Industrie 4.0 zum Anfassen - Die SmartFactoryKL auf der Wirtschaftsministerkonferenz in Mainz

Die Herbstsitzung der deutschen Landeswirtschaftsminister und -senatoren fand in diesem Jahr am 09. und 10. Dezember in Mainz statt. Kernthemen der Konferenz waren eine verbesserte Arbeitsmarktintegration für Flüchtlinge sowie die Weiterentwicklung von Industrie und Mittelstand Richtung Industrie 4.0. Die im Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern beheimatete Technologie-Initiative SmartFactory KL e.V. (SmartFactoryKL) stellte mit ihrem Demonstrator „SkalA“ das zentrale Exponat zum Thema Industrie 4.0. Um die SmartFactoryKL als Konsortialführer soll eines der fünf vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) geförderten „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren“ eingerichtet werden.




Die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke verwies auf das Potenzial der neuen Technologien einer digitalisierten Produktion: „Der vernetzten und sich selbst organisierenden Fabrik, die auch die Einzelteile just in time produziert und zusammensetzt, gehört die Zukunft in Industrie und Mittelstand“. Ziel müsse es sein, gerade den Mittelstand für die Potenziale der Digitalisierung noch stärker zu sensibilisieren. „Ich will den Mittelstand dabei unterstützen, die vielfältigen neuen Geschäftsfelder, die sich aus der Digitalisierung und der damit verbundenen neuen industriellen Revolution ergeben, zu erschließen. In Rheinland-Pfalz kann man in der SmartFactory in Kaiserslautern bereits sehen, wie dies funktioniert“.

„Der globale Konkurrenzkampf und die steigende Nachfrage nach kundenindividuellen Produkten erfordern ein Umdenken der Industrie“, so Prof. Detlef Zühlke, Vorstandsvorsitzender der SmartFactoryKL und Leiter des Forschungsbereichs Innovative Fabriksysteme am DFKI. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen müssten sich zukünftig stärker mit dem Thema Industrie 4.0 auseinandersetzen, um speziell für sie geeignete Lösungen zu etablieren. „Dies zieht nicht automatisch hohe Kosten nach sich, sondern erfordert eine durchgängige Digitalisierung der Prozesse, wie wir es auch in unserem privaten Alltag erleben. Angesichts der technologischen Veränderungen sind die Unternehmen jedoch vor die große Herausforderung gestellt, die Innovationen für sich zu bewerten und optimal auszunutzen. Die Ergebnisse und Erfahrungen aus der Pionierarbeit, die wir auf dem Gebiet intelligenter Produktionslösungen leisten, möchten wir genau dafür nutzen“, so Zühlke weiter.

Der von der SmartFactoryKL realisierte und vom Land Rheinland-Pfalz geförderte Demonstrator SkalA diente den Wirtschaftsministern und -senatoren zur unmittelbaren Veranschaulichung beispielhafter Vorteile von Industrie 4.0. Fokus des Projekts ist eine skalierbare Automatisierung, die durch den Einsatz mobiler Endgeräte und innovativer Informations- und Kommunikationstechnologien bedarfsgerecht angepasst werden kann. So können wahlweise einzelne Fertigungsprozesse von Hand oder aber vollautomatisch erfolgen. Steigende Produkt- und Prozessvarianten machen eine Unterstützung des Werkers im Industrie 4.0-Umfeld unabdingbar. Die Projektion aktueller Handlungsempfehlungen führt den Werker Schritt für Schritt durch die individuellen Fertigungsprozesse.

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Bild links: Prof. Detlef Zühlke erläuert den "SkalA"-Demonstrator. Im Hintergrund v.l.n.r.: Garrelt Duin (Wirtschaftsminister NRW), Wirtschaftsministerin Eveline Lemke, Frank Horch (Wirtschaftssenator Hamburg), Martin Günthner (Wirtschaftssenator Bremen), Guido Rebstock (Amtschef Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg), Dr. Hartmut Mangold (Staatssekretär Wirtschaftsministerium Sachsen), (leicht verdeckt) Jürgen Barke (Staatssekretär Wirtschaftsministerium Saarland). Bild: Wirtschaftsministerium RLP

Bild rechts: Eveline Lemke, rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin und Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg, auf Tuchfühlung mit dem „SkalA“-Demonstrator. Bild: Wirtschaftsministerium RLP

 

Link Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung RLP

 

Als erste herstellerunabhängige Demonstrations- und Forschungsplattform hat die 2005 gegründete SmartFactoryKL  eine weltweit beachtete Vorreiterrolle bei der Realisierung von Industrie 4.0 eingenommen. In einem Netzwerk von derzeit 40 renommierten Partnern aus Industrie und Forschung arbeitet die SmartFactoryKL  an innovativen Konzepten, Technologien und Lösungsmustern zur Umsetzung von Industrie 4.0. Mit verschiedenen Demonstratoren wird die Fabrik von morgen getestet und visualisiert. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) ist Gründungs- und prägender Forschungspartner der Initiative und am Standort Kaiserslautern Heimat der einzigartigen Forschungs- und Demonstrationsfabrik.

 

 

Kontakt:

Technologie-Initiative SmartFactoryKL
Trippstadter Straße 122
67663 Kaiserslautern
Te.: 0631 20575 4849
E-Mail: info@smarfactory.de

www.smartfactory.de

 

 

Pressekontakt DFKI :

Unternehmenskommunikation DFKI Kaiserslautern

Tel. +49 631 205 75 -1710/-1700
E-Mail: uk-kl@dfki.de

Pressekontakt MWKEL:
Ruth Boekle
Pressesprecherin
Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung
Tel.: +49 6131 16 -2549
E-Mail: pressestelle@mwkel.rlp.de