DFKI-Exponat in der Dauerausstellung Deutscher Zukunftspreis im Deutschen Museum




Bundespr├Ąsident Horst K├Âhler er├Âffnete am 19.12. die Dauerausstellung zu den preisgekr├Ânten Projekten des Deutschen Zukunftspreises im Deutschen Museum in M├╝nchen. Seit heute ist die Ausstellung f├╝r das interessierte Publikum ge├Âffnet. 2001 erhielt Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, Leiter des DFKI und Mitglied der Nobelpreis-Akademie, als erster Informatiker den Deutschen Zukunftspreis f├╝r "Sprachverstehende Computer als Dialog- und ├ťbersetzungsassistenten".

Bundespr├Ąsident Horst K├Âhler bezeichnete das Deutsche Museum bei der Ausstellungser├Âffnung als das "naturwissenschaftlich-technische Ged├Ąchtnis unseres Landes" und erkl├Ąrte: "Der Deutsche Zukunftspreis und die Ausstellung hier im Deutschen Museum machen Mut: In Deutschland gibt es hervorragende Wissenschaft, gibt es Ideen, die nicht nur gedacht, sondern auch umgesetzt werden in Produkte und Verfahren, die das Leben der Menschen verbessern. Solche Ideen sind es, die uns auch und gerade in der "flachen Welt" der Globalisierung Arbeit und Einkommen sichern."

Prof. Wolfgang Wahlster erhielt den Deutschen Zukunftspreis 2001. Er f├╝hrte das Wissenschaft und Wirtschaft ├╝bergreifende Verbundprojekt Verbmobil mit einer Vielzahl marktf├Ąhiger Produkte und mehreren Firmenneugr├╝ndungen zu einem internationalen Erfolg. Gef├Ârdert wurde das Verbundprojekt Verbmobil vom Bundesministerium f├╝r Bildung und Forschung (BMBF, Laufzeit 1993 - 2000). Das DFKI-Exponat in der Dauerausstellung zum Deutschen Zukunftspreis besteht aus einer interaktiven Installation: Der Besucher kann mit gesprochener Sprache aktuelle Informationen zu Fu├čball-Bundesligaergebnissen und zum Tabellenstand erfragen. Die Systemantworten werden von einem virtuellen Dialogpartner pr├Ąsentiert.

Ein Sprachdialogsystem erm├Âglicht diese nat├╝rliche und gesprochene Abfrage von Ausk├╝nften via Telefon. F├╝r die Interaktion mit den Besuchern des Exponats wird ein sogenannter virtueller Charakter eingesetzt, der die Sprachausgabe, die Antworten des Dialogsystems ├╝bernimmt. Virtuelle Charaktere sind eine der wichtigsten Grundlagen einer intuitiven Mensch-Computer Kommunikation. Um die Computernutzung so popul├Ąr wie den Fernseher zu machen, m├╝ssen diese neuen Interaktionsmetaphern auf breiter Front realisiert werden.

Diese Innovation im Bereich Sprachtechnologie und Edutainment baut auf den Forschungsergebnissen des DFKI und des BMBF-Projekts VirtualHuman auf. Zur Realisierung des Exponats kooperierte das DFKI u.a. mit dem VirtualHuman-Projektpartner Charamel GmbH (http://www.charamel.de) und der Verbmobil-Spin-Off Firma Sympalog (http://www.sympalog.de). Das Exponat im Deutschen Museum wird als Katalysator und Referenzinstallation dienen und die Chancen der zugrunde liegenden Technologien interaktiver Pr├Ąsentationssysteme f├╝r die breite ├ľffentlichkeit erfahrbar machen.

Der Deutsche Zukunftspreis - der Preis des Bundespr├Ąsidenten f├╝r Technik und Innovation - wird seit 1997 j├Ąhrlich vergeben und ist mit 250.000 Euro dotiert. Der Preis w├╝rdigt Projekte, die ausgehend von exzellenter Forschung zu anwendungs- und damit marktreifen Produkten f├╝hren und Arbeitspl├Ątze schaffen. Die Dauerausstellung informiert ├╝ber die Ziele des Deutschen Zukunftspreises und verdeutlicht dessen besondere Stellung als eine Auszeichnung, die vom Bundespr├Ąsidenten verliehen und von Wissenschaft und Wirtschaft getragen wird. Sie erz├Ąhlt die "Geschichte" der ausgezeichneten Projekte von der Idee bis zur Umsetzung und zeigt, was die jeweilige Innovation vor dem Hintergrund des Forschungsstandes zum Zeitpunkt der Auszeichnung und aus heutiger Perspektive bedeutet. Dargestellt werden die wirtschaftliche Wirkm├Ąchtigkeit der Innovation, ihre wissenschaftlichen Folgen und ihre Weiterentwicklung. Die Ausstellung zum Deutschen Zukunftspreis zeigt den einzigartigen Ansatz und die nachhaltige Wirkung der preisgekr├Ânten Projekte und w├╝rdigt die Menschen, die als Forscher und Entwickler aus Zukunft Gegenwart machen.

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