DFKI gratuliert seinem Top-Berater Professor August-Wilhelm Scheer zum 70. Geburtstag

Einer der Väter der Wirtschaftsinformatik und der Pionier der Unternehmenssoftware in Deutschland, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. August-Wilhelm Scheer, vollendet am 27. Juli 2011 sein 70. Lebensjahr. Er ist Gründer des weltweit bekannten Instituts für Wirtschaftsinformatik (IWi) an der Universität des Saarlandes mit dem Forschungsschwerpunkt Informations- und Geschäftsprozessmanagement in Industrie, Dienstleistung und Verwaltung, das im Jahr 2002 in das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) in Saarbrücken integriert wurde.

Als beratender Professor ist Scheer im DFKI seit 2005 tätig und ist dabei für einen nachhaltigen Wachstumskurs mit einer Umsatzverdopplung im Laufe von 10 Jahren eingetreten, der aufgrund der hohen Reputation des DFKI nun schon in der Hälfte der Zeit erreicht wurde. Er hat das Saarland als Informatik-Land entscheidend geprägt und wird dies u.a. über seine neu ausgerichtete Scheer Group in den nächsten zehn Jahren noch forcieren. Die Scheer-Schule stellt heute die wichtigsten Hochschullehrer der Wirtschaftsinformatik in Deutschland. Professor Wahlster war als Chef des DFKI einer der ersten Gratulanten: „Wir sind sehr stolz, dass sich Herr Kollege Scheer als Top-Berater immer wieder für das DFKI engagiert und bewundern seine enorme Tatkraft, Energie und Umsetzungsstärke. Ich freue mich darauf, noch viele Jahre zusammen mit Professor Scheer für das Informatik-Land Saarland und Deutschland als Innovationsstandort kämpfen zu können, unser gemeinsam initiiertes Softwarecluster mit der Förderung des BMBF zum Erfolg zu führen und über unsere Zusammenarbeit in der Forschungsunion der Bundesregierung die nächsten großen Innovationswellen auslösen zu können.“

2005 übergab Professor Scheer das Institut für Wirtschaftsinformatik als eines der größten und profiliertesten Forschungszentren für betriebliche Informationstechnologie und moderne Management-Methoden im deutschsprachigen Raum an seinen Nachfolger Professor Peter Loos – und setzte damit die Erfolgsgeschichte des IWi fort: Rund ein Viertel der 57 Spin-Off-Firmen des DFKI geht aus dem IWi hervor, und heute sind mehr als 60 Mitarbeiter am Institut für Wirtschaftsinformatik im DFKI beschäftigt. Prof. Loos: "August-Wilhelm Scheer hat mit visionärer Weitsicht innovative Entwicklungen der Informationstechnologie zuerst in der Wissenschaft und später auch in der unternehmerischen Praxis vorangetrieben. Er prägt die Wirtschaftsinformatik mit seinen Konzepten wie dem Y-CIM-Referenzmodell, der Architektur integrierter Informationssysteme und dem Geschäftsprozessmanagement. Auch heute sind Integration und prozessorientierte Organisationsgestaltung Handlungsgrundlagen für die anwendungsorientierte Forschung am Institut für Wirtschaftsinformatik."

Das von Professor Scheer gegründete IT-Unternehmen IDS Scheer AG war bis seiner Verschmelzung mit der Software AG im Dezember 2010 eines der bedeutendsten Softwareunternehmen im Kreis der Industriegesellschafter des DFKI und wichtiger Projektpartner in zahlreichen Fördervorhaben.

Mit der 2010 neu ausgerichteten Scheer Group, die als Dach über einem Netzwerk kleiner und mittlerer Unternehmen der IT Branche fungiert, hat Professor Scheer sich neue unternehmerische Ziele gesetzt. Er unterstützt diese Unternehmen bei ihrem Weg zu Wachstum im In- und Ausland als Berater, Anteilseigner und Förderer. Das DFKI und die Unternehmen der Scheer Group arbeiten in Sachen Forschung, aber auch bei der technologiegestützten Innovation in Unternehmen eng zusammen. Gemeinsam treiben sie so den Transfer von Informationstechnologie aus der Forschung in die Wirtschaft und die Beratung von Entscheidungsträgern in organisatorischen und technologischen Fragen voran. „Forschungsergebnisse müssen ihren Weg in die Praxis finden. Dieser Ansatz von Professor Scheer, den er selbst auch erfolgreich umgesetzt hat, ist das Grundmoment unserer Arbeit“, sagt Dr. Dirk Werth, Leiter des Zentralbereichs „Innovation & Research Consulting“ am DFKI.

Als Teil der Scheer Group arbeitet aktuell die IS Predict GmbH zusammen mit dem DFKI und weiteren Konsortialpartnern im BMBF-Verbundprojekt RES-COM (Ressourcenschonung durch kontextaktivierte Maschine-zu-Maschine-Kommunikation (M2M)), das am 1. Juli 2011 angelaufen ist und einen ersten Baustein für das geplante Zukunftsprojekt Industrie 4.0 bereitstellen wird. „Die effiziente Schonung von Ressourcen und wertvollen Rohstoffen muss in der Smart Factory der Zukunft softwaregesteuert und kontextaktiviert durch technische Kommunikation zwischen aktiven Produktgedächtnissen und cyber-physischen Systemen dezentral realisiert werden“, so Professor Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des DFKI.

 

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