verlässliche Wiedererkennung von Handschriften ermöglichen.

digipen technologies ist ein weiterer Baustein in der nachhaltigen Spin-off-Geschichte des DFKI. Mittlerweile wurden bereits über 60 Unternehmen mit ca. 1.700 hochqualifizierten Arbeitsplätzen aus dem DFKI heraus gegründet.

 

digipen AD und MW

Markus Weber (links) und Prof. Andreas Dengel freuen sich über die Auszeichnung

 

 CeBIT Innovation Award Logo          digisign


Weitere Informationen:

www.cebitaward.de
www.digipen.de
www.dfki.de    

 

Kontakt digipen technologies:
Markus Weber
Forschung und Entwicklung
digipen technologies GmbH
Trippstadter Straße 122
67663 Kaiserslautern
Tel.: 0631 20575 3700
E-Mail: markus.weber@digipen.de
Kontakt DFKI:
Prof. Dr. Prof. h.c. Andreas Dengel
Forschungsbereich Wissensmanagement
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
Trippstadter Straße 122
67663 Kaiserslautern
Tel.: 0631 20575 1010
E-Mail: andreas.dengel@dfki.de
Pressekontakt:
Team Unternehmenskommunikation

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
Trippstadter Straße 122
67663 Kaiserslautern
Tel.: 0631 20575 1710
E-Mail: uk-kl@dfki.de

 

Über die digipen technologies GmbH:

Die digipen technologies GmbH entwickelt und erweitert die Funktionalität von Business-Applikationen mit Schwerpunkt auf Serviceorientierten Architekturen. Die geschaffenen Lösungen ermöglichen den Austausch zwischen verschiedenen Business-Applikationen auf unterschiedlichen Plattformen. Mit der auf der digitalen Stifttechnologie des schwedischen Unternehmens Anoto Group AB basierenden Lösung können handschriftliche Daten sofort digitalisiert und zur Verarbeitung an unterschiedliche stationäre und mobile Systeme weitergeleitet werden. So wird ein nahtloser Übergang zwischen Papier- und Tablet-basierter Datenerfassung und der IT-Infrastruktur ermöglicht und eine enorme Kosteneinsparung, Prozessbeschleunigung und Effizienzsteigerung erreicht. Als einer der ersten Anoto-Partner in Deutschland (seit 2002) blickt digipen Technologies auf eine langjährige Erfahrung mit dieser Technologie und deren Integration in bestehende Prozesse und Systeme zurück.

Über das DFKI:
Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) mit den Standorten Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen (mit Außenstelle Osnabrück) und einem Projektbüro in Berlin ist auf dem Gebiet innovativer Softwaretechnologien die führende Forschungseinrichtung in Deutschland. In der internationalen Wissenschaftswelt zählt das DFKI zu den wichtigsten "Centers of Excellence" und ist derzeit gemessen an Mitarbeiterzahl und Drittmittelvolumen das weltweit größte Forschungszentrum auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und deren Anwendungen. Das Finanzierungsvolumen lag 2013 bei ca. 38 Millionen Euro. DFKI-Projekte adressieren das gesamte Spektrum von der anwendungsorientierten Grundlagenforschung bis zur markt- und kundenorientierten Entwicklung von Produktfunktionen. Aktuell forschen mehr als 420 Mitarbeiter aus ca. 60 Nationen an innovativen Software-Lösungen mit den inhaltlichen Schwerpunkten Wissensmanagement, Cyber-Physical Systems, Robotics Innovation Center, Innovative Retail Laboratory, Institut für Wirtschaftsinformatik, Eingebettete Intelligenz, Agenten und Simulierte Realität, Erweiterte Realität, Sprachtechnologie, Intelligente Benutzerschnittstellen, Innovative Fabriksysteme. Der Erfolg: über 60 Professoren und Professorinnen aus den eigenen Reihen und mehr als 60 Spin-Off-Unternehmen.