

In dem mit 1,2 Mio. Euro geförderten Projekt Mainline-6G werden zentrale Voraussetzungen für eine leistungsfähige und zukunftsfähige Kommunikation geschaffen. Mit dem Projekt BIOMAX geht das DFKI einen wichtigen Schritt in Richtung einer ganzheitlichen und nachvollziehbaren Anwendung von KI bei einer der häufigsten Todesursachen: den Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Genetische und molekularbiologische Erkenntnisse werden mit klinischen Daten verbunden und darauf aufbauend werden neuartige KI-Modelle entwickelt. Für dieses Projekt wird dem DFKI vom Land eine Förderung in Höhe von 500.000 Euro zur Verfügung gestellt.
„Die rheinland-pfälzische Landesregierung setzt gezielt auf die Förderung von Spitzenforschung in zukunftsweisenden Technologiebereichen wie die der Künstlichen Intelligenz. Mit dem DFKI in Kaiserslautern verfügen wir in Rheinland-Pfalz über eine exzellente Forschungseinrichtung, engagierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und ein starkes Innovationsökosystem. Gleichzeitig sehen wir gerade in der Künstlichen Intelligenz großes Potenzial – wissenschaftlich, wirtschaftlich und nicht zuletzt zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger“, so Katharina Heil, Ministerialdirektorin im Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit. Digitale Souveränität sei eine Voraussetzung für wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, für wissenschaftlichen Fortschritt und für gesellschaftliches Vertrauen in neue Technologien. Beide geförderten Projekte würden diese Herausforderungen in besonderer Weise aufgreifen.
Mainline-6G: Intelligente Middleware als Schlüsseltechnologie für sichere und latenzarme 6G-Netzwerke

"Mit Mainline-6G adressieren wir eine zentrale technologische Grundlage für die nächste Mobilfunkgeneration: KI-basierte, agentische Netzwerkdienste, die eine hochzuverlässige und echtzeitfähige Kommunikation ermöglichen. Damit schaffen wir Voraussetzungen für sichere und autonome Anwendungen – von vernetzten Industrieprozessen über intelligente Verkehrssysteme bis hin zu kritischen Infrastrukturen. Damit stärken wir zugleich die digitale Souveränität und Innovationskraft des Standorts Deutschland im internationalen 6G-Ökosystem.“
Im Projekt „Mainline-6G Middleware für Agentisch Integrierte Netzwerkdienste in einem Latenzarmen und Intelligenten Nativen Ecosystem für 6G“ wird eine zentrale technologische Grundlage für die Mobilfunkgeneration 6G entwickelt, die künftig den Alltag, die Industrie und kritische Infrastrukturen noch stärker vernetzen wird. Die nächste Mobilfunkgeneration wird nur dann sicher und zuverlässig funktionieren, wenn Künstliche Intelligenz, Daten und Sensoren in Echtzeit zusammenarbeiten. Genau dafür schafft dieses Projekt die technologischen Grundlagen. Im Mittelpunkt von Mainline-6G steht die Entwicklung einer intelligenten Kommunikationsplattform in der Zukunftstechnologie 6G. Mit dieser neuen Plattform soll es ermöglicht werden, dass autonome Fahrzeuge, vernetzte Fabriken, digitale Zwillinge oder Smart-City-Anwendungen in Echtzeit miteinander kommunizieren können. Langfristig kann dies zu mehr Sicherheit, Zuverlässigkeit und Effizienz der mobilen Kommunikation beitragen, indem 6G-basierte Systeme resilienter, autonomer und vertrauenswürdiger werden. Auch für die Wirtschaft kann Mainline-6G einen deutlichen Mehrwert schaffen, indem das Projekt zu einem gestiegenen Know-how beiträgt, welches Innovationspotenziale stärken kann. Durch die enge Verzahnung mit bestehenden 6G-Forschungslaboren in Kaiserslautern werden die Ergebnisse praxisnah getestet und weitergegeben.
BIOMAX: Erklärbare KI zur Identifikation neuer Biomarker in der Herz-Kreislauf-Forschung

„Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weltweit die häufigste Todesursache. Mit BIOMAX entwickeln wir erklärbare KI-Modelle, die genetische, molekularbiologische, klinische sowie signal- und bildbasierte Daten in einem neuartigen multimodalen Datensatz zusammenführen. Ziel ist es, robuste Biomarker für unterschiedliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu identifizieren und so neue Ansätze für eine frühere Diagnose und personalisierte Therapie zu ermöglichen. Zudem sollen die Entscheidungsprozesse der Modelle verständlich und überprüfbar sein – eine zentrale Voraussetzung für vertrauenswürdige KI in der Medizin.“
Ziel des Forschungsprojekts „BIOMAX – Erklärbare KI für die Entdeckung von Biomarkern in der Herz-Kreislauf-Forschung“ ist es, mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) neue, verlässliche Biomarker zu identifizieren, die eine frühzeitige Diagnose und gezieltere Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ermöglichen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen weltweit zu den häufigsten Todesursachen. BIOMAX verfolgt deshalb einen innovativen Ansatz: Forschende am DFKI kombinieren genetische und molekularbiologische Informationen, etwa zu DNA, RNA und Proteinen, mit klinischen Daten und entwickeln daraus neuartige KI-Modelle. Diese sollen Muster über verschiedene Datenquellen hinweg erkennen und robuste, medizinisch relevante Biomarker aufzeigen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Durch sogenannte erklärbare KI (Explainable Artificial Intelligence, XAI) wird sichergestellt, dass die Entscheidungsprozesse der Modelle für Wissenschaft und Medizin transparent und überprüfbar bleiben. Mit BIOMAX wird Rheinland-Pfalz in seiner Rolle als Innovationsstandort für Künstliche Intelligenz und Life Sciences gestärkt. Das Projekt wird am DFKI in Kaiserslautern umgesetzt und knüpft an das Mainzer Zukunftscluster curATime an, das sich der personalisierten Medizin im Bereich Herz-Kreislauf-Erkrankungen widmet.
„Mit diesen Förderungen setzt das Wissenschaftsministerium ein deutliches Zeichen: Forschung und Innovation im Bereich Künstliche Intelligenz gehören zu den zentralen Zukunftsthemen des Landes. Gleichzeitig stärken wir damit den Forschungsstandort Kaiserslautern, schaffen Impulse für Innovationen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Zukunft der Kommunikation und der Medizin“, so Katharina Heil abschließend.