Projekt

IWI-Handbook

IWi-Handbuch des Business Process Engineering - Empirische Beobachtungen, Gesetze und Theorien

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In den letzten Jahren hat sich eine prozessorientierte Entwicklung von Informationssystemen zunehmend etabliert. In der Frühzeit der Prozessorientierung wurden kaum methodische Hilfsmittel zur Prozessgestaltung unterbreitet, sondern vielmehr ausschließlich die Idee der prozessorientierten Gestaltung von Informationssystemen propagiert. Allerdings existiert in der Zwischenzeit in der Theorie und Praxis eine Fülle unterschiedlicher Methoden, Modelle, Werkzeuge und ähnliche Artefakte, die eine methodische Unterstützung des Prozessmanagements versprechen.

Aufgrund der vielfältigen Gestaltungsvorschläge ergeben sich für die Praxis des Prozessmanagements verschiedene Fragen: - Welche Artefakte im Sinne von Methoden, Modellen, Werkzeugen etc. zur prozessorientierten Gestaltung von Informationssystemen gibt es? - Welchen Beitrag leisten die Artefakte zur Erreichung der angestrebten Gestaltungsziele? - Welche Artefakte können sinnvoll gemeinsam eingesetzt werden bzw. schließen eine gemeinsame Anwendung aus?

Zweifelsfrei ist zur Beantwortung der vorherigen Fragen breits vielfältiges Wissen in den letzten Jahren gewonnen worden. Allerdings ist das bisherige Wissen nicht einheitlich dokumentiert, systematisiert und wissenschaftlich abgesichert. Folglich fehlt es an belastbaren Aussagen, die Aufschluss zum effektiven und effizienten Einsatz der methodischen Hilfsmittel zum Prozessmanagement geben.

Im Rahmen des Projekts sollen zwei Ziele verfolgt werden:

  1. Das vorhandene Erfahrungswissen zum Prozessmanagement soll identifiziert, systematisiert und in Form eines Handbuches dokumentiert werden. Das Handbuch gibt Aufschluss über empirische Beobachtungen, Gesetze und Theorien zum Prozessmanagement. Mit anderen Worten sollen im Rahmen des Projektes die theoretischen Grundlagen des Business Process Engineering gelegt und das Forschungsgebiet des „Empirical Business Process Engineering“ begründet werden.
  2. Darüber hinaus sollen im Projekt auch Fragen der adäquaten maschinellen Repräsentation des wissenschaftlichen Wissens untersucht und Technologien angewendet werden, um eine (teil-)automatisierte Analyse und Verarbeitung dieses Wissens zu ermöglichen. Beispielsweise bietet es sich an, typische Ansätze der Künstlichen Intelligenz wie Ontological Engineering, Case Based Reasoning u. ä. einzusetzen. Dabei soll prototypisch ein Werkzeug entwickelt werden, das eine Konstruktionsassistenz für das Prozessmanagement bereithält. Dieses Werkzeug stellt eine „Business Process Engineering Intelligence“ dar.

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Ansprechpartner
Prof. Dr. Peter Fettke

Keyfacts

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
German Research Center for Artificial Intelligence