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Green-AI Hub Forum 2025: Nachhaltig wirtschaften mit KI

| Umwelt & Energie | Marine Perception | Smart Enterprise Engineering | Berlin | Osnabrück / Oldenburg

KI als Wegbereiter für Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft im Mittelstand

Am 2. Dezember 2025 fand in Berlin das Green-AI Hub Forum statt — eine Veranstaltung, die eindrucksvoll verdeutlichte, wie Künstliche Intelligenz (KI) mittelständischen Unternehmen hilft, nachhaltiger und ressourceneffizienter zu wirtschaften. Vertreter:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden diskutierten konkrete Anwendungsfälle und zeigten auf, wie KI bereits heute Umweltziele und betriebliche Effizienz miteinander verbindet.

© @ZUG/Jens Jeske
Dr. Constanze Haug (Zukunft – Umwelt – Gesellschaft gGmbH), Rita Schwarzelühr‑Sutter (BMUKN) und Prof. Dr. Oliver Thomas (DFKI) auf dem Green-AI Hub Forum 2025

Die Veranstaltung wurde eröffnet mit Grußworten von Rita Schwarzelühr‑Sutter (Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesumweltministerium, BMUKN) und Dr. Constanze Haug (Geschäftsführerin der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft gGmbH). Sie unterstrichen, dass KI einen echten Hebel darstellt, um Ressourceneffizienz zu steigern und eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft im Mittelstand zu fördern. Der Green-AI Hub Mittelstand wurde dabei als zentrale Brücke zwischen mittelständischen Unternehmen, Forschung und Nachhaltigkeitspolitik benannt.

Auch Prof. Dr. Oliver Thomas, Leiter des DFKI-Forschungsbereichs Smart Enterprise Engineering und Sprecher des Green-AI Hub Mittelstand, hob in seinem Beitrag die Bedeutung anwendungsnaher KI-Lösungen hervor: Mit ihnen können KMU nachhaltige Wertschöpfung konkret und messbar umsetzen.

Praxisbeispiele zeigen messbare Nachhaltigkeitseffekte

Mehrere Vorträge und Praxisberichte machten deutlich, dass KI keineswegs Zukunftsmusik ist, sondern bereits heute greifbare Vorteile liefert:

  • Ein Industrieunternehmen demonstrierte, wie KI-gestützte Steuerungssysteme helfen, Energieverbräuche zu optimieren und Produktionsprozesse umweltfreundlicher zu gestalten.
  • Im verarbeitenden Gewerbe wurde gezeigt, wie KI-gestützte Prozessoptimierung Materialeinsatz reduziert — ohne Abstriche bei Qualität oder Produktivität.
  • Ein mittelständischer Betrieb aus der Drehtechnik berichtete, dass KI-Analysen von Maschinendaten dazu beitragen, Ausschuss zu verringern, Wartung besser zu planen und Ressourcen effizienter einzusetzen.

Diese Beispiele zeigen: KI im Mittelstand wirkt nicht abstrakt — sie entfaltet messbare Effekte in Sachen Umwelt, Effizienz und Wirtschaftlichkeit.
 

Ergebnisse aus Pilotprojekten

Im Rahmen des Green-AI Hub Mittelstand wurden seit 2023 zahlreiche Pilotprojekte mit KMU begleitet. Die Auswertungen zeigen, dass KI-Anwendungen in Produktion und Dienstleistung nicht nur wirtschaftliche, sondern auch ökologische Verbesserungen bewirken können.

  • Der Green-AI Hub Mittelstand hat seit 2023 insgesamt 20 KI-Pilotprojekte begleitet — 14 im verarbeitenden Gewerbe, 6 im IT-/Dienstleistungsbereich.
  • Laut einem neuen Hintergrundpapier reduzierten die Pilotprojekte im verarbeitenden Gewerbe den Material Footprint um bis zu 15 %, und den Carbon Footprint um bis zu 16 %. Damit zeigen sich deutliche ökologische Effekte.
  • Zahlreiche Unternehmen planen bereits aufbauende oder vertiefende Projekte — KI wird als strategisches Werkzeug begriffen, nicht als einmalige Maßnahme.
  • Die Ergebnisse ergaben ein jährliches Einsparpotenzial bei den 14 Projekten im verarbeitenden Gewerbe beim Material-Footprint von bis zu 6.250 Tonnen sowie eine CO₂-Äquivalente Einsparung von rund 1.300 Tonnen pro Jahr — wenn die Ansätze skaliert werden.

In dem veröffentlichten Hintergrundpapier werden methodische Vorgehensweisen, Einsparpotenziale und Erfolgsfaktoren dokumentiert. Damit bietet der Hub anderen Unternehmen eine fundierte Orientierung, wie KI nachhaltig eingesetzt werden kann.
 

Fazit

Das Forum, das Hintergrundpapier und die Pilotprojekte liefern nicht nur technische Belege — sondern auch praxisnahe Leitlinien und Erfahrungswerte für KMU, die KI nachhaltig implementieren wollen. Das Green-AI Hub Forum 2025 hat gezeigt: KI und Nachhaltigkeit sind keine Gegensätze — im Gegenteil: Mit klugem Einsatz, unterstützender Politik und praxisnahen Leitlinien kann KI im Mittelstand einen wichtigen Beitrag leisten, um Ressourceneffizienz, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz zu verbinden. Die Erfahrungen aus den Pilotprojekten belegen: KI wirkt – real, messbar und skalierbar.

Contact:

Sina Born, MBA

DFKI Osnabrück

Johannes Solzbacher, M.Sc.

DFKI Osnabrück

Press contact:

Maria Santos, M.A.

Communications & Media, DFKI Oldenburg