Skizzenerkennung für Geschäftsprozesse auf dem dritten Platz beim Prototype Award der WI 2017

Für seine Arbeiten zur Überführung handgezeichneter Skizzen von Geschäftsprozessdiagrammen in maschineninterpretierbare Formate wurde Manuel Zapp, Mitarbeiter am Institut für Wirtschaftsinformatik im DFKI, auf der 13. Internationalen Tagung Wirtschaftsinformatik (12.-15.2.2017) mit einem WI 2017 Award ausgezeichnet. Seine Arbeiten im Software Campus-Projekt INDIGO erreichten den dritten Platz in der Kategorie Prototype Award.

Im Geschäftsprozessmanagement haben sich verschiedene Diagrammtypen etabliert, um die Prozesse eines Unternehmens visuell abzubilden. Zusammen mit seinem Software Campus-Industriepartner Software AG hat Manuel Zapp mit INDIGO ein Verfahren entwickelt, das mit Hilfe von Methoden des maschinellen Lernens, insbesondere Deep Learning, in der Lage ist, handskizzierte Prozessketten digital verstehbar und editierbar zu machen.

Besonders in der frühen Designphase von Prozessmodellen werden Diagramme häufig im Rahmen von Workshops zunächst skizziert. Die Einfachheit des Skizzierens und nicht zuletzt die intuitive Handhabbarkeit tragen zur Beliebtheit dieser Methode bei. Das Skizzieren von Diagrammen hat im Vergleich zum digitalen Modellieren mit dedizierter Software einen großen Nachteil: Skizzen können heute zwar abfotografiert und somit digital abgelegt werden, jedoch nicht in ihrer Semantik erfasst werden, um in vorhandenen digitalen Modellierungstools weiter ausdefiniert zu werden.

Das Software Campus-Projekt INDIGO schließt diese Lücke. Auf Basis eines Fotos eines handgezeichneten Prozessdiagramms wird mit Hilfe von Deep Learning ein digitales maschineninterpretierbares Prozessdiagramm erstellt. Durch adaptierte Schnittstellen können diese Diagramme in die ARIS-Modellierungswerkzeuge des Industriepartners Software AG eingeladen, weiterbearbeitet und in die bestehende Prozesslandschaft aufgenommen werden.

Über den Software Campus
Der Software Campus bildet die IT-Führungskräfte von morgen aus und eröffnet jungen IT-Experten exzellente Karriereperspektiven in Deutschland. Das Konzept verknüpft auf neuartige Weise Spitzenforschung und Management-Praxis. Doktorandinnen und Doktoranden absolvieren das Programm in der Regel in ein bis zwei Jahren. Masterstudierende nehmen ein Jahr teil. Sie werden von insgesamt 19 Partnern aus Politik, Wirtschaft und Forschung unterstützt Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die praxisnahe Ausbildung.

Über Software AG
Die digitale Transformation verändert IT-Landschaften von Unternehmen: von unflexiblen Applikationssilos hin zu modernen softwarebasierten IT-Plattformen, die die notwendige Offenheit, Schnelligkeit und Agilität zulassen, um digitale Echtzeit-Unternehmen zu werden. Die Software AG bietet die erste Digitale Business Plattform für durchgängige Prozesse auf Basis offener Standards mit den Kernkomponenten Integration, Prozessmanagement, In-Memory-Datentechnologie, flexible Anwendungsentwicklung, Echtzeit-Analyse und IT-Architektur-Management. Dank dieser modularen Plattform können Anwender ihre Applikationssysteme von morgen entwickeln, um heute ihre digitale Zukunft zu gestalten.
Seit über 45 Jahren steht die Software AG für Innovationen, die sich an den Bedürfnissen ihrer Kunden ausrichten. Das Unternehmen wird in zahlreichen Kategorien für Innovation und Digitalisierung als Marktführer eingestuft. Die Software AG beschäftigt über 4.300 Mitarbeiter, ist in 70 Ländern aktiv und erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von 872 Millionen Euro.

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Manuel Zapp
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Unternehmenssprecher DFKI

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