Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung standen interdisziplinäre Perspektiven auf die Transformation hin zu einer ressourceneffizienten, klima- und umweltverträglichen Wirtschaftsweise. In Keynotes, Paneldiskussionen und Posterpräsentationen wurden unter anderem folgende Themenfelder adressiert:
- innovative Strategien für nachhaltige und resiliente Wertschöpfungsketten,
- technologische, digitale und soziale Innovationen zur Reduktion von Umwelt- und Ressourcenbelastungen,
- politische Rahmenbedingungen, Governance-Ansätze und regulatorische Instrumente zur Förderung verantwortungsvoller Produktion und nachhaltigen Konsumverhaltens,
- Best-Practice-Beispiele aus Industrie, Forschung sowie zivilgesellschaftlichen Initiativen.
Ein besonderer Fokus lag auf der Verknüpfung von technologischen Lösungen mit gesellschaftlichen und institutionellen Transformationsprozessen. Dabei wurde deutlich, dass nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion nur durch das Zusammenspiel von Innovation, Regulierung und Verhaltensänderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette erfolgreich umgesetzt werden können.
Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) wurde durch Dr.-Ing. Alexandra Pehlken vertreten. Sie moderierte ein Panel zu nachhaltigen Produktionssystemen und brachte ihre Expertise insbesondere in den Bereichen Lebenszyklusanalyse, Ressourceneffizienz sowie daten- und KI-gestützte Entscheidungsunterstützungssysteme ein. Die Diskussion verdeutlichte das Potenzial datengetriebener Ansätze zur Messung, Bewertung und Optimierung von Nachhaltigkeitswirkungen in industriellen Prozessen.
Das Symposium zeichnete sich durch einen breiten interdisziplinären und internationalen Austausch aus. Zu den Teilnehmenden und Kooperationspartnern zählten renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Praktikerinnen und Praktiker aus unterschiedlichen Sektoren, darunter:
- Prof. Norichika Kanie (Keio University / UN Global Sustainable Development Reports),
- Prof. Carsten Herbes, Prof. Goi Hoe Chin und Prof. Markus Fischer,
- Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Ministerien und internationalen Organisationen,
- Akteurinnen und Akteure aus Industrie, Start-ups und zivilgesellschaftlichen Initiativen.
In den abschließenden Diskussionsrunden betonten die Teilnehmenden die Notwendigkeit, technologische Innovationen konsequent mit sozialen, ökonomischen und kulturellen Aspekten zu verknüpfen. Neben Effizienzgewinnen in der Produktion seien insbesondere veränderte Konsummuster, neue Geschäftsmodelle und partizipative Governance-Strukturen entscheidend für eine nachhaltige Transformation.
Die Veranstaltung bot darüber hinaus vielfältige Gelegenheiten zur Vernetzung und zum Aufbau langfristiger Kooperationen zwischen Forschungseinrichtungen, Unternehmen und politischen Akteuren. Ziel ist es, gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln und nachhaltiges Handeln als integralen Bestandteil zukünftiger Forschungs-, Innovations- und Transformationsprozesse zu verankern.
Durch die intensive fachliche Auseinandersetzung und den internationalen Austausch leistete das DWIH Tokyo Symposium einen wichtigen Beitrag zur Positionierung nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster als zentrales Element transdisziplinärer Forschungs- und Innovationsagenden auf globaler Ebene.

