Prof. Koehler ist designierte Nachfolgerin von DFKI-CEO Prof. Wahlster

Im Projektbüro Berlin stellten DFKI-Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Hans-Albert Aukes und CEO Prof. Wolfgang Wahlster auf der heutigen Pressekonferenz Prof. Jana Koehler der Öffentlichkeit vor. Prof. Jana Koehler wird den Vorsitz der Geschäftsführung des DFKI zum 1. Februar 2019 übernehmen.

Prof. Aukes, Prof. Köhler und Prof. Wahlster nach der Pressekonferenz.

Die Berufung von Prof. Koehler als Nachfolgerin von Prof. Wahlster ist das Ergebnis einer internationalen Ausschreibung und eines zwei Jahre langen Verfahrens. DFKI-Aufsichtsratsvorsitzender Prof. Dr. h.c. Hans-Albert Aukes erklärt: „30 Jahre bemessen in etwa eine Generation. Und so steht nun zwangläufig in der Führung des DFKI ein Generationenwechsel bevor. Keine ganz einfache Aufgabe, gerade bei einem Forschungsunternehmen wie dem DFKI, mit seinen vielfältigen Verknüpfungen zu Universitäten und Forschungsinstituten national wie international, zu den öffentlichen und industriellen Auftraggebern, zu Meinungsbildnern und globalen Forschungsgremien in der KI und zu den Gesellschaftern, um nur einige Beispiele zu nennen.

Heute können wir Ihnen die neue wissenschaftliche Leiterin und designierte Nachfolgerin von Prof. Wahlster an der Spitze der Geschäftsführung des DFKI vorstellen. Herzlich willkommen Prof. Dr. Jana Koehler, ich freue mich auf eine spannende Zusammenarbeit mit Ihnen!

Prof. Koehler ist Spezialistin für KI und Kognitive Robotik, für Software Architektur und Optimierung von Geschäftsprozessen. Sie hat fundierte Erfahrung in Forschung und Industrie, bei der Entwicklung von Produkten, bei der Beratung von Unternehmen, in der Lehre, bei der Führung von Teams und bei der Beantragung von Projekten. Diese Erfahrungen befähigen sie in besonderem Maße, das Unternehmen DFKI zu managen und zu leiten und gleichzeitig hervorragende Forschung zu betreiben. Ganz entscheidend für den erfolgreichen Auswahlprozess waren der Rat und die ganz besondere Unterstützung durch Herrn Prof. Wahlster. Ohne seine intensive Hilfe wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen. Meinen herzlichen Dank an Sie, Herr Prof. Wahlster.“

Prof. Wahlster hebt die besondere Befähigung von Prof. Koehler für die Amtsnachfolge hervor: „Ich bin glücklich, dass nun ein Generationswechsel vollzogen werden kann und dazu erstmals eine Frau das weltweit größte KI-Forschungszentrum führen wird. Frau Koehler kennt das DFKI gut, denn sie war vom Januar 1990 bis Dezember 1993 wissenschaftliche DFKI-Mitarbeiterin in meinem Projekt PHI (Planbasierte Hilfesysteme) und hat bei mir promoviert. Das Thema ihrer Doktorarbeit im Jahr 1994 war „Wiederverwendung von Plänen in deduktiven Planungssystemen“. Als Doktorvater bin ich stolz, dass ich nun den Staffelstab an eine ehemalige Doktorandin übergeben kann, die zudem noch bei Prof. Nebel in Freiburg habilitierte, dessen Doktorvater ich ebenfalls war.

Ich werde am 31.12.2018 an der Universität des Saarlandes in den Ruhestand treten und am 1.2.2019 die Position des CEO, also des technisch-wissenschaftlichen Geschäftsführers und Vorsitzenden der Geschäftsführung, nach 20 Jahren an meine designierte Nachfolgerin übergeben. Ein wissenschaftlicher Festakt zur Amtsübergabe mit internationalen Beiträgen aus dem Umfeld des DFKI wird am 25.2.2019 in Saarbrücken stattfinden.“

Zu den Chancen und Aussichten, die Künstliche Intelligenz in den nächsten Jahren haben wird, sagte Prof. Koehler auf der heutigen Pressekonferenz im DFKI-Projektbüro Berlin: „Die KI Forschung hat in den letzten Jahren eindrückliche Fortschritte gemacht und ihre Anwendungen leisten heute viel Nützliches für unseren Alltag. Solver und Learner – die beiden großen Erfolge der symbolischen und subsymbolischen KI-Forschung – ermöglichen es, dass intelligente Systeme Muster erkennen, Entscheidungen zielgerichtet treffen und Prozesse optimieren. So können Ressourcen besser genutzt und technische Lösungen flexibler und effizienter arbeiten.

Zukünftige Herausforderungen liegen in der Integration unterschiedlichster Formalismen, Modelle und Algorithmen, um die großen ungelösten Probleme der KI wie das Frameproblem, die Frage, ob Intelligenz eine physische Verkörperung zwingend erfordert, oder auch die 4 großen A: Alltagswissen, Abstraktion, Analogie, Argumentation angehen zu können. Da liegen noch viele spannende und komplexe Forschungsaufgaben vor uns. Ich möchte KI-Anwendungen durch Forschung ermöglichen, die Gutes tun und auf die wir stolz sein können,“ so Koehler weiter.

Prof. Dr. Jana Koehler ist Professorin für Informatik an der Hochschule Luzern/Schweiz. Methoden der Künstlichen Intelligenz und das Thema Geschäftsprozessmanagement sind dort ihr Schwerpunkt in Lehre und Forschung. Von 1990 bis Dezember 1993 war sie bereits am DFKI in Saarbrücken. Weitere berufliche Stationen waren die Universitäten Linköping (S), Maryland (USA), Berkeley (USA), Freiburg (D), die Firma Schindler und das IBM Forschungslabor in Rüschlikon/Schweiz. Sie ist Ko-Autorin des BPMN 2.0 Standards, eines der wichtigsten Standards im Bereich Business Process Management, der 2011 von der OMG verabschiedet wurde. Ihre aktuelle Forschung fokussiert auf Methoden der KI für die Entwicklung digitaler Zwillinge und die Unterstützung dynamischer Prozesse. Neben dem Einsatz von KI-basierten Planungs- und Schedulingalgorithmen steht die Frage der Qualität der zugrundeliegenden digitalen Modelle im Fokus.

DFKI-Pressekontakt
Reinhard Karger, M.A.
Unternehmenssprecher
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, DFKI
Stuhlsatzenhausweg 3
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66123 Saarbrücken
Deutschland

Tel. : +49 681 85775-5253
Mobil: +49 151 1567 4571
E-Mail: reinhard.karger@dfki.de
Internet: www.dfki.de

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