AI Council begrüßt internationale KI-Richtlinien und unterstützt zukunftssichere Ausgestaltung

Der vom US-amerikanischen Center for Strategic and International Studies (CSIS) im Sommer 2022 ins Leben gerufene AI Council nahm mit der heutigen Auftaktsitzung die aktive Arbeit auf. Das DFKI ist mit seinem CEO Prof. Dr. Antonio Krüger vertreten. Der CSIS AI Council setzt sich aus 17 angesehenen globalen Führungspersönlichkeiten zusammen und wird gemeinsam von Julie Sweet, Vorsitzende und CEO von Accenture, und Brad Smith, Präsident und stellvertretender Vorsitzender von Microsoft, geleitet. Gregory C. Allen, Direktor des CSIS AI Governance Project, wird als Exekutivdirektor des CSIS AI Council fungieren.

Die Arbeit des AI Councils zielt darauf ab, wichtige Erkenntnisse über die Umsetzung von KI-Grundsätzen in die Praxis, die Festlegung gemeinsamer Standards für KI-Sicherheit und die Beschleunigung der globalen Interoperabilität und Kohärenz der Regulierung zu liefern. Diese Arbeit wird von drei Leitprinzipien untermauert: Engagement für sichere und verantwortungsvolle KI, Förderung von KI im Dienste der Gesellschaft und Unterstützung eines globalen KI-Regelungsumfelds, das die internationale Zusammenarbeit fördert.

"KI verändert die Weltwirtschaft und hat das Potenzial, einen enormen Beitrag zur Entwicklung einer innovativeren, wohlhabenderen und nachhaltigeren Welt zu leisten. Der CSIS AI Council bringt eine außergewöhnliche Gruppe von Führungspersönlichkeiten zusammen, um herauszufinden, wie unternehmerische Verantwortung, internationale Zusammenarbeit und effektive Governance im Bereich KI nicht nur im Prinzip, sondern auch in der Praxis aussehen", sagte Brad Smith.

Neben der direkten Einbindung von Regierungen und der Öffentlichkeit wird der Rat drei Weißbücher veröffentlichen, die detaillierte, umsetzbare und umsichtige Empfehlungen für die globale KI-Politikgemeinschaft enthalten.

"Während Organisationen auf der ganzen Welt KI in großem Maßstab weiterentwickeln, besteht für führende Regierungen die Möglichkeit, ihre Regulierungsansätze zu koordinieren, damit alle das Versprechen der KI verantwortungsvoll umsetzen können", sagte Julie Sweet. "Durch einen sinnvollen Dialog und Zusammenarbeit können Unternehmen und Regierungen die Entwicklung und Nutzung von KI fördern, die effektiv, fair und sicher ist und jeden Einzelnen respektiert."

DFKI CEO Prof. Antonio Krüger erklärt: „Das heutige Auftakt-Meeting des CSIS AI Councils hat gezeigt, dass es einen länder-, sektoren- und branchenübergreifenden Konsens gibt, dass die Chancen von KI in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft, Klima immens sind und gleichzeitig die intensiven weltweit laufenden Regulierungsaktivitäten außerordentlich begrüßt werden. Es wurde betont, dass zwei wichtige Perspektiven auf dem aktuellen Regulierungspfad beachtet werden sollten, einerseits die notwendig weltweite Harmonisierung der in der Entstehung begriffenen Regelwerke, Normen und Standards, andererseits die innovationsförderliche Gestaltung des Möglichkeitsraums für die wissenschaftliche Weiterentwicklung und die zukunftssichere praktische Anwendung von KI-Lösungen.“ Krüger ergänzt: „Bei diesem Abstimmungsprozess kommt der G7-Konferenz 2023 in Hiroshima eine richtungsweisende Bedeutung zu, denn es sollten die japanischen Aktivitäten zu „Society 5.0“, der EU „AI Act“ und die im Oktober vom Weißen Haus vorgestellte Blaupause für einen „AI Bill of Rights“ zusammengedacht und mögliche Zielkonflikte vermieden werden. Der AI Council unterstützt diesen Prozess aktiv und trägt so dazu bei, dass die Herausforderungen, aber auch die Chancen von KI in einem globalen Diskurs so adressiert werden, dass die bereits erreichten und die zukünftig erzielbaren Innovationen ihren gesellschaftlichen Nutzen entfalten können.“

Regierungen auf der ganzen Welt sind dabei, wichtige KI-Politik- und Gesetzesinitiativen auf den Weg zu bringen, die erhebliche Auswirkungen auf die Zukunft des globalen Wachstums und der Innovation haben werden. Im nächsten Jahr bietet sich den führenden Demokratien ein kritisches Zeitfenster, um einen kooperativen Rahmen für die globale KI-Governance zu schaffen, eine Zukunft der verantwortungsvollen KI im Einklang mit demokratischen Werten zu gewährleisten und eine zersplitterte KI-Regulierungslandschaft zu verhindern. Diese Chance zu nutzen, wird eine große Herausforderung sein, und der CSIS AI Council will einen gangbaren Weg für die internationale Zusammenarbeit aufzeigen. Dazu gehört auch die Beratung und Unterstützung einzelner Regierungen sowie multilateraler Gremien wie der Gruppe der Sieben (G7) bei ihrer Arbeit zu diesem kritischen Thema.

Die Mitglieder des CSIS AI Council sind eine vielfältige und angesehene Gruppe von Führungskräften aus dem gesamten globalen KI-Ökosystem. Zu ihnen gehören herausragende KI-Forscher und Akademiker, ehemalige hochrangige Regierungsbeamte mit direkter Erfahrung in der Entwicklung und Umsetzung von KI-Politik sowie Geschäftsführer von führenden globalen Unternehmen. Mitglieder im AI Council sind:

•    Julie Sweet (Co-Chair), Chair and CEO, Accenture
•    Brad Smith (Co-Chair), President and Vice Chair, Microsoft
•    Genevieve Bell, Distinguished Professor and Director, Autonomy, Agency & Assurance Institute, Australia National University (ANU)
•    Albert Bourla, CEO, Pfizer
•    France Cordova, President, Science Philanthropy Alliance; Former Director, National Science Foundation
•    Yuko Harayama, Former Executive Director, RIKEN; Former Executive Member of the Council for Science, Tech, and Innovation, Cabinet Office of Japan
•    Frank Heemskerk, Secretary General, European Round Table for Industry (ERT); Former Executive Director, World Bank
•    Alfred F. Kelly, Jr., Chairman and CEO, Visa
•    Antonio Krüger, CEO, German Research Center for Artificial Intelligence
•    Fei-Fei Li, Sequoia Professor and Denning Co- Director, Stanford Institute for Human-Centered Artificial Intelligence, Stanford University
•    Cedrik Neike, CEO, Siemens Digital Industries
•    L. Rafael Reif, President, Massachusetts Institute of Technology (MIT)
•    Jun Sawada, Chairman, NTT Corporation
•    Roger Taylor, Former Chair, Centre for Data Ethics and Innovation (UK)
•    Emma Walmsley, CEO, GSK
•    Adrian Weller, Programme Director for Artificial Intelligence, Alan Turing Institute
•    Kenichiro Yoshida, Chairman, President and CEO, Sony Group Corporation

 

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