Smarte DFKI-Technologien für die chinesisch-deutsche „Gesundheitsstadt“

Wie werden wir in Zukunft leben? Einen spannenden Einblick in zukünftige gesellschaftliche Entwicklungen in China ermöglicht der Gemeinschaftsstand der ersten chinesisch-deutschen „Gesundheitsstadt“ Five Springs im Golf von Bohai auf der CeBIT 2015 (Halle 6, Stand D58). Er präsentiert Innovationen für die Stadt von morgen, in der Alt und Jung zusammenleben und der Mensch im Mittelpunkt steht. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) zeigt in diesem Rahmen Exponate aus dem Bereich Ambient Assisted Living (AAL).

Brigitte Zypries, Sigmar Gabriel, Prof. Dr. Wolfgang Wahlster und Herr Yao, Huafu, bei der Eröffnungsveranstaltung des Gemeinschaftsstandes der chinesisch-deutschen „Gesundheitsstadt“ Five Springs auf der CeBIT 2015.

Die chinesisch-deutsche Gesundheitsstadt Five Springs stellt sich der demografischen Entwicklung  mit einer Kombination aus Smart-Home-Infrastruktur und Nachhaltigkeit. Das Großprojekt soll die Frage beantworten, wie wir in Zukunft die Lebenswelt einer gesund alternden Bevölkerung unter ihrer aktiven Beteiligung und Mitwirkung bedarfsgerecht und entwicklungsorientiert gestalten können. Dafür vereint es deutsches und chinesisches Know-How der Wissenschaft, des Social Managements, der Medizintechnik, der modernen Bauindustrie und der Best-Practice-Modelle der Pflege, Altenbildung und Kulturarbeit in Deutschland und China. Als Projektpartner liefert das DFKI umfangreiche Kompetenzen auf dem Gebiet des AAL, die es im Kompetenzzentrum Ambient Assisted Living (CCAAL) bündelt. Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, CEO und wissenschaftlicher Leiter des DFKI: „Diese Gesundheitsstadt in einer wunderschönen chinesischen Meeresbucht wird ein Leuchtturm für Zukunftsstädte, die mit digitalen Assistenzsystemen in einer Smart Service Welt ein selbstbestimmtes und aktives Leben der Menschen bis ins hohe Alter unterstützen.“

In den smarten Wohnungen der Gesundheitsstadt ist alles komfortabel fernsteuerbar und alle Wohnungsdienste im Sinne des Internet der Dinge miteinander vernetzt. Am deutsch-chinesischen Gemeinschaftsstand auf der CeBIT präsentiert der DFKI-Forschungsbereich Cyber-Physical Systems unter der Leitung von Prof. Dr. Rolf Drechsler ein interaktives 3D-Modell des Bremer Ambient Assisted Living Lab (BAALL). Das BAALL ist eine 60 m² große Laborwohnung, in der Assistenzsysteme nach dem Prinzip „Design for All“ – mit Fokus auf alters- und mobilitätsgerechte Systeme – entwickelt und getestet werden. Am 3D-Modell können die Besucherinnen und Besucher der CeBIT unter anderem die Lichter, die Türen, das Bett und die Waschbecken steuern. Der Clou dabei ist, dass sich auf diese Weise die reale BAALL-Wohnung in Bremen parallel fernsteuern lässt, was über die Remote-Kameras in der Laborwohnung sichtbar wird.

Die Bewohner der Gesundheitsstadt sollen in Wohnungen mit höchstem Komfort leben, der durch die neueste Technik und deren Möglichkeiten geboten werden soll. Anhand von Videos veranschaulicht der Bremer DFKI-Forschungsbereich außerdem, wie intelligente Geräte und Möbel in der Wohnung mehr Komfort und – falls notwendig – Hilfe bei einfachen Aufgaben erbringen können. Die Videos demonstrieren an Forschungsprototypen des DFKI und ausgehend von Komfort-Funktionen, welche Perspektiven kurz und mittelfristig realisiert werden können.
 

Ansprechpartner:
Dr. Serge Autexier
DFKI GmbH
Cyber-Physical Systems
Tel.: +49 421 218 59834


Pressekontakt:
DFKI Bremen
Team Unternehmenskommunikation
Tel.: +49 421 178 45 4180

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Am DFKI-Exponat: Dr. Jan Alexandersson, Leiter des CCAAL, Dr. Serge Autexier, Leiter des BAALL und Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, CEO und wissenschaftlicher Leiter der DFKI GmbH (v.l.n.r.).

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